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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Amazon Web Service (AWS) hat einen weiteren Kunden für seine Graviton-Chips gewonnen. Das Cloudspeicher-Unternehmen Snowflake will in den nächsten fünf Jahren 6 Milliarden US-Dollar für den Zugang zu Amazons Graviton-Chips in AWS-Rechenzentren zahlen. Mit dem am Mittwoch angekündigten Deal wird Snowflake einer der größten Kunden von AWS für CPU-basiertes Computing. Die Snowflake-Aktie stieg nachbörslich um 35 Prozent. AWS hatte Graviton, eine Central Processing Unit (CPU) bzw. Hauptprozessor 2018 auf den Markt gebracht. Da KI-Agenten - autonome Bots, die eine Vielzahl von Aufgaben für menschliche Nutzer erledigen können - immer beliebter werden, ist die Nachfrage nach CPUs stark gestiegen. Dies liegt teilweise daran, dass Agenten eine große Anzahl von Prozessoren benötigen, die ihnen helfen, Rechenaufgaben zu orchestrieren oder in der richtigen Reihenfolge anzuordnen. Unternehmen, die CPUs verkaufen, darunter Intel, Advanced Micro Devices und Arm Holdings, haben in den vergangenen Monaten mit der Ausbreitung der agentenbasierten KI steigende Aktienkurse und florierende Umsätze verzeichnet.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April 
     PROGNOSE:     +3,5% gg Vm 
     zuvor:      +0,8% gg Vm 
 
  14:30 BIP (2. Veröffentlichung) 1Q 
     annualisiert 
     PROGNOSE:     +2,0% gg Vq 
     1. Veröff.:    +2,0% gg Vq 
     4. Quartal:    +0,5% gg Vq 
     BIP-Deflator 
     PROGNOSE:     +3,6% gg Vq 
     1. Veröff.:    +3,6% gg Vq 
     4. Quartal:    +3,7% gg Vq 
 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE:   213.000 
     zuvor:    209.000 
 
  14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen April 
     Ausgaben / Einkommen 
     PROGNOSE:     +0,5% gg Vm/+0,4% gg Vm 
     zuvor:      +0,9% gg Vm/+0,6% gg Vm 
     PCE-Preisindex / Gesamtrate 
     PROGNOSE:     +0,5% gg Vm/+3,8% gg Vj 
     zuvor:      +0,7% gg Vm/+3,5% gg Vj 
     PCE-Preisindex / Kernrate 
     PROGNOSE:     +0,3% gg Vm/+3,3% gg Vj 
     zuvor:      +0,3% gg Vm/+3,2% gg Vj 
 
  16:00 Neubauverkaufe April 
     PROGNOSE: -2,8% gg Vm 
     zuvir:  +7,4% gg Vm 
 
  18:00 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information 
     Administration (EIA) Vorwoche 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.521,50  -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.864,00  -0,6 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.591,20  -1,5 
Topix-500 (Tokio)      3.896,87  -0,5 
Kospi (Seoul)        8.069,47  -1,9 
Shanghai-Composite      4.063,92  -0,7 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.734,33  -2,3 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Schwach - Mit teils deutlichen Abgaben zeigen sich die asiatischen Börsen am Donnerstag. Neuerliche Angriffe der USA auf den Iran dämpfen die jüngsten Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den Ländern. US-Streitkräfte haben neue Militärschläge gegen den Iran durchgeführt, nachdem Teheran nach Angaben von US-Beamten Drohnen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus abgefeuert hatte - und das, obwohl Washington und Teheran weiterhin versuchen, eine diplomatische Lösung des Konflikts zu finden und den brüchigen Waffenstillstand aufrechtzuerhalten. US-Präsident Trump sagte überdies am Mittwoch, der Iran verkalkuliere sich, wenn er glaube, er werde seine Position aufweichen, um eine längere Pattsituation mit Teheran zu vermeiden. Abzulesen ist die Entwicklung vor allem am Ölpreis. Hier geht es für Brent wieder nach oben. Damit setzt sich die volatile Entwicklung fort. Am Vortag hatten die Ölpreise noch deutlich nachgegeben. Besonders kräftig fiel das Minus zwischenzeitlich in Seoul aus, wo der Kospi um knapp 5 Prozent fiel. Im späten Handel kann der Index die Abgaben jedoch auf 1,9 Prozent eingrenzen. Der Kospi war zuletzt von einem Allzeithoch zum nächsten gestiegen. Teilnehmer sprechen von einer Pause der jüngsten KI-Rally. Zudem bauten Anleger mit den neuen Entwicklungen im Iran-Krieg Risikopositionen ab, heißt es weiter. Daneben sind die Blicke bereits auf den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) gerichtet, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Die Daten werden vor US-Handelsbeginn veröffentlicht. Diese könnten Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs unter dem neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh liefern.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     50.644,28  +0,4  +182,60    50.461,68 
S&P-500    7.520,36  +0,0   +1,24    7.519,12 
NASDAQ Comp 26.674,74  +0,1  +18,55    26.656,18 
NASDAQ 100  29.973,57  -0,1  -27,75    30.001,32 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,23 Mio  1,32 Mrd 
Gewinner       1.444   1.876 
Verlierer      1.302    909 
Unverändert      109     67 
 

Gut behauptet - Die Rekordjagd setzte sich fort, alle drei Indizes schlossen auf Rekordhochs. Die Lage im Nahost-Konflikt stand zwar im Fokus, war aber dazu angetan, zurückhaltend zu agieren. Auch die jüngste KI-Euphorie nahm eine Auszeit. Hier hatten zuletzt die Aktien aus dem Sektor mit Verweis auf in der Berichtssaison überwiegend stark und ermutigend ausgefallene Unternehmenszahlen deutlich zugelegt. Nun kam es vereinzelt zu Gewinnmitnahmen. Für die Aktien von KI-Flaggschiff Nvidia ging es um 1,1 Prozent nach unten. Daneben waren die Blicke bereits auf Donnerstag gerichtet, wenn mit dem Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank auf der Agenda steht. Es könnte Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh liefern. Weiter im Fokus standen Micron. Die Aktie des Speicherchipherstellers hatte am Vortag mit dem KI-Hype einen Satz um 19 Prozent gemacht, womit die Unternehmensbewertung die Schallmauer von 1 Billion Dollar durchbrach. Nun ging es um weitere 3,6 Prozent nach oben. Boeing (+2,5%) ist bereit, die Produktion der 737-MAX-Modelle auf 47 Jets pro Monat zu erhöhen. CEO Kelly Ortberg sagte, Boeing habe eine "abschließende Überprüfung" seiner MAX-Produktion bestanden.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,04 -0,01    4,05      4,01 
5 Jahre           4,18 +0,00    4,19      4,14 
10 Jahre          4,48 -0,01    4,49      4,45 
 

Für etwas Entspannung hinsichtlich der Inflationsbefürchtungen sorgten die fallenden Ölpreise. Die Zehnjahresrendite sank um 1 Basispunkt auf 4,48 Prozent und liegt rund 20 Basispunkte unter dem jüngsten Mehrjahreshoch.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt +/- %    0:00    Mi, 09:12 % YTD 
EUR/USD    1,1597  -0,2   1,1624     1,1645  -1,3 
EUR/JPY    185,05  -0,2   185,42     185,56  +0,6 
EUR/GBP    0,8660  +0,1   0,8656     0,8656  -0,6 
USD/JPY    159,55  +0,0   159,51     159,32  +1,9 
USD/KRW   1.505,70  +0,3  1.501,57    1.501,70  +4,5 
USD/CNY    6,7832  +0,1   6,7788     6,7820  -3,0 
USD/CNH    6,7840  +0,1   6,7784     6,7808  -2,8 
USD/HKD    7,8319  -0,0   7,8345     7,8343  +0,6 
AUD/USD    0,7115  -0,3   0,7137     0,7145  +6,6 
NZD/USD    0,5873  -0,5   0,5901     0,5871  +2,0 
BTC/USD  72.878,46  -3,0 75.166,34    75.679,64 -16,9 
 

Der Dollar zeigte sich nach den jüngsten Abgaben leicht erholt. Der Dollar-Index legte um 0,1 Prozent zu. Die Anleger blieben angesichts eines möglichen Friedensabkommens im Nahen Osten und der baldigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsichtig optimistisch, hieß es. Zudem dürften die Inflationsdaten am Donnerstag einen Impuls liefern.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle   zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.387,49  -1,6   -69,54    4.457,03 
Silber     72,77  -2,5   -1,83      74,61 
Platin   1.888,58  -1,5   -29,67    1.918,25 
 

Der Goldpreis gab den dritten Handelstag in Folge nach. Für die Feinunze ging es um 1,2 Prozent auf 4.451 Dollar nach unten. Vor allem die Erwartung steigender Zinsen bereitete Sorgen. Höhere Zinsen belasten in der Regel den Goldpreis. Händler warten nun auf die Daten zum Index der persönlichen Konsumausgaben für April, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.

ÖL

ROHÖL    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   91,69  +3,4    3,01      88,68 
Brent/ICE   97,64  +3,6    3,35      94,29 
 

Trotz des noch fragil wirkenden Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran nach den jüngsten US-Luftangriffen in der Nähe der Straße von Hormus fielen die Ölpreise deutlich und griffen die Abwärtsbewegung vom Montag wieder auf. Brent-Öl verbilligte sich um 4,5 Prozent. Mit 95,06 Dollar scheint sich der Preis allmählich weiter von der 100-Dollar-Marke nach unten abzusetzen. US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Regierung bevorzuge eine diplomatische Lösung mit dem Iran. Mit den jüngsten Angriffen der USA auf den Iran haben die Ölpreise im asiatischen Handel am Donnerstag wieder deutlich zugelegt.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

GELDPOLITIK USA

- Fed-Gouverneurin Lisa Cook, sagte, sie sei bereit, die Zinsen zu erhöhen, falls die Disinflation nicht rechtzeitig einsetzt. Vorerst sei es richtig, die Zinsen stabil zu halten, aber die Risiken tendierten nach wie vor zu einer höheren Inflation, sagte Cook am Mittwoch an der Stanford University. In Bezug auf den Arbeitsmarkt sagte Cook, sie erwarte, dass die Lage stabil bleibe, ohne dass die Zinssätze gesenkt werden müssten, wäre allerdings bereit, ihren geldpolitischen Kurs nach unten zu korrigieren, sollte sich der Arbeitsmarkt verschlechtern.

- Der Gouverneur der US-Notenbank, Philip Jefferson, sagte, die Zentralbank sei mit ihrer aktuellen geldpolitischen Ausrichtung gut positioniert, um auf die Risikobilanz für ihr duales Mandat zu reagieren. Auf einer Konferenz des Institute for Monetary and Economic Studies der Bank of Japan am Donnerstagmorgen in Tokio sagte Jefferson, der Anstieg der Rohölpreise berge Abwärtsrisiken für das Wachstum und Aufwärtsrisiken für die Inflation. Gleichzeitig, so Jefferson weiter, bleibe der Arbeitsmarkt weitgehend stabil. Sowohl die Zahl der Neueinstellungen als auch die der Entlassungen bewege sich auf einem relativ niedrigen Niveau.

BANK OF KOREA

Südkoreas Zentralbank hat auf ihrer ersten Sitzung unter dem neuen Gouverneur Shin Hyun-song die Zinsen stabil gehalten. Sie ließ aber die Tür für eine Straffung der Geldpolitik offen, da sie ein höheres Wachstum und eine höhere Inflation prognostizierte. Die Bank of Korea beließ ihren Leitzins, den siebentägigen Reposatz, am Donnerstag unverändert bei 2,50 Prozent. Dies war die achte Sitzung in Folge ohne eine Zinsänderung.

HP

verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal einen Anstieg bei Gewinn und Umsatz. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass es für dieses Jahr eine geringere Profitabilität erwarte als zuvor prognostiziert. Im zweiten Quartal betrug der Gewinn 450 Millionen Dollar oder 49 Cent je Aktie. Im Vorjahr hatte dieser bei 406 Millionen Dollar oder 42 Cent je Aktie gelegen. Bereinigt um bestimmte einmalige Posten verzeichnete HP einen bereinigten Gewinn von 86 Cent je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit 71 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg von 13,22 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 14,41 Milliarden Dollar. Damit übertraf er laut Factset die Analystenerwartungen von 13,99 Milliarden Dollar.

META PLATFORMS

hat mit der Einführung von Abonnements für Facebook, Instagram und WhatsApp begonnen und testet neue Abonnements für Nutzer seines KI-Chatbots. Der US-Konzern versucht, einen Teil der Kosten für seinen teuren KI-Ausbau wieder hereinzuholen. Vor einer Woche hat Meta 10 Prozent seiner 78.000 Mitarbeiter entlassen, teilweise um seine KI-Ausgaben zu finanzieren. Das Unternehmen plant in diesem Jahr Investitionsausgaben in Höhe von bis zu 145 Milliarden Dollar, hauptsächlich um KI-Rechenzentren auszubauen und Chips zu kaufen, um diese auszustatten.

SALESFORCE

meldete für das am 30. April beendete erste Quartal einen Gewinn von 2,11 Milliarden US-Dollar oder 2,42 Dollar je Aktie, verglichen mit 1,54 Milliarden Dollar oder 1,59 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 3,88 Dollar. Analysten hatten laut Factset mit 3,13 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 11,13 Milliarden Dollar. Analysten, die von Factset befragt wurden, hatten einen Umsatz von 11,05 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Umsatz enthielt einen Beitrag von 444 Millionen Dollar von Informatica, das Salesforce im November 2025 übernommen hat.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln/ros

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May 28, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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