DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Reallöhne steigen im ersten Quartal um 1,8 Prozent
Die Reallöhne in Deutschland sind im ersten Quartal 2026 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Reallöhne um 1,8 Prozent höher als im Vorjahresquartal. "Hauptgrund für das überdurchschnittliche Nominallohnwachstum bei Geringverdienern und Azubis dürften die Erhöhungen des Mindestlohns auf 13,90 Euro und der Mindestausbildungsvergütung zum 1. Januar 2026 sein", erklärten die Statistiker.
Ifo: Geschäftserwartungen in der Chemie brechen ein
Das Geschäftsklima in der Chemischen Industrie hat sich im Mai eingetrübt. Nach Angaben des Ifo-Instituts sank der Geschäftsklimaindex auf minus 30,2 Punkte, nachdem er im April noch bei minus 28,6 Punkten gelegen hatte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit minus 17,5 Punkten besser bewerteten als im April mit minus 25,8 Punkten, brachen die Erwartungen weiter ein und sackten von minus 31,3 auf minus 42,0 Punkte ab.
Fed-Vertreter Goolsbee warnt vor "stagflationärer" Entwicklung der US-Wirtschaft
Die durch den Nahost-Krieg verursachte Energiekrise stellt die Zentralbanken vor ein Dilemma: die Zinsen zu erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen und dabei das Wachstum zu gefährden, oder abzuwarten und zu riskieren, zu spät zu handeln. In einem Interview warnte der Präsident der Federal Reserve von Chicago, Austan Goolsbee, dass die anhaltende Kombination aus Energieschocks und hartnäckiger Inflation die US-Wirtschaft in eine "stagflationäre" Richtung drängen könnte, die durch einen gleichzeitigen Anstieg von Arbeitslosigkeit und Preiswachstum gekennzeichnet ist.
Fed-Gouverneurin Cook bereit für Zinserhöhung, falls Disinflation nicht rechtzeitig einsetzt
Fed-Gouverneurin Lisa Cook, sagte, sie sei bereit, die Zinsen zu erhöhen, falls die Disinflation nicht rechtzeitig einsetzt. Vorerst sei es richtig, die Zinsen stabil zu halten, aber die Risiken tendierten nach wie vor zu einer höheren Inflation, sagte Cook am Mittwoch an der Stanford University. "Nach fünf Jahren Inflation über dem Zielwert bin ich besonders aufmerksam für das Risiko, dass sich die erhöhte Inflation im Preis- und Lohnfestsetzungsverhalten verankert", heißt es in einem veröffentlichten Text ihrer Ausführungen.
Fed-Gouverneur Jefferson sieht in Ölpreisanstieg Aufwärtsrisiken für Inflation
Der Gouverneur der US-Notenbank, Philip Jefferson, sagte, die Zentralbank sei mit ihrer aktuellen geldpolitischen Ausrichtung gut positioniert, um auf die Risikobilanz für ihr duales Mandat zu reagieren. Auf einer Konferenz des Institute for Monetary and Economic Studies der Bank of Japan am Donnerstagmorgen in Tokio sagte Jefferson, der Anstieg der Rohölpreise berge Abwärtsrisiken für das Wachstum und Aufwärtsrisiken für die Inflation.
Bank of Korea hält Zinsen stabil und hebt Wachstumsprognosen an
Südkoreas Zentralbank hat auf ihrer ersten Sitzung unter dem neuen Gouverneur Shin Hyun-song die Zinsen stabil gehalten. Sie ließ aber die Tür für eine Straffung der Geldpolitik offen, da sie ein höheres Wachstum und eine höhere Inflation prognostizierte. Die Bank of Korea beließ ihren Leitzins, den siebentägigen Reposatz, am Donnerstag unverändert bei 2,50 Prozent. Dies war die achte Sitzung in Folge ohne eine Zinsänderung.
Neuseeland strebt Rückkehr zu Haushaltsüberschuss an - Nahostkonflikt trübt Ausblick
Der jüngste Haushalt der neuseeländischen Regierung weist zwar Anzeichen einer fiskalischen Verbesserung auf, skizziert jedoch einen wirtschaftlichen Ausblick, der aufgrund des Iran-Krieges von langsamerem Wachstum und höherer Inflation geprägt ist. "Der Nahostkonflikt hat zu einem vorübergehenden Schock für die Wirtschaft geführt", so das Finanzministerium. Dies führe zu geringeren Steuereinnahmen und höheren Sozialausgaben, da die Wirtschaftstätigkeit nachlasse.
US-Militär fliegt neue Angriffe auf den Iran
US-Streitkräfte haben neue Militärschläge gegen den Iran durchgeführt, nachdem Teheran nach Angaben von US-Beamten Drohnen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus abgefeuert hatte - und das, obwohl Washington und Teheran weiterhin versuchen, eine diplomatische Lösung des Konflikts zu finden und den brüchigen Waffenstillstand aufrechtzuerhalten. US-Streitkräfte schossen iranische Drohnen ab und griffen eine Drohnen-Kontrollstation in der Nähe von Bandar Abbas an, einer wichtigen Hafenstadt im Süden des Iran an der Straße von Hormus, wie zwei der Beamten sagten. Der Standort stelle eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und den Handelsverkehr in der Meerenge dar, sagten die Beamten. Wie bereits bei den US-Angriffen zu Beginn der Woche bezeichneten Regierungsbeamte die Angriffe als begrenzt und defensiver Natur, nicht als Eskalation, die den brüchigen Waffenstillstand zum Einsturz bringen würde, den beide Seiten größtenteils eingehalten haben.
Trump: Iran hat sich verkalkuliert
Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat sich der Iran verkalkuliert, wenn das Land glaube, er werde seine Position aufweichen, um eine längere Auseinandersetzung mit Teheran zu vermeiden. "Sie dachten, sie könnten mich aussitzen", sagte Trump zu Beginn einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. "Er hat die Zwischenwahlen [dachten sie]. Die Zwischenwahlen sind mir egal. Schauen Sie, was letzte Nacht passiert ist." Trump bezog sich dabei auf den Sieg von Ken Paxton bei der Stichwahl der Republikaner in Texas. Trumps Beliebtheit ist während des Iran-Kriegs gesunken.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Apr Handelsbilanz Defizit 7,3 Mrd SEK
Schweden Apr Exporte 183,5 Mrd SEK
Schweden Apr Importe 190,8 Mrd SEK
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May 28, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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