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Die Anteile von Adidas haben sich in den vergangenen Wochen deutlich erholen können. Jetzt überzeugt die Aktie mit zahlreichen technischen Kaufsignalen.
Dieser Abwärtstrend hat Anlegerinnen und Anleger fast um den Verstand gebracht
Seit dem Januar 2025 handelte die Aktie von Sportartikel-Hersteller Adidas in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Für Anlegerinnen und Anleger war das nicht nur aufgrund der anhaltenden Kursverluste frustrierend, sondern auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es den Herzogenaurachern als einer der wenigen Player in der Branche trotz eines schwachen Trends gelungen war, seine Geschäfte weiter zu expandieren. Doch auch immer niedrigere Bewertungsvielfache wollten nicht für Kaufdruck und ein Ende der Verluste sorgen.
Erst vor kurzem fiel die Aktie daher auf den niedrigsten Stand seit Januar 2023 und das zu einem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen bereits ein starkes Geschäftsjahr 2026 in Aussicht gestellt hatte. Wenn Unternehmensanteile selbst auf gute Nachrichten nicht mehr reagieren, ist das üblicherweise ein zuverlässiges Zeichen dafür, dass ein Boden erreicht ist. Genau das war in den vergangenen Wochen der Fall. Das Mehrjahrestief verfehlte seine Wirkung als charttechnisches Verkaufssignal und es startete ein Erholungstrend. Der hat jetzt an Fahrt aufgenommen und für zahlreiche Kaufsignale gesorgt:

Pünktlich zur Fußball-WM: Adidas-Aktie meldet sich mit Kaufsignalen zurück!
Im Bereich von 130 Euro war den Käuferinnen und Käufer auf dem Höhepunkt des Iran-Krieges eine Bodenbildung gelungen. Technisch war die Aktie für diese Kursniveaus mit Blick auf den Relative-Stärke-Index (RSI) überverkauft. Da gleichzeitig schon seit dem Juli letzten Jahres bullishe Divergenzen sowohl im RSI als auch im Trendstärkeindikator MACD vorlagen, war die Chance auf eine Gegenbewegung besonders groß. Sie wurde von den Bullen auch genutzt.
Zwar traf Adidas im Bereich um 140 Euro auf einen zweifachen Widerstand bestehen aus einer horizontalen Hürde sowie der 50-Tage-Linie, doch dieser konnte dank der anhaltenden Verbesserungen in den technischen Indikatoren schließlich überwunden werden. Damit sorgte die Aktie für ein erstes Kaufsignal sowie die Etablierung eines Aufwärtstrendkanals.
In den vergangenen Tagen wurde die Erholung der Aktie beschleunigt einerseits durch Entspannungssignale im Iran-Konflikt sowie andererseits durch eine der Branche gegenüber insgesamt verbesserte Stimmung. Die herannahende Fußball-Weltmeisterschaft der Herren sorgte auch bei den angeschlagenen Papieren von Mitbewerbern wie Nike und Lululemon für Erholungsgewinne.
200-Tage-Linie zurückerobert, wichtiger Widerstand aus dem Weg geräumt
Im Bereich von 160 Euro lauerte ein weiterer wichtiger Widerstandsbereich, doch dieser konnte dank des neuen Schwungs im ersten Anlauf überwunden werden. Damit liegt ein Ausbruch aus dem Aufwärtstrendkanal sowie eine weitere Trendbeschleunigung vor, die durch den MACD bestätigt wird. Vor allem aber hat Adidas mit dem Sprung über die langfristige Trends bestimmende 200-Tage-Linie ein weiteres Kaufsignal generiert. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr werden die Herzogenauracher jetzt oberhalb dieser Trendlinie gehandelt.
Damit stehen die Zeichen in den kommenden Wochen und Monaten auf fortgesetzte Kursgewinne, denn aufzuholen hat die Aktie gegenüber ihren Mehrjahreshochs bei 260 Euro (Februar 2025) und erst recht ihren einstigen Allzeithochs um 320 Euro (Juli 2021) einiges. Kurzfristig könnte die Aufholjagd jedoch durch den zunehmen überkauften RSI gebremst werden. Einen Test des Ausbruchs über 160 Euro sollten Anlegerinnen und Anleger daher unbedingt einplanen. Sollte es nochmal zu einer Eintrübung des Gesamtmarktumfeldes kommen, könnten auch 140 Euro noch einmal getestet werden. Für Kurse darüber hat sich das Chartbild mittelfristig jedoch signifikant aufgehellt.
Fazit: Weitere Kursgewinne zu erwarten - auch dank überschaubarer Bewertung
Mit Blick auf die Bewertung bietet Adidas für 2026 ein KGVe von 17,8 und von 14,5 für das darauffolgende Geschäftsjahr. Die erwartete Dividendenrendite wird von Analystinnen und Analysten auf 2,3 beziehungsweise 2,8 Prozent geschätzt. Das sind äußerst zufriedenstellende Werte, insbesondere im Vergleich zum Erzrivalen Nike, der mit einem KGVe 2026 von 29,9 gehandelt wird und anders als Adidas mit einer hartnäckigen Wachstumsschwäche kämpft.
Nachdem die Zeichen aus technischer Perspektive wieder auf Kaufen stehen und die Unternehmensbewertung trotz der bereits gewährten Erholungsgewinne noch immer überschaubar ist, steht der Adidas-Aktie auf dem Weg zu weiteren Kursgewinnen nichts im Wege. Prozyklisch agierende Anlegerinnen und Anleger können den Ausbruch über die 200-Tage-Linie daher kaufen. Stopps zur Absicherung sollten unterhalb von 140 Euro platziert werden.
Gastautor: Max Gross
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