Die geopolitische Lage rund um den Konflikt zwischen den USA und Iran bleibt das dominierende Thema für die Finanzmärkte. US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, dass eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus "weitgehend ausgehandelt" sei. Bereits einen Tag später relativierte er diese Aussagen jedoch und betonte, dass die Blockade bestehen bleibe, bis ein offizielles Abkommen unterzeichnet und ratifiziert sei.
US-Außenminister Rubio bestätigte, dass ein "substanzieller Vorschlag" zur Wiedereröffnung der wichtigen Handelsroute vorliege. Gleichzeitig betonte er, dass diplomatische Lösungen weiterhin Priorität hätten.
Erste Anzeichen einer teilweisen Entspannung sind bereits sichtbar: Zwei LNG-Tanker haben die Straße von Hormus in Richtung Pakistan und China verlassen. Zusätzlich konnte ein Supertanker mit irakischem Öl erstmals seit fast drei Monaten den Persischen Golf verlassen.
Zentralbanken und Inflation: Märkte rechnen wieder mit Zinserhöhungen
Auch auf geldpolitischer Ebene bleibt die Lage angespannt. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh übernimmt sein Amt in einem stagflationären Umfeld. Die Märkte preisen inzwischen vollständig eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Januar 2027 ein. Vor dem Ausbruch des Konflikts hatten Investoren hingegen noch mit zwei Zinssenkungen im Jahr 2026 gerechnet.
Das US-Verbrauchervertrauen fiel im Mai auf Rekordtiefs - belastet durch deutlich steigende Energiepreise.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde kündigte vor der Sitzung am 11. Juni eine Überarbeitung der Inflationsprognosen an. Anleger beobachten genau, ob die EZB ihren Zinspfad aufgrund des Energieschocks anpassen wird.
In China setzte die PBOC den USD/CNY-Fixingkurs deutlich stärker als erwartet fest. Dies wird am Markt als Unterstützung für den Yuan interpretiert....
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