DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche HVPI-Inflation sinkt im Mai auf 2,7 Prozent
Der Inflationsdruck in Deutschland hat im Mai etwas deutlicher als erwartet nachgelassen, wobei sich Anstieg der Kernverbraucherpreise beschleunigte. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lag um 2,7 (April: 2,9) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Jahresteuerungsrate von 2,8 Prozent prognostiziert. Der nationale Verbraucherpreisindex ging um 0,2 Prozent auf Monatssicht zurück und stieg um 2,6 (2,9) Prozent auf Jahressicht. Erwartet worden waren Raten von plus 0,1 und plus 2,8 Prozent.
Tankrabatt bremst Inflation in Deutschland
Der unerwartet deutliche Inflationsrückgang in Deutschland ist nach Aussage von DZ-Bank-Analyst Christoph Swonke vor allem auf den für zwei Monate angelegten Tankrabatt zurückzuführen. "Daten aus den Bundesländern zeigen, dass die Preise für Diesel und Benzin im Mai deutlich zurückgegangen sind. In Nordrhein-Westfalen sanken die Kraftstoffpreise gegenüber April um 6,5 Prozent und in Bayern sogar um 7,7 Prozent", schreibt er in einem Kommentar. An dem Instrument gibt es nach seiner Meinung zwar verschiedene Dinge zu kritisieren - vor allem, dass es eine Entlastung mit der Gießkanne sei. Mit Blick auf den Inflationsanstieg habe der Tankrabatt allerdings seinen Zweck erfüllt.
Kanadas BIP sinkt im ersten Quartal um 0,1%
Die kanadische Wirtschaft ist zu Jahresbeginn unerwartet das zweite Quartal in Folge geschrumpft. Die Wirtschaftsleistung ging zurück, da die Exporte schwächelten, die Importe aber stiegen. Zudem glichen schwächere Investitionen von Unternehmen und Regierung die gestiegenen Ausgaben der privaten Haushalte aus.
US-Regierung fordert 50-Prozentquote für US-Autoteile bei USMCA - Kreise
Die US-Regierung will womöglich eine Änderung beim Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) vorschlagen. Dabei müssen die Hälfte aller Automobilkomponenten und -materialien aus den Vereinigten Staaten kommen, damit Fahrzeuge von den im Pakt vorgesehenen Zollerleichterungen profitieren könnten. Der neue Vorschlag sei im Vorfeld von Verhandlungen über eine Umstrukturierung des USMCA ausgearbeitet worden, die US-Präsident Donald Trump während seiner ersten Amtszeit 2020 unterzeichnet hatte und das in diesem Jahr zur Überprüfung anstehe, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine US-Delegation befinde sich diese Woche in Mexiko-Stadt zu einer ersten Runde formeller Gespräche über den Pakt mit der mexikanischen Regierung.
Fed-Gouverneurin Bowman warnt vor Reaktion auf kurzfristige Energieinflation
Die Fed-Gouverneurin Michelle Bowman sagte, eine Reaktion auf eine vorübergehend erhöhte Energiepreisinflation würde zu einer ungerechtfertigten geldpolitischen Zurückhaltung führen und die Wirtschaftsaktivität sowie die Lage am Arbeitsmarkt unnötig belasten.
Kanadas BIP sinkt im ersten Quartal um 0,1%
Die kanadische Wirtschaft ist zu Jahresbeginn unerwartet das zweite Quartal in Folge geschrumpft. Die Wirtschaftsleistung ging zurück, da die Exporte schwächelten, die Importe aber stiegen. Zudem glichen schwächere Investitionen von Unternehmen und Regierung die gestiegenen Ausgaben der privaten Haushalte aus.
Japans Rekord-Interventionen offenbar am wenigsten erfolgreich
Japans jüngste Deviseninterventionen zur Stützung des Yen scheinen die am wenigsten erfolgreichen zu sein, schreibt Derek Halpenny von der MUFG Bank in einer Research Note. Das Finanzministerium hat am Freitag mitgeteilt, dass Japan zwischen dem 28. April und dem 27. Mai eine Rekordsumme von 11,7349 Billionen Yen, oder 73,69 Milliarden US-Dollar, für Interventionen ausgegeben hat. Der Yen erholte sich jedoch nur kurzzeitig, da der Dollar gegenüber dem Yen inzwischen wieder nahe an die Niveaus vor den Interventionen zurückgekehrt ist. Ein mögliches Abkommen im Nahen Osten würde eine größere Rolle dabei spielen, den Dollar gegenüber dem Yen zu drücken, wenn die globalen Renditen aufgrund nachlassender Inflationsängste fallen, meint Halpenny.
Iran behält bei Atomgesprächen wohl Druckmittel Straße von Hormus
Der Iran werde die Kontrolle über die Straße von Hormus wahrscheinlich nicht aufgeben, da die Wasserstraße bei allen künftigen Atomverhandlungen mit Washington eine wichtige strategische Trumpfkarte bleibe, meint Bjarne Schieldrop von SEB Research. "Der wahrscheinliche Ausweg aus diesem Krieg ist schon seit geraumer Zeit ein Abkommen, das im Grunde kein Abkommen ist, sondern vielmehr eine Vereinbarung, weiter zu verhandeln und strittige Fragen später zu klären", so der Chef-Rohstoffanalyst. "Im Grunde wird das Problem nur auf die lange Bank geschoben."
+++ Konjunkturdaten +++
Brasilien BIP 1Q +1,8% gg Vorjahr
Brasilien BIP 1Q +1,1% gg Vorquartal
DJG/DJN/apo/cbr
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May 29, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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