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Mercedes-Benz könnte gerade die Trendwende eingeleitet haben., denn die Aktie scheint das Tief hinter sich zu lassen und kämpft sich weiter nach oben. Eine komplett neue S-Klasse, starke Anleihen und ein riesiges Werk in Alabama mit Zehntausenden Jobs sprechen für den Konzern. Aber zur Wahrheit gehört auch: Aus Washington kommen noch politische Risiken, und auch die Zahlen sind noch nicht makellos. Doch genau das könnte der Moment sein, auf den mutige Anleger lange warteten. Der Chart sendet erste positive Signale, und Kursziele in Richtung 60 und 65 Euro sind näher als noch vor wenigen Wochen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, worauf es jetzt ankommt.
Unternehmen im Aufbruch
Das erste Halbjahr 2026 war für Mercedes-Benz schwierig. Der Umsatz sank um knapp 5 Prozent und das EBIT fiel um 17 Prozent. Dennoch hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Beim EBIT wird sogar ein deutliches Plus erwartet, weil Restrukturierungskosten wegfallen. Das ist ein klares Signal. Dazu kommt die neue S-Klasse: Mehr als die Hälfte des Fahrzeugs wurde komplett neu entwickelt, inklusive eigenem Betriebssystem, KI-Navigation und Antrieben von 537 PS bis Plug-in-Hybrid mit 100 Kilometern Elektroreichweite. Auch in den USA läuft es ganz ok. 2025 wurden dort über 343.000 Fahrzeuge verkauft.

Charttechnik
Jetzt wird es spannend, denn möglicherweise hat die Aktie ihren Tiefpunkt Anfang Mai bei knapp 47,39 Euro schon für dieses Jahr gesehen. Seitdem dreht sie auf. Seit diesem Tief hat sich der Kurs um rund 9 Prozent erholt, notiert aktuell bei etwa 51,90 Euro und liegt damit wieder knapp über dem 50er SMA von 51,25 Euro. Das ist ein gutes technisches Signal. Der RSI bewegt sich mit rund 46 Punkten im neutralen Bereich, also weder überkauft noch überhitzt, es ist aber positiv gesehen noch deutlich Luft nach oben. Die nächste spannende Marke liegt nun bei 55,21 Euro. Wird diese überwunden, ist der 200er SMA überwunden. Und dahinter wartet dann der Bereich zwischen 60 und 65 Euro, dort lag auch das 52-Wochen-Hoch bei knapp unter 62 Euro zu Jahresbeginn. Wer charttechnisch denkt, sieht hier eine Stufenleiter nach oben. Institutionelle Investoren haben das vielleicht schon ebenfalls registriert, denn Mercedes-Benz-Anleihen gelten aktuell als begehrte Anlage mit Renditen von rund 3 Prozent im kurzfristigen Bereich.
Was tun?
Die Mercedes-Benz-Aktie ist keine risikolose Wette, denn das wäre gelogen. Es gibt offene Baustellen: Eine davon ist das politisches# Risiko aus Washington: Ein Gesetzesentwurf könnte Hersteller mit chinesischen Großaktionären unter Druck setzen, BAIC und Li Shufu halten zusammen knapp unter 20 Prozent an Mercedes. Solange dieser Entwurf aber nicht beschlossen ist, bleibt es ein Risiko am Horizont, aber kein akutes reales Problem. Auf der anderen Seite stehen für Daimler auf der Habenseite ein solides Produktportfolio, eine neue S-Klasse als technologischer Trumpf und ein Kurs der wieder über dem 50-Tage-Schnitt liegt sowie eine Bewertung, die längst viel Negativität eingepreist hat. Die Dividendenrendite liegt bei über 6 Prozent. Wer langfristig denkt und Geduld mitbringt, findet hier einen möglichen Einstiegspunkt, mit dem 200-Tage-Schnitt als nächstem Etappenziel und 60 bis 65 Euro als Perspektive für die zweite Jahreshälfte. Kein Kauf ohne Risiko, aber die Chancen stehen gerade nicht so schlecht Dennoch ein Stopp ist immer erforderlich.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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