2026 sollte das Jahr der Erholung werden, für die deutsche Wirtschaft und den Intralogistiksektor. Je länger der Konflikt im Nahen Osten anhält, desto stärker schrumpfen diese Hoffnungen. Kion und Jungheinrich liefern solide Quartalszahlen, doch die makroökonomischen Risiken bleiben. Sorgen über eine schwache Industriekonjunktur und steigende Kosten haben auch vor deutschen Zyklikern nicht haltgemacht. Seit Jahresbeginn haben die Aktien von Jungheinrich und Kion zwischen 30 und 37% verloren, während der MDAX rund 9% im Plus liegt. Die Q1-Zahlen von Ende April/Anfang Mai konnten den Abwärtsdruck nur kurzzeitig bremsen. Zwar bestätigten beide Unternehmen ihre Prognosen. Überzeugend war das jedoch nur bedingt: Kion-CEO Rob Smith arbeitet mit einem breiten Zielkorridor, während der CEO von Jungheinrich, Lars Brzoska, am unteren Ende der Spanne rückläufige Umsätze und ein sinkendes EBIT einkalkuliert. Erfreulich ist bei Kion, dass sich die Nachfrage nach Lagerautomatisierung und Supply-Chain-Lösungen zunehmend stabilisiert. Nach den Überkapazitäten aus der Pandemiephase mehren sich die Hinweise auf eine Normalisierung der Nachfrage. Strategisch gewinnt dieser Bereich an Bedeutung, da er höhere Margen und strukturell bessere Wachstumsperspektiven als das klassische Staplergeschäft bietet. Bei Jungheinrich zeigte sich ein gemischteres Bild. Zwar stieg der Auftragseingang ebenfalls deutlich um knapp 11%, jedoch waren Umsatz und Profitabilität rückläufig. Selbst nach ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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