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MÄRKTE ASIEN/Etwas leichter - Erholt von zwischenzeitlich kräftigen Abgaben

DJ MÄRKTE ASIEN/Etwas leichter - Erholt von zwischenzeitlich kräftigen Abgaben

DOW JONES--Mehrheitlich mit leichten Abgaben haben die asiatischen Börsen am Donnerstag den Handel beendet. Dabei holten die Indizes im späten Handel allerdings einen Großteil ihrer zwischenzeitlich teils kräftigen Verluste wieder auf. Neuerliche Angriffe der USA auf den Iran dämpften die jüngsten Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern.

So haben die US-Streitkräfte neue Militärschläge gegen den Iran durchgeführt, nachdem Teheran nach Angaben von US-Beamten Drohnen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus abgefeuert hatte - und das, obwohl Washington und Teheran weiter versuchen, eine diplomatische Lösung zu finden und den brüchigen Waffenstillstand aufrechtzuerhalten. US-Präsident Trump hatte überdies am Vortag erklärt, der Iran verkalkuliere sich, wenn er glaube, er werde seine Position aufweichen, um eine längere Pattsituation mit Teheran zu vermeiden.

Abzulesen war die Entwicklung vor allem am Ölpreis. Hier ging es für Brent um 2,6 Prozent auf 96,75 Dollar nach oben. Damit setzte sich die jüngste volatile Tendenz fort. Am Vortag hatten die Ölpreise noch deutlich nachgegeben.

Besonders kräftig fiel zwischenzeitlich das Minus in Seoul aus, wo der Kospi um knapp 5 Prozent abrutschte. Im späten Verlauf erholte sich der Index jedoch deutlich und schloss nur noch 0,5 Prozent tiefer. Der Kospi war zuletzt von einem Allzeithoch zum nächsten gestiegen, daher könnten hier Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben. Zudem hätten Anleger mit den neuen Entwicklungen im Iran-Krieg Risikopositionen abgebaut, hieß es weiter.

Kaum positiven Einfluss hatten dagegen die Quartalszahlen von Marvell Technology. Der US-Chiphersteller hat die Umsatzerwartungen für das erste Quartal leicht übertroffen und einen überzeugenden Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. In Seoul verloren die Aktien von Index-Schwergewicht Samsung Electronics 1,6 Prozent, während SK Hynix nach zwischenzeitlichen Abgaben bis zum Handelsende noch den Sprung ins Plus schafften und 1,9 Prozent gewannen.

In Hongkong ging es für den Hang-Seng-Index im späten Handel um 1,3 Prozent nach unten, der Shanghai-Composite schloss 0,1 Prozent höher. In Tokio fiel der Nikkei-225 um 0,5 Prozent und der S&P/ASX 200 in Sydney verzeichnete einen Abschlag von 1,4 Prozent. Auch in Tokio standen Technologiewerte unter Druck. Hier knickte die Softbank-Aktie um 2,8 Prozent ein.

Daneben waren die Blicke auf den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) gerichtet, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Die Daten werden vor US-Handelsbeginn veröffentlicht. Diese könnten Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs unter dem neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh liefern.

Südkoreas Zentralbank hat derweil auf ihrer ersten Sitzung unter dem neuen Gouverneur Shin Hyun-song die Zinsen stabil gehalten. Sie ließ aber die Tür für eine Straffung der Geldpolitik offen, da sie ein höheres Wachstum und eine höhere Inflation prognostizierte. Der Leitzins, der siebentägige Reposatz, wurde unverändert bei 2,50 Prozent belassen. Es war die achte Sitzung in Folge ohne eine Zinsänderung. Ökonomen hatten mit einer solchen Entscheidung gerechnet. Die Bank of Korea hob zudem ihre Wachstumsprognosen an. Sie erwartet für 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,6 Prozent nach 2,0 Prozent im Februar. Für 2027 rechnet sie mit einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent, verglichen mit ihrer früheren Schätzung von 1,8 Prozent.

Analysten erwarten eine Zinserhöhung der Bank of Korea im dritten Quartal, möglicherweise sogar bereits im Juli. Sie verweisen zur Begründung auf das starke Wirtschaftswachstum im ersten Quartal, das von robusten Chip-Exporten angetrieben wurde, sowie auf eine höhere Inflation, die durch gestiegene Ölpreise inmitten der Spannungen im Nahen Osten angeheizt wird.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.592,90  -1,4    -1,4      8:00 
Topix 500 (Tokio)     3.048,49  -0,4   +14,6      8:00 
Kospi (Seoul)       8.185,29  -0,5    0,0      8:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.003,46  -1,3    -2,5      10:00 
Shanghai-Composite     4.098,64  +0,1    +3,2      9:00 
Straits-Times (Singapur)  4.994,26  -0,7    +7,5      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.130,19  -1,2   -29,1      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.695,69  -0,2    0,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %    0:00    Mi, 09:12 % YTD 
EUR/USD           1,1615  -0,1   1,1624     1,1645  -1,1 
EUR/JPY           185,24  -0,1   185,42     185,56  +0,7 
EUR/GBP           0,8662  +0,1   0,8656     0,8656  -0,6 
USD/JPY           159,46  -0,0   159,51     159,32  +1,8 
USD/KRW          1.502,71  +0,1  1.501,57    1.501,70  +4,3 
USD/CNY           6,7813  +0,0   6,7788     6,7820  -3,0 
USD/CNH           6,7818  +0,1   6,7784     6,7808  -2,8 
USD/HKD           7,8317  -0,0   7,8345     7,8343  +0,6 
AUD/USD           0,7123  -0,2   0,7137     0,7145  +6,7 
NZD/USD           0,5889  -0,2   0,5901     0,5871  +2,3 
BTC/USD          73.102,18  -2,8 75.166,34    75.679,64 -16,6 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           91,05  +2,7    2,37      88,68 
Brent/ICE           96,75  +2,6    2,46      94,29 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.387,48  -1,6   -69,55    4.457,03 
Silber            73,31  -1,7   -1,30      74,61 
Platin           1.900,73  -0,9   -17,52    1.918,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 28, 2026 03:23 ET (07:23 GMT)

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