DJ Deutsche Importpreise steigen im April sprunghaft
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Die Importpreise in Deutschland sind im April stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, stieg der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg von 1,0 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Preisanstieg von 5,3 Prozent registriert. Die befragten Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 5,2 Prozent erwartet.
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte der Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter und für Energie. Vorleistungsgüter verteuerten sich um 2,4 Prozent im Monats- und um 7,8 Prozent im Jahresvergleich. Die Preise für Energie schossen um 2,8 Prozent im Monats- und um 31,0 Prozent im Jahresvergleich in die Höhe. Stärker gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen waren die Einfuhrpreise für Energie zuletzt im Oktober 2022 mit 63,0 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lagen die Importpreise um 1,0 Prozent höher als im Vormonat. Binnen Jahresfrist ergab sich ein Plus von 2,8 Prozent.
Die Importpreise beeinflussen die Erzeuger- und Verbraucherpreise und geben damit Hinweise auf einen sich aufbauenden Inflationsdruck. Die Exportpreise lassen Rückschlüsse auf die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu.
Der Index der Ausfuhrpreise lag im April um 0,8 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg um 2,9 Prozent registriert.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/mgo
(END) Dow Jones Newswires
May 29, 2026 02:14 ET (06:14 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
