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Zusammen mit Ihnen wollen wir einen Blick auf die aktuelle Wochenhistorie werfen. Was war wichtig? Was bewegte den Markt? Wir haben die wichtigsten Ereignisse übersichtlich für Sie zusammengefasst.
Die großen Indizes konnten im Wochenverlauf getragen von Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten und einem rückläufigen Rohölpreis weiter zunehmen. Auf Unternehmensseite sorgten teils deutliche Kursbewegungen über Nacht in beide Richtungen für Aufmerksamkeit, während das Thema KI die Erwartungen der Anlegerinnen und Anleger je nach Branche weiterhin spürbar auseinanderlaufen lässt. Zudem gab es wichtige konjunkturelle Daten aus Deutschland, USA und Japan.
Globaler Aktienmarkt - DAX stabil, US-Indizes setzen ihre Serie fort
Der DAX konnte in dieser Woche leicht zulegen. Nach einem Start am Montag mit Aufwärtsgap bei rund 25.181 Punkten kam es von Dienstag bis Donnerstag zu moderaten Rücksetzern, insgesamt blieb die Tendenz jedoch positiv. Am Freitagmittag notierte der DAX bei ungefähr 25.087 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von ca. 0,80 %.
Aufgrund des Memorial Day am Montag war die Handelswoche an den US-Börsen verkürzt. Der S&P 500 zeigte sich dennoch robust und notierte über die Woche hinweg stets im Plus - damit verbucht der Index die neunte positive Woche in Folge. Nach dem Start am Dienstag bei rund 7.511,79 Punkten stieg der Index bis Freitagmittag um etwa 1,41 % auf über 7.579,24 Punkte. Auch der Nasdaq-100 präsentierte sich stark und durchbrach eine historische Marke: Zum Wochenauftakt schloss der Index nach einem Aufwärtsgap von über 1 % erstmals über der 30.000-Punkte-Marke. Nach einem kleinen Rücksetzer am Dienstag konnte der Tech-lastige Index am Donnerstag sein Momentum nutzen und bei 30.223 Punkten schließen. Der Kurs zur Eröffnung am Freitag lag bei 30.291,69 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average bewegte sich dagegen weniger dynamisch. Nach einem leichten Verlust am Dienstag holte er im Wochenverlauf wieder auf und eröffnete am Freitagnachmittag bei 50.876 Punkten mit 0,60 % leicht im Plus.




Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene
Im Nahen Osten gab es in dieser Woche gemischte Signale. Während die USA wiederholt eine bevorstehende Friedensvereinbarung in Aussicht stellten, dementierte der Iran entsprechende Fortschritte und blieb in seiner Verhandlungsposition hart. Teheran pocht weiterhin auf ein Anrecht zur Anreicherung von Uran und die Kontrolle der Straße von Hormus - inklusive einer Abgabe von 2 Mio. USD pro passierendem Öltanker, die als Umweltabgabe deklariert wird. Zusätzlich kam es im Wochenverlauf erneut zu einem Zwischenfall zwischen den beiden Marinen, der zunächst neue Zweifel am Waffenstillstand auslöste. Zum Ende der Woche wurde jedoch eine weitere 60-tägige Verlängerung angekündigt.
Die Preise für ein Barrel Öl der Sorten Brent und WTI gaben im Wochenverlauf erneut nach. Der Brent-Crude-Future (Lieferung Juli) fiel von rund 103,54 USD zu Wochenbeginn auf etwa 92,41 USD am Freitagmittag, während der WTI-Crude-Future (Juli) von etwa 96,60 USD auf rund 88,90 USD pro Barrel sank.


Zentrale konjunkturelle Ereignisse
In dieser Woche wurden das Verbrauchervertrauen in den USA und in der Eurozone sowie der Geschäftsklimaindex und das wirtschaftliche Vertrauen veröffentlicht. Die monatlichen Erhebungen blieben unterm Strich auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vormonat, was auf eine weiterhin stabile, aber wenig dynamische Stimmungslage hindeutet. Am Donnerstag folgten in den USA zudem die Daten zum Core Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index im Monats- und Jahresvergleich. Dieses Inflationsmaß misst die Preisentwicklung der von privaten Haushalten tatsächlich konsumierten Waren und Dienstleistungen (ohne Energie und Lebensmittel). Auf Monatssicht gab der Index um 0,1 % nach, auf Jahressicht stieg er um 0,1 %. Zum Wochenschluss wurden außerdem wichtige Inflationszahlen aus Japan und Deutschland veröffentlicht. In Japan ging die Teuerungsrate auf Jahressicht um 0,1 % zurück und liegt nun bei 1,4 %. In Deutschland ging sie im Jahresvergleich von 2,90 % auf 2,7 % zurück. Auf Monatssicht fiel der Verbraucherpreisindex in Deutschland sogar von 0,6 % auf -0,2 % ins Negative, was auf nachlassenden Preisdruck hindeutet.
Der EUR/USD-Wechselkurs zeigte in dieser Woche keine große Schwankungsbreite und notierte zum Wochenende mit einem Plus von 0,33 % bei 1,638.

Bedeutende Unternehmensnachrichten
Der KI-Hype bleibt der zentrale Treiber im Technologiesektor und damit auch für viele der großen Indizes. Applied Materials, Anbieter von Systemen und Fertigungsanlagen für die Halbleiterproduktion, profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur und meldete Rekordzahlen für das zweite Quartal. Das Ergebnis je Aktie stieg um 33 %; zugleich stellte das Unternehmen weitere Kapazitäts- und Wachstumsschritte in Aussicht.
Auch Nvidia stand im Fokus: Trotz zuvor verhängter Exportbeschränkungen darf das Unternehmen wieder ältere GPUs an ausgewählte chinesische Kunden liefern. Dadurch steigt die Nachfrage selbst nach vier bis fünf Jahre alten Grafikkarten sowie KI- und HPC-Beschleunigern, was zu entsprechend höheren Preisen führt. CEO Jensen Huang verglich diese Entwicklung mit einer Wertanlage und sprach von "Fine Wine". Die Aktie legte in dieser Woche um knapp 10 % zu. Mit dem jüngsten Rekordhoch kommt Nvidia auf eine Marktkapitalisierung von rund 5,7 Billionen USD und übertrifft damit das BIP aller Länder mit Ausnahme von China und den USA.
Doch die Konkurrenz schläft nicht: Broadcom steigerte den KI-Umsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 106 % auf 8,4 Mrd. USD. Mit anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs) bietet das Unternehmen insbesondere für Großkunden (Hyperscaler) eine Alternative zu Nvidias universeller KI-Hardware. Die Aktie gewann im Wochenverlauf knapp 3 %; seit Anfang April summiert sich das Plus auf rund 40 %.
Der Ausbau der KI-Infrastruktur erhöht zugleich den Energiebedarf und rückt damit auch Versorger in den Blick. Die Aktie des Energiekonzerns RWE verlor im Laufe der Woche rund 5,4 % und notierte am Freitag zeitweise bei noch ca. 55 Euro. Am Mittwoch präsentierte der Konzern jedoch positive Quartalszahlen und berichtete einen Anstieg des bereinigten EBITDA um 25 % auf 1,6 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich somit auf 0,85 Euro (Q1 2025: 0,68 Euro). Unter anderem profitierte der Konzern von besseren Windverhältnissen in Europa und von der Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen, Solarparks und Batteriespeicher.




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Quelle: HSBC


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