LEIPZIG (dpa-AFX) - Der Biokraftstoffhersteller Verbio hebt wegen des starken Ölpreisanstiegs im Zuge des Iran-Kriegs erneut seinen Gewinnausblick an. So geht das SDax -Unternehmen nun von einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 160 bis 180 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025/26 (Ende Juni) aus, wie es am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Zuletzt war vom Management das obere Ende der Spanne von 100 bis 140 Millionen ins Auge gefasst worden. Verbio war in den vergangenen Monaten gleich mehrfach optimistischer geworden. Die Aktie sprang nach der Mitteilung hoch und notierte 3,4 Prozent im Plus.
Zudem erwarte der Vorstand eine Wertaufholung bei Vorräten im Zusammenhang mit sogenannten THG-Quoten, die allerdings erst im THG-Quotenjahr 2027 eingesetzt werden könnten, hieß es. Diese Wertaufholung soll bei unter 20 Millionen Euro liegen.
Die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein Klimaschutzinstrument zur Reduktion von CO2-Emissionen. Schaffen Mineralölunternehmen ihre Emissionsziele nicht, kaufen sie THG-Quoten. Verbio produziert unter anderem Bioethanol. Dieser Alkohol wird herkömmlichem Benzin beigemischt, um E10 zu erzeugen./men/jha/




