FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch etwas zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,14 Prozent auf 126,22 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 2,96 Prozent. In fast allen Ländern der Eurozone gaben die Renditen nach.
Die gesunkenen Ölpreise stützten die Anleihenkurse etwas. Die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg und die mögliche Öffnung der Straße von Hormus belasten die Ölpreise und stützen die Anleihekurse. Die Unsicherheit bleibt aber hoch. "Das Hin und Her im Iran verhindert eine deutlichere Entspannung am Markt, wobei die Renditen weiterhin stark mit dem Ölpreis korrelieren", schreiben die Experten der Commerzbank.
Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den "boshaften Willen" der US-Regierung offenbart.
Die Festverzinslichen reagieren derzeit stark auf die Ölpreisentwicklung. Durch den kräftigen Anstieg der Ölpreise seit Kriegsbeginn Ende Februar wurden die Inflationserwartungen geschürt. An den Finanzmärkten wird überwiegend erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ihre Leitzinsen anheben wird. Jüngste Aussagen von EZB-Vertretern deuten in diese Richtung.
Wichtige Konjunkturdaten werden im weiteren Tagesverlauf nicht veröffentlicht./jsl/jha/
