
Ein dynamischer Stromtarif berechnet sich nicht anhand eines durchschnittlichen Arbeitspreises, sondern gibt die stündlichen Kurse an den Energiebörsen an Verbraucher weiter. Damit ist für jeden Haushalt einsehbar, wann Strom besonders günstig ist. Der Tarif ist daher ein wirkungsvoller Hebel, um Zeiten mit hohem Stromaufkommen aus erneuerbaren Quellen zu nutzen und die eigene Monatsrechnung zu drücken.
Wie sich der Strompreis zusammensetzt
Der Strompreis in Deutschland setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Eine ist die Beschaffung und der Vertrieb des Stroms, eine zweite das Netzentgelt für Transport sowie Verteilung und die dritte schließlich Mehrwertsteuer, Stromsteuer und weitere staatliche Umlagen. Ein Teil des Endpreises ist also direkt vom Energiemarkt abhängig und dieser Börsenpreis schwankt im Tagesverlauf, je nachdem, wie hoch die Nachfrage ist und wie viel Strom aus günstigen Energiequellen wie Wind- und Solaranlagen verfügbar ist.
Verbrauchern sind diese Schwankungen in der Regel nicht bewusst. Bei herkömmlichen Tarifen kalkulieren Anbieter einen festen Arbeitspreis pro Kilowattstunde und glätten damit die Börsenbewegungen. Haushalte, die ihren Verbrauch kennen, wissen über Monate voraus, wie hoch ihre Stromkosten sind. Das ist einerseits gut, andererseits ärgerlich. Denn wer beispielsweise eine Wärmepumpe eingebaut hat, ein Elektroauto an der eigenen Station lädt oder mit einer Photovoltaikanlage erhebliche Mengen Strom selbst erzeugt, kann auf die Schwankungen nicht reagieren. Am Beispiel: Wird der durch die PV-Anlage tagsüber günstig erzeugte Strom nicht zeitgleich genutzt oder in einer Batterie zwischengespeichert, fließt er ins Netz. In den Abendstunden aber, wenn die Wärmepumpe läuft, muss deutlich teurerer Strom vom öffentlichen Anbieter hinzugekauft werden.
Dadurch, dass das starre Tarifmodell den Zusammenhang zwischen Erzeugung, Verbrauch und Marktpreis nicht abbildet, fehlt Haushalten der Anreiz, ihre Stromnutzung clever zu timen.
Der dynamische Stromtarif berücksichtigt Börsenbewegungen

An diesem Punkt hakt der sogenannte „dynamische Stromtarif“ ein. Er koppelt den Energiepreis direkt an die Börsenentwicklungen am Day-Ahead-Markt, an dem bereits am Vortag feststeht, wie viel der Strom zu jeder Stunde des Folgetages kostet.
Diese Information gibt Nutzern dynamischer Stromtarife eine neue Freiheit: Stromintensive Anwendungen lassen sich in Zeitfenster mit niedrigen Börsenpreisen verschieben, etwa dann, wenn viel Wind- oder Solarstrom ins Netz eingespeist wird. Wer etwas Flexibilität beim Verbrauch einplant, kann die Lastspitzen also verlagern – beispielsweise die Temperatur im Pufferspeicher einer Wärmepumpe tagsüber erhöhen oder das Elektroauto bevorzugt in der Mittagsstunde aufladen.
Neben dem Kosteneffekt hat der dynamische Stromtarif Vorteile für das Energiesystem insgesamt: Wird Strom dann verbraucht, wenn er reichlich vorhanden ist, entlastet das die Netze. Lastspitzen flachen ab, die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen wird einfacher.
Technische Voraussetzung für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs ist ein digitales Messsystem, das den Verbrauch in kurzen Intervallen erfasst und die Daten an den Netzbetreiber und den Lieferanten übermittelt. Nur so lässt sich der tatsächliche Verbrauch einer bestimmten Stunde exakt mit dem jeweiligen Börsenpreis verrechnen. Ohne diese Messtechnik erfolgt die Abrechnung anhand von Durchschnittswerten, der erhoffte Steuerungseffekt geht verloren.
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Einen dynamischen Stromtarif und die entsprechende Messtechnik bietet die in Hannover ansässige enercity AG an. Dabei wird der Arbeitspreis an den stündlichen Börsenpreis gekoppelt. Netzentgelte, Steuern und weitere Abgaben weist enercity getrennt aus. Die Abrechnung erfolgt anhand des gemessenen stündlichen Verbrauchs. Als Kirsche auf der Sahnetorte liefert das Unternehmen grundsätzlich Ökostrom.
Im enercity-Kundenportal und der App lassen sich die stündlichen Energiepreise für den kommenden Tag sowie die individuellen Verbrauchsdaten bereits am Vortag online einsehen, als verlässliche Entscheidungshilfe für die Betriebszeit der Wärmepumpe, die Nutzung des Backofens oder der Waschmaschine. In Kombination mit der SmartLaden-App lässt sich für ein Elektroauto ein individueller Plan hinterlegen, der automatisch Stunden mit niedrigen Energiepreisen nutzt.
Vom Abschluss des dynamischen Tarifs über die Installation des intelligenten Messsystems bis zur Abrechnung kommt der gesamte Strombezug über enercity aus einer Hand.
Das Unternehmen blickt auf eine rund 200-jährige Geschichte zurück und zählt mittlerweile zu den größten kommunalen Energieunternehmen in Deutschland. In Hannover und der Region nimmt das Unternehmen eine führende Rolle ein, bundesweit gehört es zu den bedeutenden Anbietern von Ökostrom und den großen kommunalen Versorgern. Neben Strom- und Gasverträgen entwickelt enercity ebenso innovative wie verlässliche Lösungen für Elektromobilität, dezentrale Energieerzeugung, Energieeffizienz und smarte Infrastruktur. Ziel ist es, allen Haushalten den Weg zur klimaneutralen Energienutzung zu ebnen.
Weiterführende Informationen, wie enercitys dynamischer Stromtarif Spielraum bei den Energiepreisen nutzt und die Integration erneuerbarer Energien erleichtert, finden Interessenten hier.
Häufige Fragen
Was ist ein dynamischer Stromtarif?
Ein dynamischer Stromtarif berechnet sich anhand der stündlichen Kurse an den Energiebörsen und ermöglicht es Verbrauchern, Strom besonders günstig zu nutzen, wenn er aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht.
Wie setzt sich der Strompreis in Deutschland zusammen?
Der Strompreis setzt sich aus Kosten für Beschaffung und Vertrieb, Netzentgelt sowie Steuern und staatlichen Umlagen zusammen. Der Börsenpreis ist dabei ein wesentlicher Faktor und kann im Tagesverlauf schwanken.
Welche Vorteile bietet ein dynamischer Stromtarif?
Ein dynamischer Stromtarif ermöglicht es den Verbrauchern, Anwendungen in Zeiten mit niedrigen Börsenpreisen zu verschieben, was die Stromrechnung senken und Lastspitzen im Netz reduzieren kann.
Welche technischen Voraussetzungen sind für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs notwendig?
Ein digitales Messsystem, das den Stromverbrauch in kurzen Intervallen erfasst und übermittelt, ist erforderlich, um den tatsächlichen Verbrauch mit den Börsenpreisen zu verrechnen.
Wer bietet dynamische Stromtarife in Deutschland an?
In Hannover bietet die enercity AG dynamische Stromtarife an, die den Arbeitspreis an den stündlichen Börsenpreis koppeln und als Ökostrom bereitgestellt werden.
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