MADRID (dpa-AFX) - Der Ölpreisschock im Zuge des Iran-Kriegs treibt die Inflation in Spanien weiter an. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Mai im Jahresvergleich um 3,6 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten für Mai im Schnitt mit einer Teuerung in dieser Höhe gerechnet. Im April hatte sich das Preisniveau um 3,5 Prozent erhöht.
Die Teuerung entfernt sich damit weiter von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank, die für den gesamten Euroraum eine Jahresrate von mittelfristig zwei Prozent anstrebt.
Im Monatsvergleich meldete das spanische Statistikamt für Mai einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Auch dieser Wert traf die Erwartungen der Analysten. Im April hatten die Preise in dieser Betrachtung um 0,7 Prozent zugelegt./jha/stk
