DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-PCE-Inflation nimmt im April wie erwartet zu
Der Inflationsdruck in den USA hat im April wie erwartet zugenommen, wobei die Monatsraten etwas niedriger als erwartet ausfielen. Wie das Bureau of Economic Analyses (Bea) mitteilte, stieg der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lag um 3,8 (März: 3,5) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von 0,5 und 3,8 Prozent prognostiziert. Der Kern-PCE-Deflator (ohne Energie und Nahrungsmittel), das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß, erhöhte sich um 0,2 und 3,3 (3,2 Prozent). Erwartet worden waren 0,3 und 3,3 Prozent. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an.
Auftragseingang langlebiger Güter übertrifft im April die Prognosen
Die Bestellungen für langlebige Güter sind im April stark gewachsen, was den zweiten monatlichen Anstieg in Folge darstellt, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Neuaufträge für langlebige Güter wie Fernseher, Haushaltsgeräte und Autos stiegen im April um 7,9 Prozent auf 346 Milliarden US-Dollar, nach einem Anstieg von 1,3 Prozent im März. Von The Wall Street Journal befragte Analysten hatten eine Wachstumsrate von 3,5 Prozent erwartet.
Zahl der US-Arbeitslosenanträge in vergangener Woche gestiegen
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche gestiegen, ein Zeichen für die anhaltende Unsicherheit am Arbeitsmarkt angesichts der wirtschaftlichen Verunsicherung durch den Krieg im Iran. Die Zahl der Personen, die einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, stieg in der Woche zum 23. Mai auf 215.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies entspricht einem Anstieg von 5.000 gegenüber dem Niveau der Vorwoche, das um 1.000 von 209.000 auf 210.000 nach oben korrigiert wurde. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten 213.000 Neuanträge erwartet.
US-Wirtschaft wächst im ersten Quartal nur um 1,6 Prozent
Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal nicht so stark gewachsen wie zunächst berichtet. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg des BIP von 2,0 Prozent gerechnet, nachdem das Handelsministerium bereits in einer ersten Schätzung ein Plus von 2,0 Prozent gemeldet hatte. Im vierten Quartal war die US-Wirtschaft um 0,5 Prozent gewachsen.
US-Rohöllagerbestände nicht so stark gesunken wie erwartet
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 22. Mai nicht so stark verringert wie erwartet. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,327 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 4 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 7,863 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 2,572 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 2,2 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 1,548 Millionen gesunken waren.
Fed-Notenbanker Musalem - Vertrauen auf höhere Produktivität zur Lösung des Inflationsproblems ist riskant
Es wäre riskant, sich zur Lösung des Inflationsproblems der US-Notenbank auf die Aussicht eines höheren Produktivitätswachstums zu verlassen. Dies sagte Alberto Musalem, der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis. Bei einer Rede auf der Reykjavík Economic Conference in Island sagte Musalem, dass er zwar die enormen Auswirkungen sehe, die die Technologie der Künstlichen Intelligenz (KI) auf Unternehmen und Haushalte haben könnte, ihre Auswirkungen auf die Gesamtproduktivität seien jedoch weniger klar.
EZB: Einige Ratsmitglieder hätten Zinserhöhungsvorschlag zugestimmt
Im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat es bei den Beratungen am 29. und 30. April 2026 trotz verschärfter "Aufwärtsrisiken" für die Inflationsentwicklung keine Mehrheit für eine Zinserhöhung gegeben. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Sitzungsprotokoll hervorgeht, wären einige Ratsmitglieder nicht abgeneigt gewesen, einen solchen Schritt zu tun. "Einige Mitglieder merkten an, dass die Entscheidung eine knappe Angelegenheit gewesen sei und sie einer Zinserhöhung auf der aktuellen Sitzung nicht widersprochen hätten, sofern diese zur Debatte gestanden hätte", heißt es in dem Dokument.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Neubauverkäufe Apr -6,2% auf 622.000 (PROG: 663.000)
US/Neubauverkäufe März revidiert auf 663.000 (vorl: 682.000)
US/Neubauverkäufe Apr Bestand 9,4 Monate
DJG/DJN/apo/brb
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May 28, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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