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MÄRKTE USA/Positive Stimmung an Wall Street hält - Dow mit Rekordhoch

DJ MÄRKTE USA/Positive Stimmung an Wall Street hält - Dow mit Rekordhoch

DOW JONES--Die aktuell positive Stimmung an den US-Börsen setzt sich auch zum Wochenausklang fort. Der Dow-Jones-Index markiert bei 50.877 Punkten ein neues Rekordhoch. Aktuell steigt der Index im frühen Handel um 0,2 Prozent auf 50.787 Punktet, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite klettern ebenfalls um jeweils 0,2 Prozent. Damit steuert der marktbreite S&P-500 auf die neunte Gewinnwoche in Folge zu bzw. auf seine beste Zweimonatsphase seit Mai 2020. Der Markt befindet sich seit Ende März im Aufwärtstrend. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran stützt leicht. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran kurz vor einer Einigung.

Bei einer solchen dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Passend zu den Hoffnungen am Markt fallen die Ölpreise zum Wochenschluss. "Angesichts der unvorhersehbaren Natur der Verhandlungen in den letzten Monaten könnten die Märkte im Falle eines Rückschlags weiterhin anfällig für eine Umkehr sein", warnt CEO Somesh Kapuria von Hola Prime.

Stützend für die Marktstimmung wirken auch euphorisch aufgenommene Geschäftszahlen von Dell - der Kurs schießt um 32 Prozent nach oben. Der Computerhardware-Hersteller sprach von einem rasanten Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren. Zudem treiben Details zu einem neuen Vertrag mit dem US-Militär im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar. Dell befinde sich in der Frühphase eines Superzyklus der KI-Infrastruktur, urteilt Marktstratege James Thorn von Wellington Altus.

Die Renditen von US-Staatsanleihen fallen tendenziell, wenn auch nur leicht - im Zehnjahresbereich um 1 Basispunkt auf 4,45 Prozent. Sollten sich die Kriegsparteien auf ein Abkommen verständigen, dürften Inflationssorgen über dann wohl nachgebende Ölpreise zurückgehen. Allerdings sei die Unsicherheit groß, weswegen die Renditen nur leicht sänken, heißt es im Handel. Konjukturelle Einblicke in die mögliche Zinspolitik der US-Notenbank könnten der Einkaufsmanagerindex aus Chicago im Mai liefern, der im frühen Handel veröffentlicht wird.

Der Dollar-Index zeigt sich trotz moderat sinkender Marktzinsen unverändert. Der Euro dürfte gegenüber dem Greenback aber steigen, selbst wenn Fed und Europäische Zentralbank im nächsten Jahr beide die Zinsen reduzierten, erläutert Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. "Der Grund ist, dass eine geldpolitische Lockerung in den USA wahrscheinlich unter politischem Druck des Weißen Hauses und zu einer Zeit erfolgen wird, in der die US-Kerninflation über dem Ziel von 2 Prozent bleibt."

Die Ölpreise fallen um rund 1,5 Prozent und steuern auf hohe Wochenverluste mit den Hoffnungen auf ein Kriegsende in Nahost zu. Bei der europäischen Sorte Brent beläuft sich der Wochenabschlag auf mehr als 11 Prozent. Die Goldpreise (+0,8%) steigen mit der Spekulation auf eine via Ölpreis sinkende Inflation.

Am Aktienmarkt brechen American Eagle Outfitters um 16,4 Prozent ein. Die Kernmarke des Modekonzerns schnitt nicht so positiv ab, wie von der Geschäftsführung gewünscht. Die Umsätze dieses Segments im ersten Quartal sind rückläufig. Die Wettbewerberpapiere von Gap stürzen um 15 Prozent ab, nachdem der Bekleidungshändler seine Umsatzprognose gesenkt und einen Umsatzrückgang bei seiner Old Navy-Kette gemeldet hat.

Autodesk übernimmt MaintainX für 3,6 Milliarden US-Dollar, die Titel geben 7,3 Prozent ab. Die angehobene Prognose stützt nicht. Okta meldet im ersten Quartal einen höheren Gewinn und hebt ihre Prognose für das Gesamtjahr an - der Kurs springt um 15,8 Prozent nach oben. SentinelOne sacken um 13,4 Prozent ab - belastet von einem schwachen Ausblick des Cybersicherheitsunternehmens, das zudem 8 Prozent der Belegschaft abbaut.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          50.786,94  +0,2  +117,97    50.668,97 
S&P-500         7.580,50  +0,2   +16,87    7.563,63 
NASDAQ Comp      26.979,45  +0,2   +61,98    26.917,47 
NASDAQ 100       30.338,70  +0,4  +114,81    30.223,89 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,01 -0,01    4,04      4,01 
5 Jahre           4,15 -0,01    4,17      4,14 
10 Jahre          4,45 -0,01    4,46      4,43 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 19:29 
EUR/USD          1,1651  0,0   0,0000     1,1651   1,1651 
EUR/JPY          185,57  +0,0   0,0600     185,51  185,5300 
EUR/CHF          0,9099  -0,4  -0,0033     0,9132   0,9132 
EUR/GBP          0,8666  +0,0   0,0002     0,8664   0,8667 
USD/JPY          159,28  +0,0   0,0500     159,23  159,2100 
GBP/USD          1,3441  -0,0  -0,0002     1,3443   1,3440 
USD/CNY          6,7665  -0,2  -0,0131     6,7796   6,7796 
USD/CNH          6,7636  -0,1  -0,0090     6,7726   6,7726 
AUS/USD          0,7183  +0,3   0,0020     0,7163   0,7164 
Bitcoin/USD      72.854,71  -0,8  -617,97    73.472,68 73.277,82 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         87,51  -1,6   -1,39      88,9 
Brent/ICE         92,07  -1,8   -1,64      93,71 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.529,21  +0,8   37,28    4.491,93 
Silber           75,69  +0,1    0,05      75,64 
Platin         1.930,47  +0,4    7,72    1.922,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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