Die Analysten unterschätzen Christian Sewing - wieder einmal. Der Chef der Deutschen Bank hat schon früher geliefert, wenn niemand daran glaubte. Jetzt hat er die Messlatte höher gelegt. Christian Sewing hat eine Botschaft - und er wollte sie persönlich überbringen. Erstmals seit sechs Jahren lud die Deutsche Bank am Donnerstag (28.5.) ihre Aktionäre zur Hauptversammlung in Präsenz: "Die Phase der Stabilisierung ist abgeschlossen. Wir schalten von der Defensive in die Offensive." Nicht alle teilten die Aufbruchsstimmung. Alexandra Annecke von Union Investment bezweifelte, dass die Bank für ein schwierigeres Umfeld ausreichend gerüstet sei. Bei aller Skepsis lohnt ein Blick zurück. Als Sewing 2019 die Bank aus dem globalen Aktiengeschäft zurückzog, sackte die Eigenkapitalrendite (RoTE) auf -10,9%, die Kosten-Ertrags-Quote (CIR) kletterte auf 108%. Sein Ziel einer zweistelligen Eigenkapitalrendite bis 2025 nahmen ihm Analysten nicht ab und erwarteten vor zwei Jahren lediglich 8% RoTE für 2025. Sewing konterte die Kritiker mit einer bemerkenswerten Aufholjagd: 10,3% RoTE und eine CIR von 64,4% stehen für das vergangene Jahr in den Büchern. Alle vier Geschäftsbereiche erzielten zuletzt Renditen von mehr als 10%. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Bank damit erst im Mittelfeld der knapp über 100 von der Europäischen Zentralbank beaufsichtigten systemrelevanten Institute gelandet ist. Ambitionierte Ziele Ein Platz im Mittelfeld reicht Sewing aber nicht. Daher geht er jetzt in die Offensive: Auf der ...Den vollständigen Artikel lesen ...
© 2026 PLATOW Börse




