Köln (ots) -
Während morgen weltweit Millionen Menschen das Kurbanfest (Eid-ul-Adha) feiern, kämpfen immer mehr Familien gegen Hunger, Vertreibung und Armut. Islamic Relief Deutschland versorgt gemeinsam mit dem internationalen Islamic Relief Hilfsnetzwerk in diesem Jahr mehr als drei Millionen Menschen in 29 Ländern mit Kurbanfleisch - darunter Familien in Gaza, Sudan, Libanon, Somalia und Jemen.
Die weltweite Hungerkrise verschärft sich dramatisch: Laut dem aktuellen "Global Report on Food Crises" leiden derzeit rund 266 Millionen Menschen in 47 Ländern an akuter Ernährungsunsicherheit - doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Erstmals mussten 2025 gleichzeitig zwei Hungersnöte ausgerufen werden: in Teilen des Sudan und des Gazastreifens.
Besonders dramatisch ist die Lage im Sudan, wo sich der Krieg inzwischen im dritten Jahr befindet. Die Kosten für Lebensmittelhilfen sind dort laut Islamic Relief um mehr als 60 Prozent gestiegen. Gleichzeitig verschärfen Vertreibung, zerstörte Infrastruktur und steigende Lebensmittelpreise die Versorgungslage für Millionen Menschen.
Auch im Gazastreifen leiden weiterhin hunderttausende Familien unter schwerem Hunger und massiven Einschränkungen beim Zugang zu Hilfsgütern. Aufgrund der anhaltenden Krise plant Islamic Relief gemeinsam mit lokalen Partnern, mehr als 90.000 Menschen mit konserviertem Kurbanfleisch zu versorgen.
Im Libanon treiben wirtschaftlicher Zusammenbruch, Vertreibung und die Folgen regionaler Konflikte immer mehr Familien in die Armut. Mehr als eine Million syrische Geflüchtete leben dort unter schwierigen Bedingungen.
Die 73-jährige Sobhia, die mit ihrer Familie aus Syrien in den Libanon fliehen musste, beschreibt die Bedeutung der Unterstützung so:
"Manchmal fühlen wir uns vergessen - besonders an Feiertagen, wenn wir es uns nicht leisten können, wie andere zu feiern. Wenn wir solche Hilfe erhalten, gibt uns das Hoffnung. Eure Unterstützung füllt nicht nur unseren Tisch, sondern hebt auch unsere Stimmung."
Sobhia lebt gemeinsam mit ihren Kindern und sechs Enkelkindern im Libanon. Die Familie versucht mit Gelegenheitsarbeiten zu überleben, doch steigende Preise für Lebensmittel, Miete und Medikamente machen den Alltag zunehmend unerträglich.
Neben akuter Lebensmittelhilfe verteilt Islamic Relief zum Fest auch Kleidung, Schuhe und Schulmaterialien an rund 25.000 Kinder und Familien in 18 Ländern.
"Für viele Familien ist das Kurbanfleisch die einzige Möglichkeit im Jahr, überhaupt Fleisch essen zu können", erklärt Michael Pfaff, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland. "Gerade in Zeiten von Hunger, Krieg und Vertreibung ist diese Unterstützung ein wichtiges Zeichen von Solidarität und Menschlichkeit."
Die Kurban-Verteilungen von Islamic Relief finden in diesem Jahr unter anderem in Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Gaza, Jemen, Kenia, Libanon, Mali, Niger, Pakistan, Somalia, Sudan, Südsudan und Syrien statt. Besonders große Verteilungen erfolgen in Mali und Niger - zwei Krisenregionen, in denen sich Hunger und Kinderunterernährung weiter verschärfen.
Hintergrund
- Zum islamischen Opferfest Eid-ul-Adha gehört die Tradition des Kurban: Muslime auf der ganzen Welt spenden Fleisch von geopferten Tieren an Menschen in Not. Für viele Familien in Krisengebieten ist dies die einzige nahrhafte Mahlzeit mit Fleisch im gesamten Jahr.
- Die Kurban-Lebensmittelverteilungen von Islamic Relief finden in diesem Jahr in insgesamt 29 Ländern statt, darunter Länder, die unter den ersten zehn betroffenen Ländern im Welthunger-Index genannt werden: Jemen und Somalia, aber auch im Südsudan, Sudan, Niger.
- Besonderer Fokus liegt zudem auf Verteilungen in Syrien, Afghanistan, Pakistan und Kenia, Äthiopien, Mali, Malawi, Bangladesch, Südafrika, Nepal und Indonesien, die unter den ersten 70 Ländern des Welthunger-Index genannt werden.
Weitere Informationen: www.islamicrelief.de/kurban/
Islamic Relief Deutschland ist eine gemeinnützige humanitäre Hilfs- und Entwicklungsorganisation, die vulnerable Gemeinschaften unterstützt, die von Armut, Konflikten und Katastrophen betroffen sind. Sie ist seit ihrer Gründung 1996 in Köln ansässig und unterhält darüber hinaus Niederlassungen in Berlin und Essen. In diesem Jahr feiert die Hilfsorganisation ihr 30-jähriges Bestehen.
Pressekontakt:
Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 01512 205 05 77
E-Mail: presse@islamicrelief.de
Original-Content von: Islamic Relief Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/50131/6281338
Während morgen weltweit Millionen Menschen das Kurbanfest (Eid-ul-Adha) feiern, kämpfen immer mehr Familien gegen Hunger, Vertreibung und Armut. Islamic Relief Deutschland versorgt gemeinsam mit dem internationalen Islamic Relief Hilfsnetzwerk in diesem Jahr mehr als drei Millionen Menschen in 29 Ländern mit Kurbanfleisch - darunter Familien in Gaza, Sudan, Libanon, Somalia und Jemen.
Die weltweite Hungerkrise verschärft sich dramatisch: Laut dem aktuellen "Global Report on Food Crises" leiden derzeit rund 266 Millionen Menschen in 47 Ländern an akuter Ernährungsunsicherheit - doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Erstmals mussten 2025 gleichzeitig zwei Hungersnöte ausgerufen werden: in Teilen des Sudan und des Gazastreifens.
Besonders dramatisch ist die Lage im Sudan, wo sich der Krieg inzwischen im dritten Jahr befindet. Die Kosten für Lebensmittelhilfen sind dort laut Islamic Relief um mehr als 60 Prozent gestiegen. Gleichzeitig verschärfen Vertreibung, zerstörte Infrastruktur und steigende Lebensmittelpreise die Versorgungslage für Millionen Menschen.
Auch im Gazastreifen leiden weiterhin hunderttausende Familien unter schwerem Hunger und massiven Einschränkungen beim Zugang zu Hilfsgütern. Aufgrund der anhaltenden Krise plant Islamic Relief gemeinsam mit lokalen Partnern, mehr als 90.000 Menschen mit konserviertem Kurbanfleisch zu versorgen.
Im Libanon treiben wirtschaftlicher Zusammenbruch, Vertreibung und die Folgen regionaler Konflikte immer mehr Familien in die Armut. Mehr als eine Million syrische Geflüchtete leben dort unter schwierigen Bedingungen.
Die 73-jährige Sobhia, die mit ihrer Familie aus Syrien in den Libanon fliehen musste, beschreibt die Bedeutung der Unterstützung so:
"Manchmal fühlen wir uns vergessen - besonders an Feiertagen, wenn wir es uns nicht leisten können, wie andere zu feiern. Wenn wir solche Hilfe erhalten, gibt uns das Hoffnung. Eure Unterstützung füllt nicht nur unseren Tisch, sondern hebt auch unsere Stimmung."
Sobhia lebt gemeinsam mit ihren Kindern und sechs Enkelkindern im Libanon. Die Familie versucht mit Gelegenheitsarbeiten zu überleben, doch steigende Preise für Lebensmittel, Miete und Medikamente machen den Alltag zunehmend unerträglich.
Neben akuter Lebensmittelhilfe verteilt Islamic Relief zum Fest auch Kleidung, Schuhe und Schulmaterialien an rund 25.000 Kinder und Familien in 18 Ländern.
"Für viele Familien ist das Kurbanfleisch die einzige Möglichkeit im Jahr, überhaupt Fleisch essen zu können", erklärt Michael Pfaff, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland. "Gerade in Zeiten von Hunger, Krieg und Vertreibung ist diese Unterstützung ein wichtiges Zeichen von Solidarität und Menschlichkeit."
Die Kurban-Verteilungen von Islamic Relief finden in diesem Jahr unter anderem in Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Gaza, Jemen, Kenia, Libanon, Mali, Niger, Pakistan, Somalia, Sudan, Südsudan und Syrien statt. Besonders große Verteilungen erfolgen in Mali und Niger - zwei Krisenregionen, in denen sich Hunger und Kinderunterernährung weiter verschärfen.
Hintergrund
- Zum islamischen Opferfest Eid-ul-Adha gehört die Tradition des Kurban: Muslime auf der ganzen Welt spenden Fleisch von geopferten Tieren an Menschen in Not. Für viele Familien in Krisengebieten ist dies die einzige nahrhafte Mahlzeit mit Fleisch im gesamten Jahr.
- Die Kurban-Lebensmittelverteilungen von Islamic Relief finden in diesem Jahr in insgesamt 29 Ländern statt, darunter Länder, die unter den ersten zehn betroffenen Ländern im Welthunger-Index genannt werden: Jemen und Somalia, aber auch im Südsudan, Sudan, Niger.
- Besonderer Fokus liegt zudem auf Verteilungen in Syrien, Afghanistan, Pakistan und Kenia, Äthiopien, Mali, Malawi, Bangladesch, Südafrika, Nepal und Indonesien, die unter den ersten 70 Ländern des Welthunger-Index genannt werden.
Weitere Informationen: www.islamicrelief.de/kurban/
Islamic Relief Deutschland ist eine gemeinnützige humanitäre Hilfs- und Entwicklungsorganisation, die vulnerable Gemeinschaften unterstützt, die von Armut, Konflikten und Katastrophen betroffen sind. Sie ist seit ihrer Gründung 1996 in Köln ansässig und unterhält darüber hinaus Niederlassungen in Berlin und Essen. In diesem Jahr feiert die Hilfsorganisation ihr 30-jähriges Bestehen.
Pressekontakt:
Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 01512 205 05 77
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