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MÄRKTE USA/Gewinne zum Wochenausklang - Dow über 51.000 Punkten

DJ MÄRKTE USA/Gewinne zum Wochenausklang - Dow über 51.000 Punkten

DOW JONES--Die Rekordjagd an der Wall Street setzt sich zum Wochenausklang fort. Der Dow-Jones-Index erreichte bei 51.086 Punkten ein neues Rekordhoch und kletterte damit erstmals über die Marke von 51.000 Punkten. Am Mittag (Ortszeit) steigt der Index um 0,7 Prozent auf 51.040 Punkte. Der S&P-500 verbessert sich um 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,4 Prozent. Damit steuert der marktbreite S&P-500 auf die neunte Gewinnwoche in Folge zu bzw. auf seine beste Zweimonatsphase seit Mai 2020. Der Markt befindet sich seit Ende März im Aufwärtstrend. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran stützt erneut. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran kurz vor einer Einigung. Gleichwohl warten die Anleger hier auf konkrete Ergebnisse.

Bei einer Einigung dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Passend zu den Hoffnungen am Markt fallen die Ölpreise zum Wochenschluss. Der Iran werde die Kontrolle über die Straße von Hormus wahrscheinlich nicht aufgeben, da die Wasserstraße bei allen künftigen Atomverhandlungen mit Washington eine wichtige strategische Trumpfkarte bleibe, meint SEB-Analyst Bjarne Schieldrop.

Stützend für die Marktstimmung wirken auch euphorisch aufgenommene Geschäftszahlen von Dell - der Kurs haussiert um 28,9 Prozent. Der Computerhardware-Hersteller sprach von einem rasanten Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren. Zudem treiben Details zu einem neuen Vertrag mit dem US-Militär im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar. Dell befinde sich in der Frühphase eines Superzyklus der KI-Infrastruktur, urteilt Marktstratege James Thorn von Wellington Altus.

Die Renditen von US-Staatsanleihen fallen leicht - im Zehnjahresbereich um 2,0 Basispunkte auf 4,44 Prozent. Sollten sich die Kriegsparteien auf ein Abkommen verständigen, dürften die Inflationssorgen über dann wohl nachgebende Ölpreise zurückgehen. Allerdings sei die Unsicherheit groß, weswegen die Renditen nur leicht sänken, heißt es im Handel.

Gestützt wird die Stimmung auch von einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanager-Index Chicago. Der Index stieg im Mai auf 62,7 Punkte, nach 49,2 Punkten im April, was einem Schrumpfungsniveau entsprach. Es ist der höchste Stand seit Januar 2022. Die Neuaufträge sprangen ebenfalls auf das höchste Niveau seit Januar 2022.

Der Dollar-Index gibt leicht nach - der Dollar-Index fällt um 0,2 Prozent. Das Abwärtspotenzial des Dollar sei aber begrenzt, selbst wenn die USA und der Iran eine Einigung über eine Verlängerung ihres Waffenstillstands und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielen, so XM-Analyst Charalampos Pissouros. "Dennoch deutet die Tatsache, dass die Anleger weiterhin mit steigenden Zinsen rechnen, darauf hin, dass sie nach wie vor über die Inflation besorgt sind", sagt Pissouros. Selbst wenn eine Vereinbarung unterzeichnet werde, dürften die Ölpreise höher bleiben als vor einem Jahr, so dass es einige Zeit dauern könnte, bis die Inflation wieder auf das 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve zurückfalle, ergänzt er.

Der Ölpreis für die Sorte Brent fällt um 1,8 Prozent auf 92,01 Dollar und steuert auf hohe Wochenverluste mit den Hoffnungen auf ein Kriegsende in Nahost zu. Bei der europäischen Sorte Brent beläuft sich der Wochenabschlag auf mehr als 11 Prozent.

Der Goldpreise steigt mit der Spekulation auf eine via Ölpreis sinkende Inflation. Die Feinunze erhöht sich um 1,6 Prozent auf 4.565 Dollar.

Am Aktienmarkt brechen American Eagle Outfitters um 13 Prozent ein. Die Kernmarke des Modekonzerns schnitt nicht so positiv ab, wie von der Geschäftsführung gewünscht. Die Umsätze dieses Segments im ersten Quartal sind rückläufig. Die Wettbewerberpapiere von Gap stürzen um 16,8 Prozent ab, nachdem der Bekleidungshändler seine Umsatzprognose gesenkt und einen Umsatzrückgang bei seiner Old Navy-Kette gemeldet hat.

Autodesk übernimmt MaintainX für 3,6 Milliarden US-Dollar, die Titel geben 4 Prozent ab. Die angehobene Prognose stützt nicht. Okta meldet im ersten Quartal einen höheren Gewinn und hebt die Prognose für das Gesamtjahr an - der Kurs springt um 27,4 Prozent nach oben. SentinelOne sacken um 8,2 Prozent ab - belastet von einem schwachen Ausblick des Cybersicherheitsunternehmens, das zudem 8 Prozent der Belegschaft abbaut.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.040,01  +0,7  +371,04    50.668,97 
S&P-500         7.589,17  +0,3   +25,54    7.563,63 
NASDAQ Comp      27.012,66  +0,4   +95,19    26.917,47 
NASDAQ 100       30.366,47  +0,5  +142,59    30.223,89 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,00 -0,03    4,04      3,99 
5 Jahre           4,14 -0,02    4,17      4,12 
10 Jahre          4,44 -0,02    4,46      4,43 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 19:29 
EUR/USD          1,1671  +0,2   0,0020     1,1651   1,1651 
EUR/JPY          185,87  +0,2   0,3600     185,51  185,5300 
EUR/CHF          0,9121  -0,1  -0,0011     0,9132   0,9132 
EUR/GBP          0,8664  0,0   0,0000     0,8664   0,8667 
USD/JPY          159,22  -0,0  -0,0100     159,23  159,2100 
GBP/USD          1,3468  +0,2   0,0025     1,3443   1,3440 
USD/CNY          6,7662  -0,2  -0,0134     6,7796   6,7796 
USD/CNH          6,7619  -0,2  -0,0107     6,7726   6,7726 
AUS/USD          0,7188  +0,4   0,0025     0,7163   0,7164 
Bitcoin/USD      73.771,61  +0,4   298,93    73.472,68 73.277,82 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         87,77  -1,3   -1,13      88,9 
Brent/ICE         92,01  -1,8   -1,70      93,71 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.564,69  +1,6   72,76    4.491,93 
Silber           75,62  -0,0   -0,01      75,64 
Platin         1.919,76  -0,2   -2,99    1.922,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cbr

(END) Dow Jones Newswires

May 29, 2026 12:19 ET (16:19 GMT)

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