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MÄRKTE USA/Positive Stimmung an Wall Street dürfte halten

DJ MÄRKTE USA/Positive Stimmung an Wall Street dürfte halten

DOW JONES--Die aktuell positive Stimmung an den US-Börsen dürfte am Freitag nach den abermaligen Rekordständen andauern. Der Aktienterminmarkt deutet auf einen gut behaupteten Handelsbeginn zum Monatsultimo hin - damit steuert der marktbreite S&P-500 auf die neunte Gewinnwoche in Folge zu bzw. auf seine beste Zweimonatsphase seit Mai 2020. Der Markt befindet sich seit Ende März im Aufwärtstrend. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran stützt leicht. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran kurz vor einer Einigung.

Bei einer solchen dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Passend zu den Hoffnungen am Markt fallen die Ölpreise zum Wochenschluss. "Angesichts der unvorhersehbaren Natur der Verhandlungen in den letzten Monaten könnten die Märkte im Falle eines Rückschlags weiterhin anfällig für eine Umkehr sein", warnt CEO Somesh Kapuria von Hola Prime.

Stützend für die Marktstimmung wirken auch euphorisch aufgenommene nachbörslich veröffentlichte Geschäftszahlen von Dell - der Kurs schießt vorbörslich um fast 40 Prozent nach oben. Der Computerhardware-Hersteller sprach von einem rasanten Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren sowie bekannt gewordenen Details zu einem neuen Vertrag mit dem US-Militär im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar. Dell befinde sich in der Frühphase eines Superzyklus der KI-Infrastruktur, urteilt Marktstratege James Thorn von Wellington Altus.

Die Renditen von US-Staatsanleihen fallen tendenziell, wenn auch nur leicht - im Zehnjahresbereich um 1 Basispunkt auf 4,44 Prozent. Sollten sich die Kriegsparteien auf ein Abkommen verständigen, dürfte Inflationssorgen über dann wohl nachgebende Ölpreise zurückgehen. Allerdings sei die Unsicherheit groß, weswegen die Renditen nur leicht sänken, heißt es im Handel. Konjukturelle Einblicke in die mögliche Zinspolitik der US-Notenbank könnten der Einkaufsmanagerindex aus Chicago im Mai liefern, der im frühen Handel veröffentlicht wird.

Der Dollar-Index liegt trotz moderat sinkender Marktzinsen ganz leicht im Plus. Der Euro dürfte gegenüber dem Greenback aber steigen, selbst wenn Fed und Europäische Zentralbank im nächsten Jahr beide die Zinsen reduzierten, erläutert Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. "Der Grund ist, dass eine geldpolitische Lockerung in den USA wahrscheinlich unter politischem Druck des Weißen Hauses und zu einer Zeit erfolgen wird, in der die US-Kerninflation über dem Ziel von 2 Prozent bleibt."

Die Ölpreise fallen um rund 1,5 Prozent und steuern auf hohe Wochenverluste mit den Hoffnungen auf ein Kriegsende in Nahost zu. Die Rohölsorte Brent verbilligt sich um 0,8 Prozent auf 91,97 US-Dollar je Fass - ein Abschlag um mehr als 11 Prozent auf Wochensicht. Die Goldpreise steigen mit der Spekulation auf eine via Ölpreis sinkende Inflation.

Am Aktienmarkt brechen American Eagle Outfitters vor der Startglocke um 10,2 Prozent ein. Die Kernmarke des Modekonzerns schnitt nicht so positiv ab, wie von der Geschäftsführung gewünscht. Die Umsätze dieses Segments im ersten Quartal sind rückläufig. Die Wettbewerberpapiere von Gap stürzen um 15,4 Prozent ab, nachdem der Bekleidungshändler seine Umsatzprognose gesenkt und einen Umsatzrückgang bei seiner Old Navy-Kette gemeldet hat.

Autodesk übernimmt MaintainX für 3,6 Milliarden US-Dollar, die Titel geben 6,6 Prozent ab. Die angehobene Prognose stützt nicht. Okta meldet im ersten Quartal einen höheren Gewinn und hebt ihre Prognose für das Gesamtjahr an - der Kurs springt um 7,4 Prozent nach oben. SentinelOne sacken um 15,5 Prozent ab - belastet von einem schwachen Ausblick des Cybersicherheitsunternehmens, das zudem 8 Prozent der Belegschaft abbaut.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,01 -0,01    4,04      4,01 
5 Jahre           4,14 -0,02    4,17      4,14 
10 Jahre          4,44 -0,01    4,46      4,43 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 19:29 
EUR/USD          1,1646  -0,0  -0,0005     1,1651   1,1651 
EUR/JPY          185,48  -0,0  -0,0300     185,51  185,5300 
EUR/CHF          0,9109  -0,3  -0,0023     0,9132   0,9132 
EUR/GBP          0,8672  +0,1   0,0008     0,8664   0,8667 
USD/JPY          159,24  +0,0   0,0100     159,23  159,2100 
GBP/USD          1,3423  -0,2  -0,0020     1,3443   1,3440 
USD/CNY          6,7668  -0,2  -0,0128     6,7796   6,7796 
USD/CNH          6,7648  -0,1  -0,0078     6,7726   6,7726 
AUS/USD          0,7165  +0,0   0,0002     0,7163   0,7164 
Bitcoin/USD      73.430,90  -0,1   -41,78    73.472,68 73.277,82 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         87,57  -1,5   -1,33      88,9 
Brent/ICE         92,18  -1,6   -1,53      93,71 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.532,71  +0,9   40,78    4.491,93 
Silber           75,62  -0,0   -0,01      75,64 
Platin         1.922,60  -0,0   -0,15    1.922,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/apo

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May 29, 2026 08:08 ET (12:08 GMT)

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