DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo-Exporterwartungen sinken im Mai
Die Ifo-Exporterwartungen sind im Mai auf minus 5,5 Punkte von minus 1,2 im April gesunken. "Trotz einer Erholung des Exportgeschäfts im ersten Quartal bleiben die Aussichten schwierig", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Die geopolitische Unsicherheit ist weiterhin hoch." Einen Dämpfer musste die Automobilindustrie verkraften. Nach vier sehr optimistischen Monaten werden nun rückläufige Exporte erwartet. Auch in der Metallindustrie dürften die Auslandsumsätze sinken. Generell stehen die energieintensiven Branchen auf den Weltmärkten unter Druck und rechnen mit Rückgängen.
BoJ-Vize: Notenbank will Geldpolitik abhängig vom Risiko weiter straffen
Die Bank of Japan (BoJ) hält an ihrem Kurs fest und strebt weitere Zinserhöhungen an, wie der stellvertretende Gouverneur der Notenbank sagte. Der Zeitpunkt und das Tempo der Zinserhöhung hingen jedoch von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkonflikts ab. "Angesichts der Tatsache, dass die aktuellen Realzinsen auf einem extrem niedrigen Niveau liegen, werden wir den Leitzins weiter anheben und den Grad der geldpolitischen Lockerung entsprechend den wirtschaftlichen, preislichen und finanziellen Entwicklungen anpassen", sagte Ryozo Himino am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss.
Trump erweitert Rahmen diplomatischer Ambitionen in Nahen Osten
US-Präsident Donald Trump hat über das Feiertagswochenende den Rahmen seiner diplomatischen Ambitionen ausgeweitet. Er strebt nicht nur ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran an, sondern auch einen Pakt zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und dem weiteren Nahen Osten. Der Vorstoß zur Normalisierung könnte Trump eine Möglichkeit bieten, ein begrenztes Waffenstillstands- und Schifffahrtsabkommen als größere regionale Erfolgsgeschichte und nicht als einen Rückzieher darzustellen, nachdem Verteidigungsfalken in seiner eigenen Partei gewarnt hatten, dass ein schlechter Deal sein Vermächtnis trüben könnte. Trump drohte zudem mit der Wiederaufnahme größerer Feindseligkeiten.
Netanjahu: Israel ist weiterhin im Krieg mit der Hisbollah
Das israelische Militär hat Luftangriffe gegen die Hisbollah im Südlibanon geflogen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte zuvor erklärt, sein Land befinde sich weiterhin im Krieg mit der vom Iran unterstützten Miliz. Die USA hatten zwar am 15. Mai angekündigt, dass ein Waffenstillstand zwischen Israel und der libanesischen Regierung um 45 Tage verlängert werde. Doch zwischen Israel und der Hisbollah, die nicht in die Gespräche über einen Waffenstillstand einbezogen war, blieb dieser fragil. "Wir nehmen den Fuß nicht vom Gas", sagte Netanjahu in einer Videoerklärung. Das israelische Militär teilte mit, es habe Infrastrukturstandorte nahe der libanesischen Stadt Tyrus und in anderen Teilen des Südlibanons angegriffen, bevor es eine Sprengstoff-Drohne abfing.
USA führten "Verteidigungsschläge" gegen iranische Ziele durch
Die USA haben am Montag Ziele im Süden des Iran angegriffen. US-Militärvertreter bezeichneten dies als "Verteidigungsschläge". Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskalierte während der laufenden Verhandlungen zwischen den beiden Staaten über eine Beendigung des Krieges. Nach Angaben eines hochrangigen US-Beamten versenkte die US-Armee zwei Boote der iranischen Islamischen Revolutionsgarde, die Minen auslegten. Daraufhin habe der Iran begonnen, Boden-Luft-Raketen auf US-Kampfflugzeuge abzufeuern. Dies habe die USA dazu veranlasst, eine Raketenabschussrampe in der Nähe von Bandar Abbas anzugreifen, sagte der Beamte. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars wurden in Bandar Abbas und im Persischen Golf schwere Explosionen gemeldet.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Apr Erzeugerpreise +1,1% gg Vormonat
Schweden Apr Erzeugerpreise +4,7% gg Vorjahr
Norwegen Apr Arbeitslosenquote bereinigt 4,8%
DJG/DJN/apo
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May 26, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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