FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch ein wenig nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,08 Prozent auf 125,95 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,98 Prozent.
Widersprüchliche Meldungen zum Iran-Krieg sorgten für Bewegung. Deutlich gefallene Ölpreise stützten zunächst noch die Anleihen. Iranische Medien berichteten, dass sie einen Entwurf für ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs erhalten hätten. Die Wirkung hielt jedoch nicht lange an. Das Weiße Haus dementierte den Bericht und bezeichnete ihn als vollständig erfunden.
Die Unsicherheit bleibt hoch. "Das Hin und Her im Iran verhindert eine deutlichere Entspannung am Markt, wobei die Renditen weiterhin stark mit dem Ölpreis korrelieren", schreiben die Experten der Commerzbank.
Die Festverzinslichen reagieren derzeit stark auf die Ölpreisentwicklung. Durch den kräftigen Anstieg der Ölpreise seit Kriegsbeginn Ende Februar wurden die Inflationserwartungen geschürt. An den Finanzmärkten wird überwiegend erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ihre Leitzinsen anheben wird. Jüngste Aussagen von EZB-Vertretern deuten auch in diese Richtung./jsl/jha/
