DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Importpreise steigen im April sprunghaft
Die Importpreise in Deutschland sind im April stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, stieg der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg von 1,0 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Preisanstieg von 5,3 Prozent registriert. Die befragten Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 5,2 Prozent erwartet.
Ifo-Preiserwartungen sinken im Mai leicht
Etwas weniger Unternehmen in Deutschland planen, ihre Preise in den kommenden Monaten anzuheben. Die Ifo-Preiserwartungen sanken im Mai leicht auf 30,3 Punkte von 31,3 im April. "Zwar lässt der Preisdruck etwas nach. Dennoch dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten spürbar steigen", sagte Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. "Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhen die Produktionskosten, die von den Unternehmen an ihre Kunden weitergegeben werden."
Erwerbstätigkeit in Deutschland im April nahezu unverändert
Die Erwerbstätigkeit in Deutschland ist im April saisonbereinigt nahezu unverändert geblieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren rund 45,61 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren saisonbereinigt 6.000 Personen (0,0 Prozent) weniger als im Vormonat. Von Mai 2025 bis März 2026 war die Erwerbstätigkeit um durchschnittlich je 17.000 Personen gegenüber dem Vormonat zurückgegangen.
Französische Inflation steigt wegen höherer Energiekosten auf Zweijahreshoch
Die französische Inflation ist in diesem Monat auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Grund dafür sind die infolge des Krieges im Iran weiter steigenden Energiepreise. Damit ist die Europäische Zentralbank (EZB) auf Kurs, bei ihrer nächsten Sitzung im Juni die Zinsen zum ersten Mal seit 2023 zu erhöhen. Die französischen Verbraucherpreise lagen im Mai um 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit beschleunigte sich die jährliche Inflationsrate von 2,5 Prozent im April.
China droht mit Handelsuntersuchungen gegen die Europäische Union
Peking hat mit Handelsuntersuchungen gegen die Europäische Union gedroht, sollte der 27-Mitglieder-Block einen Vorschlag zur Eindämmung der Einfuhren stark subventionierter ausländischer Produkte vorantreiben. Die chinesischen Behörden könnten Antidiskriminierungs- und Lieferkettensicherheitsuntersuchungen gegen das "Überkapazitätsinstrument" der EU einleiten, teilte ein von Chinas staatlichem Rundfunk betriebener Social-Media-Account mit.
Verbraucherinflation in Tokio bleibt trotz Nahost-Effekten unter Ziel der BOJ
Die Verbraucherinflation im Großraum Tokio ist dank staatlicher Energiesubventionen unter dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank geblieben. Diese Subventionen sollen die Auswirkungen der durch den Nahost-Konflikt verursachten höheren Ölpreise abfedern. Die Verbraucherpreise in Tokio, ohne frische Lebensmittel, stiegen im Mai gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent, wie Regierungsdaten am Freitag zeigten. Dies steht einem Anstieg von 1,5 Prozent im April und einem von Ökonomen in einer Umfrage des Datenanbieters Quick erwarteten Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber.
BoJ dürfte Zinsen nun im Juni und Dezember anheben
Die Bank of Japan (BoJ) dürfte ihre Zinsen nun im Juni und Dezember anheben, schreiben drei Volkswirte von HSBC Global Investment Research in einem Bericht. Eine Zinserhöhung im Juni sei wahrscheinlicher als im Juli, was auf bevorstehende personelle Veränderungen im Policy Board der Zentralbank und den anhaltenden Druck auf den Yen zurückzuführen sei, meinen die Volkswirte. Von den drei Board-Mitgliedern, die bei der jüngsten Sitzung der BoJ gegen die Mehrheit für eine Zinserhöhung gestimmt hätten, laufe die Amtszeit von Junko Nakagawa Ende Juni aus, womit die Sitzung am 15. und 16. Juni ihre letzte sei, stellen die Volkswirte fest.
Bessent: Deal mit dem Iran ist in Arbeit
Die USA und der Iran stehen laut US-Finanzminister Scott Bessent vor einem Abkommen zur Beendigung des Krieges. US-Präsident Donald Trump hat dem jedoch noch nicht zugestimmt, und das Weiße Haus pocht auf ein Abkommen, das mehrere wichtige Bedingungen erfüllt. "Wir haben hier vielleicht die Grundzüge eines Abkommens", sagte Bessent und merkte an, dass beide Seiten Vorschläge ausgetauscht hätten. "Alles hängt davon ab, was der Präsident tun möchte, und Präsident Trump wird keinen schlechten Deal machen." Der Iran müsse zustimmen, sein hochangereichertes Uran zu entsorgen, sich verpflichten, niemals nach einer Atomwaffe zu streben, und die Straße von Hormus vollständig wieder öffnen - Elemente, von denen US-Regierungsvertreter zuvor sagten, dass sie in der sogenannten Absichtserklärung enthalten sein würden.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Privater Konsum Apr -0,5% gg Vm; -0,4% gg Vj
Frankreich/Privater Konsum März rev +0,9% (vorl: +0,7%) gg Vm
Schweden Apr Einzelhandelsumsatz unverändert gg Vormonat
Schweden Apr Einzelhandelsumsatz PROGNOSE: -0,7% gg Vormonat
Schweden Apr Einzelhandelsumsatz +4,7% gg Vorjahr
Schweden Apr Einzelhandelsumsatz PROGNOSE +2,1% gg Vorjahr
Schweden 1Q BIP +2,0% gg Vorjahr
Schweden 1Q BIP -0,2% gg Vorquartal
Schweden 1Q BIP PROGNOSE: +2,3% gg Vorjahr
Schweden 1Q BIP PROGNOSE: +0,1% gg Vorquartal
Japan/Kernverbraucherpreise Tokio Mai +1,3% (PROG: +1,5%) gg Vj
Japan/Verbraucherpreise Tokio Mai +1,4% gg Vj
Japan/Verbraucherpreise Tokio Mai +0,2% gg Vm
Japan/Arbeitslosenquote Apr 2,5% (PROG: 2,7%)
Japan/Einzelhandelsumsatz Apr +2,1% gg Vorjahr
Japan/Einzelhandelsumsatz Supermärkte Apr +2,0% gg Vj
Japan/Industrieproduktion Apr +0,8% (PROG: -0,9%) gg Vm
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May 29, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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