DJ Deutsche Arbeitslosenzahl sinkt im Mai unerwartet
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im Mai entgegen den Erwartungen nicht zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, sank die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 12.000, nachdem sie sich im April um 19.000 erhöht hatte. Die Arbeitslosenquote ging auf 6,3 (Vormonat: 6,4) Prozent zurück. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 20.000 und eine unveränderte Quote von 6,4 Prozent prognostiziert. Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren sank die Zahl der Arbeitslosen um 58.000 auf 2,950 Millionen. Die Arbeitslosenquote sank auf ebenfalls 6,3 (6,4) Prozent.
"Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen", sagte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles bei der Pressekonferenz in Nürnberg.
Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie sank gegenüber dem Vormonat um 8.000 auf 3,628 Millionen und lag um 15.000 höher als im Vorjahresmonat.
Wie die BA weiter mitteilte, zeigten Betriebe vom 1. bis 25. Mai konjunkturelle Kurzarbeit für 26.000 Personen an. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis März zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 151.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 1.000 als im Vormonat und 113.000 weniger als im März 2025.
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May 29, 2026 03:55 ET (07:55 GMT)
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