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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG, 1. Juni: In Singapur pausiert der Aktienhandel

TAGESTHEMA

Die USA und der Iran stehen laut US-Finanzminister Bessent vor einem Abkommen zur Beendigung des Krieges. US-Präsident Trump habe dem jedoch noch nicht zugestimmt und poche auf ein Abkommen, das mehrere wichtige Bedingungen erfülle. "Wir haben hier vielleicht die Grundzüge eines Abkommens", sagte Bessent und merkte an, dass beide Seiten Vorschläge ausgetauscht hätten. Der Iran müsse zustimmen, sein hochangereichertes Uran zu entsorgen, sich verpflichten, niemals nach einer Atomwaffe zu streben, und die Straße von Hormus vollständig wieder öffnen - Elemente, von denen US-Regierungsvertreter zuvor sagten, dass sie in der sogenannten Absichtserklärung enthalten sein würden. Ein US-Regierungsvertreter hatte zuvor gesagt, die beiden Länder stünden kurz vor einem 60-tägigen Abkommen, das eine beiderseitige Aufhebung der Blockaden in der Meerenge innerhalb der ersten 30 Tage vorsehe.

TAGESTHEMA II

Dell Technologies hat seine Jahresprognose angehoben. Der Umsatz im ersten Quartal kletterte dank der Nachfrage nach Produkten für Künstliche Intelligenz (KI) um 88 Prozent auf 43,84 Milliarden Dollar. Das Technologieunternehmen sieht den Umsatz für das Gesamtjahr nun bei 165 bis 169 Milliarden Dollar, statt bei 138 bis 142 Milliarden. Zudem rechnet Dell jetzt beim bereinigten Gewinn je Aktie in der Mitte der Spanne mit 17,90 statt 12,90 Dollar. Im Berichtsquartal wies Dell einen Gewinn von 3,44 (Vorjahr: 0,965) Milliarden Dollar aus, bereinigt und je Aktie waren es 4,86 Dollar. Analysten hatten mit 2,96 Dollar gerechnet und beim Umsatz mit 35,74 Milliarden Dollar. Angetrieben wurde der Umsatz durch die Einnahmen der Sparte Infrastrukturlösungen, die sich auf 29 Milliarden Dollar fast verdreifachten. Das Wachstum in dieser Kategorie wurde durch KI-optimierte und traditionelle Server beflügelt. Für das laufende zweite Quartal erwarte Dell einen Umsatz von 44 bis 45 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn von 4,80 Dollar je Aktie im Mittelpunkt der Zielspanne. Analysten rechneten zuletzt mit 35,10 Milliarden Dollar bzw. 2,99 Dollar.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine wichtigen Termine angekündigt

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  15:15 Fed-Philadelphia-Präsidentin Paulson, Rede beim Event der 
     Handelskammer Southern New Jersey 
 
  15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Mai 
     PROGNOSE: 50,8 
     zuvor:  49,2 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.584,00  +0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.293,75  -0,0 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.706,50  +1,3 
Topix-500 (Tokio)      3.982,19  +2,1 
Kospi (Seoul)        8.436,59  +3,1 
Shanghai-Composite      4.089,92  -0,2 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.257,84  +1,0 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Fest - Wie schon in den USA sorgen Meldungen für Käufe, dass die USA und der Iran wieder einmal kurz vor einem Abkommen stehen sollen, das die Waffenruhe verlängern und die Straße von Hormus wieder freigeben soll. Laut US-Vizepräsident Vance ist US-Präsident Trump aber noch nicht bereit, das Abkommen zu unterzeichnen. Für Kauflaune - insbesondere im Technologiesektor - sorgt auch das vom Computerhardware-Hersteller Dell berichtete rasante Wachstum bei Servern für künstliche Intelligenz (KI) für Rechenzentren. Daneben hat Taiwans Foxconn, der weltweit größte Auftragsfertiger für Elektronik, aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach KI "großes Vertrauen" in sein Wachstumspotenzial kundgetan. In Tokio sorgt auch für gute Stimmung, dass die Industrieproduktion im April wider Erwarten gestiegen ist, während sich zugleich die Kerninflation im Raum Tokio im Mai verlangsamt hat und unter dem Zielwert der japanischen Notenbank blieb. Unter den Einzeltiteln verteuern sich im Kospi Samsung Electronics um gut 4 Prozent, während der Chip-Highflyer SK Hynix lediglich um 1 Prozent zulegt. Bei Samsung sorgt die Mitteilung für Schwung, dass das Unternehmen mit der Auslieferung von Mustern seines neuesten Hoch-Breitband-Speicherchips (HBM) begonnen hat und damit Konkurrenten bei der Verteilung einer neuen Version dieses für KI-Rechenzentren wichtigen Produkts überholt. Tagesfavoriten in Hongkong sind Immobilienaktien. Laut Medienberichten sollen Behörden die Berichtspflichten und faktisch auch Teile der Verschuldungsregeln für Immobilienentwickler weiter lockern. Demnach müssen bestimmte Verschuldungskennzahlen teils nicht mehr monatlich gemeldet werden.

WALL STREET

INDEX       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      50.668,97  +0,1   +24,69    50.644,28 
S&P-500     7.563,67  +0,6   +43,31    7.520,36 
NASDAQ Comp   26.917,47  +0,9  +242,74    26.674,74 
NASDAQ 100   30.223,89  +0,8  +250,32    29.973,57 
 
 
           Donnerstag Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,23 Mrd  1,23 Mrd 
Gewinner       1.610    1.444 
Verlierer      1.164    1.302 
unverändert       80     109 
 

Freundlich - Zwar dämpften neue Militäraktionen im Iran Friedenshoffnungen, der darauf folgende Anstieg der Ölpreise fiel aber letztlich sehr moderat aus. Das hielt Inflationssorgen und Zinserhöhungsspekulationen im Zaum. Konjunkturseitig fiel das US-BIP-Wachstum im ersten Quartal mit 1,6 Prozent schwächer aus als vorläufig mit 2,0 Prozent geschätzt. Außerdem stieg der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben im April einen Tick weniger stark als prognostiziert. Beides spricht tendenziell gegen höhere Zinsen, was der Stimmung für Aktien ebenfalls half. Viel Musik spielte bei Einzelhandelsaktien. Best Buy meldete einen höheren Gewinn und steigende Umsätze. Die Aktie machte einen Satz um fast 16 Prozent. Auch Dollar Tree verzeichnete einen höheren Gewinn und Umsatz. Hier ging es um fast 19 Prozent nach oben. Bei der Kaufhauskette Kohl's verringerten sich die Verluste, weil Sanierungsbemühungen erste Erfolge zeigten. Kohl's schossen um gut 20 Prozent nach oben. Im Technologiesektor waren erneut Chipaktien mit der intakten KI-Fantasie gesucht. Marvell Technology kamen um 3,1 Prozent voran. Der Chiphersteller erreichte bei leicht über den Erwartungen liegenden Umsätzen die Gewinnerwartungen. Zudem fiel die Prognose für das laufende Quartal über den bisherigen Schätzungen aus. Für AMD ging es um 4,6 Prozent nach oben, für Arm um 10,8 Prozent. Nvidia zogen um knapp 1 Prozent an. Salesforce büßten 0,8 Prozent ein. Der Unternehmenssoftware-Anbieter erzielte im ersten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz, verfehlte mit der Umsatzprognose für das Gesamtjahr aber die Analystenschätzung knapp. Snowflake schnellten um 36,5 Prozent nach oben. Das Cloudspeicher-Unternehmen hob nach besser als gedacht ausgefallenen Quartalszahlen den Ausblick an. Außerdem verkündete Snowflake eine strategische Partnerschaft mit Amazon.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries   Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,02 -0,01    4,08      3,99 
5 Jahre       4,16 -0,02    4,24      4,13 
10 Jahre       4,45 -0,03    4,53      4,43 
 

Am Anleihemarkt sanken die Renditen nach einem unter der Erwartung ausgefallenen BIP-Wachstum im ersten Quartal und auch, nachdem ein wichtiger Preisindex für die US-Notenbank einen Tick schwächer gestiegen war, als gedacht. Im Zehnjahresbereich ging es um 3 Basispunkte auf 4,45 Prozent nach unten.

DEVISEN

zuletzt +/- %   00:00    Do, 09:29 % YTD 
EUR/USD     1,1639  -0,1   1,1651     EUR/USD  -0,9 
EUR/JPY     185,43  -0,0   185,51     EUR/JPY  +0,8 
EUR/GBP     0,8661  -0,0   0,8664     EUR/GBP  -0,6 
USD/JPY     159,30  +0,0   159,23     USD/JPY  +1,7 
USD/KRW    1.504,10  +0,5  1.495,98     USD/KRW  +4,4 
USD/CNY     6,7702  -0,1   6,7796     USD/CNY  -3,2 
USD/CNH     6,7691  -0,1   6,7726     USD/CNH  -3,0 
USD/HKD     7,8349  +0,0   7,8336     USD/HKD  +0,7 
AUD/USD     0,7164  +0,0   0,7163     AUD/USD  +7,4 
NZD/USD     0,5957  +0,4   0,5934     NZD/USD  +3,5 
BTC/USD   73.424,32  -0,1 73.472,68     BTC/USD -16,3 
 

Der Dollar gab mit den US-Marktzinsen etwas nach. Der Euro stieg auf 1,1646 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.506,51  +0,3   14,58    4.491,93 
Silber    75,62  -0,0   -0,02      75,64 
Platin   1.915,55  -0,4   -7,20    1.922,75 
 

Der Goldpreis stieg nach vier Handelstagen mit Verlusten wieder, um 0,9 Prozent auf 4.497 Dollar. Stützend dürften die sinkenden Anleiherenditen gewirkt haben, was das zinslose Edelmetall als Anlage attraktiver macht. Daneben half auch der schwächere Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   87,81  -1,2   -1,09      88,90 
Brent/ICE   92,67  -1,1   -1,04      93,71 
 

Brent-Öl kostete zuletzt im US-Handel knapp unter 94 Dollar, 0,4 Prozent weniger als am Vortag, und weit unter den seit dem Beginn des Krieges gesehenen Hochs jenseits von 120 Dollar. Zunächst war der Preis mit Nachrichten über neue Militäraktionen im Iran noch um etwa 2 Prozent gestiegen, ehe ein Bericht der Nachrichtenplattform Axios wieder für Entspannung sorgte. Demnach sollen die USA und der Iran kurz vor einer Verlängerung der Waffenruhe stehen.

MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR

CHINA/EU

Peking hat mit Handelsuntersuchungen gegen die EU gedroht, sollte der 27-Mitglieder-Block einen Vorschlag zur Eindämmung der Einfuhren stark subventionierter ausländischer Produkte vorantreiben. Die verschärfte Rhetorik fällt mit den für Freitag angesetzten, mit Spannung erwarteten Gesprächen europäischer Vertreter zusammen. Dabei soll es um eine Stärkung der Handelsverteidigung des Blocks gehen - ein Schritt, der weithin als Schutz kritischer Industrien vor chinesischen Konkurrenten angesehen wird. EU-Spitzenpolitiker sind der Ansicht, dass Chinas globale industrielle Dominanz das Ergebnis jahrzehntelanger staatlicher Subventionen und eines nicht-reziproken Marktzugangs ist.

JAPAN - Inflation

Die Verbraucherinflation im Großraum Tokio ist dank staatlicher Energiesubventionen im Mai unter dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank geblieben. Sie stiegen um 1,3 Prozent, nach einem Anstieg um 1,5 Prozent im April. Ökonomen hatten erneut 1,5 Prozent geschätzt.

JAPAN - Konjunktur

Der japanische Einzelhandelsumsatz ist im April zum Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen. Die Industrieproduktion lag zugleich 0,8 Prozent über dem Niveau des Vormonats, während Ökonomen einen Rückgang um 0,9 Prozent prognostiziert hatten. Die Arbeitslosenquote lag im April bei 2,5 Prozent, unter der Schätzung von 2,7 Prozent.

ANTHROPIC / OPENAI

Das KI-Startup Anthropic hat eine Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar abgeschlossen und ist damit an dem ChatGPT-Entwickler OpenAI vorbeigezogen. Beide Unternehmen streben in diesem Jahr einen Börsengang an.

COSTCO

hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von 2,19 (Vorjahr: 1,90) Milliarden Dollar erzielt. Der Nettoumsatz stieg um 12 Prozent auf 69,15 Milliarden Dollar, und der flächenbereinigte Umsatz wuchs um 9,8 Prozent.

GAP

hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt, weil die Marke Athleta weiterhin mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hat. Der Bekleidungshändler rechnet nun mit einem Umsatzanstieg von 1 bis 2 statt 2 bis 3 Prozent. Zuvor war das Unternehmen von einem Wachstum von 2 bis 3 Prozent ausgegangen. Die Prognose für den bereinigten Gewinn hob Gap auf 2,30 bis 2,40 von zuvor 2,20 bis 2,35 Dollar an. Im Berichtsquartal stieg der Umsatz um 1 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten 3,52 Milliarden prognostiziert. Der Gewinn belief sich auf 339 (Vorjahr: 193) Millionen Dollar, bereinigt und je Aktie auf 38 Cent. Analysten hatten 37 Cent erwartet.

OKTA

hat im ersten Quartal einen höheren Gewinn ausgewiesen und seine Jahresprognose angehoben. Das auf Identitätsmanagement und Sicherheit spezialisierte Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 3,19 und 3,21 Milliarden Dollar, statt 3,17 bis 3,19 Milliarden. Der bereinigte Gewinn wird zwischen 3,79 und 3,87 (3,74 bis 3,82) Dollar je Aktie erwartet. Analysten kalkulierten für das Gesamtjahr mit 3,80 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 3,18 Milliarden Dollar. Okta meldete für das Berichtsquartal einen Gewinn von 74 (Vorjahr: 62) Millionen Dollar, bereinigt und je Aktie von 91 Cent. Analysten hatten 85 Cent geschätzt. Der Umsatz stieg auf 765 (688) Millionen Dollar. Analysten hatten 751,8 Millionen getippt.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 29, 2026 01:46 ET (05:46 GMT)

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