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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Autos und Tech-Werte gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Autos und Tech-Werte gesucht

DOW JONES--Mit freundlicher Tendenz sind Europas Börsen am Mittwoch in den Handel gestartet. Kurstreiber sind weiter die globale Rally der Tech-Werte und Entspannung beim Ölpreis. Aktuell fällt der Brent-Ölpreis um 2,3 Prozent auf knapp über 97 Dollar zurück, was Inflationsängste abmildert und damit auch die Anleiherenditen drückt. Hauptverlierer in Europa sind daher die Öl-&-Gas-Werte sowie die Versorgeraktien mit bis zu 1,8 Prozent Minus. Mit 0,9 Prozent Plus stehen die Technologiewerte ganz vorn. Der deutsche TecDAX hat am Morgen sogar knapp ein neues Allzeithoch erreicht. Der DAX legt um 0,6 Prozent zu auf 25.338 Zähler, der Euro-Stoxx-50 um 0,6 Prozent auf 6.099 Punkte.

Technologie-Aktien profitieren von den Rekordvorlagen von Börsen wie in Korea. Wegen der RAM-Knappheit waren dort vor allem Speicherhersteller wie SK Hynix gesucht, deren Aktien über 9 Prozent höher schlossen und Koreas Index nach oben katapultierten. Im DAX legen Infineon und in Amsterdam ASML um bis je 1,5 Prozent zu.

Dazu gab es gute Nachrichten für die globale Konjunktur aus China: Dort sind die Industriegewinne im April auf ein 52-Monats-Hoch gestiegen und beendeten damit einen rund dreijährigen Abwärtstrend. Höhere Gewinne der chinesischen Unternehmen dürften deren Investitionstätigkeit steigern und damit auch für Nachfrage bei Europas Exportfirmen sorgen.

Deutschland dürfte indes seine Rolle als Verlierer der globalen Konjunkturentwicklung zementieren: So blicken Händler am Vormittag mit Spannung in Richtung Sachverständigenrat, der sein neues Frühjahrsgutachten vorlegen wird. Volkswirte rechnen mit einer Senkung der Wachstumsprognose. Seit dem Vor-Corona-Niveau von 2019 ist Deutschland mit einem BIP-Wachstum von 0,8 Prozent von allen großen Ländern abgehängt worden: Selbst in Großbritannien ging es rund 6 Prozent höher, in der Eurozone um rund 7 Prozent und in den USA über 15 Prozent.

Mit einem massiven Kurssprung von rund 17 Prozent zeigen sich die Aktien von AkzoNobel. Wie das Unternehmen mitteilte, hat es ein Übernahmeangebot von Nippon Paint und einem Finanzinvestor abgelehnt. Dieses habe indikativ bei 73 Euro je Aktie gelegen. Im regulären Handel notierten die Niederländer am Vorabend aber nur bei 52,52 Euro. "Die Übernahmefantasie -egal durch wen - dürfte jetzt eine ganze Weile den Aktienkurs hochhalten", sagt ein Händler.

Siltronic profitieren ebenfalls von der Tech-Rally. Denn eine Aktienplatzierung zu 89,35 Euro durch Hauptaktionär Wacker Chemie hatte zunächst einen Abschlag von knapp 8 Prozent ergeben. Händler sprechen aber angesichts der KI- und Speicherchip-Rally von einem idealen Zeitpunkt, um Tech-Aktien zu platzieren. Entsprechend holen Siltronic bereits den halben Abschlag wieder auf und notieren bei 93,10 Euro nur noch 4 Prozent im Minus.

Autowerte steigen dank guter Acea-Absatzzahlen für Europa. BMW konnte die Zulassungen um 2,4 Prozent, VW um 3,5 Prozent und Mercedes um 7 Prozent steigern. Entsprechend geht es für die Aktien von Mercedes um 2,5 Prozent höher, bei VW um 2,1 Prozent und bei BMW um 1,7 Prozent. Renault und Stellantis steigen sogar um bis zu 4 Prozent.

Händler merken aber an, dass im Erfolg der Chinesen "echter Sprengstoff" liege. Unter anderem steigerte BYD ihre Zulassungen um 114 Prozent. Auch die Strategen der Unternehmensberatung EY unterstreichen, dass mittlerweile jeder zwölfte Neuwagen von einem chinesischen Hersteller stammt. Diese konnten ihren Marktanteil von 5,8 auf 8,5 Prozent steigern, weil Europas Hersteller das Niedrigpreis-Segment vernachlässigt hatten.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.098,96  +0,6   34,81    6.064,15    5,3 
Stoxx-50        5.222,85  +0,1    6,01    5.216,84    6,2 
DAX          25.337,79  +0,6   152,90    25.184,89    3,5 
MDAX          32.918,43  +0,7   219,78    27.039,42    7,5 
TecDAX         4.091,74  +0,7   27,47    3.091,28    13,0 
SDAX          18.914,93  +0,4   70,36    13.062,07    10,1 
FTSE          10.474,56  -0,2   -16,83    10.491,39    5,5 
CAC           8.216,55  +0,5   43,44    8.173,11    0,8 
SMI          13.600,77  +0,6   75,09    13.525,68    2,5 
ATX           6.128,42  +0,5   28,49    6.099,93    15,1 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:01 
EUR/USD          1,1643  +0,1   0,0015     1,1628   1,1623 
EUR/JPY          185,55  +0,2   0,2700     185,28  185,2100 
EUR/CHF          0,9144  +0,1   0,0009     0,9135   0,9129 
EUR/GBP          0,8661  +0,2   0,0013     0,8648   0,8641 
USD/JPY          159,34  +0,0   0,0500     159,29  159,3300 
GBP/USD          1,3441  -0,0  -0,0004     1,3445   1,3450 
USD/CNY          6,7835  -0,0  -0,0025     6,7860   6,7852 
USD/CNH          6,7826  -0,0  -0,0019     6,7845   6,7850 
AUS/USD          0,7139  -0,4  -0,0028     0,7167   0,7166 
Bitcoin/USD      75.812,44  -0,3  -206,37    76.018,81 76.901,40 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,39  -2,7   -2,50      93,89 
Brent/ICE         97,33  -2,3   -2,25      99,58 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.479,13  -0,6   -26,88    4.506,01 
Silber           74,70  -2,9   -2,24      76,95 
Platin         1.920,51  -1,9   -38,08    1.958,59 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

DJG/mod/cln

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May 27, 2026 03:53 ET (07:53 GMT)

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SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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