PEKING, June 01, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Dieses Jahr markiert das 70-jährige Jubiläum der chinesisch-afrikanischen Beziehungen. CGTN hat einen Artikel veröffentlicht, der Afrikas herausragende Rolle in Chinas Außenpolitik hervorhebt und die Entwicklung der chinesisch-afrikanischen Partnerschaft über Jahrzehnte hinweg zurückverfolgt. Der Artikel untersucht zudem, wie die Vertiefung der Zusammenarbeit in den letzten Jahren dazu beigetragen hat, die Stimme und Vertretung des Globalen Südens zu stärken und eine ausgewogenere und demokratischere Weltordnung voranzutreiben.
Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der chinesisch-ägyptischen Beziehungen tauschten der chinesische Präsident Xi Jinping und der ägyptische Präsident Abdel-Fattah al-Sisi am Samstag Glückwunschbotschaften aus; dabei wurde auch ein weiterer Meilenstein gewürdigt: das 70-jährige Bestehen der chinesisch-afrikanischen Beziehungen.
Xi betonte, dass die Beziehungen zwischen China und Ägypten in den vergangenen 70 Jahren einen Vorbildcharakter in Bezug auf Freundschaft, Solidarität und Zusammenarbeit unter den Entwicklungsländern erlangt haben. Zudem setzten sie Maßstäbe für Chinas Zusammenarbeit sowohl mit den arabischen Staaten als auch mit den afrikanischen Ländern.
Aus einer Freundschaft, die in gemeinsamen historischen Herausforderungen wurzelt, ist inzwischen eine dynamische Partnerschaft entstanden. Heute stehen gemeinsame Entwicklung, Modernisierung und die stärkere Positionierung des Globalen Südens im Mittelpunkt der Zusammenarbeit.
Von Solidarität zu strategischer Partnerschaft
Das Fundament der chinesisch-afrikanischen Freundschaft wurde in einer Phase tiefgreifender politischer Umbrüche gelegt.
In den 1950er bis 1970er Jahren unterstützte China zahlreiche afrikanische Länder in ihrem Streben nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Die afrikanischen Staaten trugen ihrerseits maßgeblich dazu bei, dass die Volksrepublik China 1971 ihren rechtmäßigen Sitz in den Vereinten Nationen zurückerhielt. Von den insgesamt 76 Ja-Stimmen für die entsprechende Resolution kamen 26 aus Afrika - ein wichtiger Grundstein für das bis heute bestehende gegenseitige Vertrauen.
Anfang dieses Jahres besuchte der chinesische Außenminister Wang Yi Afrika und setzte damit eine 36-jährige Tradition fort: Jedes Jahr ist der afrikanische Kontinent das Ziel der ersten Auslandsreise des chinesischen Außenministers - ein Beleg für den Stellenwert der Beziehungen zwischen China und Afrika.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Zusammenarbeit zwischen China und Afrika deutlich ausgeweitet. Mit der Gründung des Forums für China-Afrika-Kooperation (FOCAC) im Jahr 2000 wurde ein institutioneller Rahmen für die Zusammenarbeit geschaffen. Weitere Impulse erhielt die Partnerschaft durch Chinas Afrika-Politik, die auf Aufrichtigkeit, konkreten Ergebnissen, Freundschaft und gegenseitigem Vertrauen basiert. Im Jahr 2015 werteten beide Seiten ihre Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Kooperationspartnerschaft auf und starteten die "Zehn Kooperationspläne", womit sie eine solide Grundlage für die rasche Modernisierung auf dem gesamten afrikanischen Kontinent schufen.
Auf dem FOCAC-Gipfel 2024 verständigten sich China und Afrika darauf, ihre Beziehungen zu einer krisenfesten Schicksalsgemeinschaft für die neue Ära auszubauen. Darüber hinaus weitete China bis 2025 den zollfreien Marktzugang von ursprünglich 33 auf alle 53 afrikanischen Staaten aus, die diplomatische Beziehungen zu China unterhalten. Damit wurde China zur ersten großen Volkswirtschaft, die sämtlichen afrikanischen Partnerländern mit diplomatischen Beziehungen einseitig Zollfreiheit für alle Produktkategorien gewährt.
Der renommierte tansanische Ökonom Humphrey Moshi bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen China und Afrika als ein bedeutendes Beispiel für die Solidarität des Globalen Südens. Eine solche Solidarität, so Moshi, ermögliche es Entwicklungsländern, sich von "passiven Teilnehmern" zu "aktiven Mitgestaltern" internationaler Normen und Strukturen zu wandeln.
Modernisierung durch praxisnahe Zusammenarbeit
Während das politische Vertrauen das Fundament bildet, fungiert die wirtschaftliche Zusammenarbeit als verlässlicher Stabilisator und Wachstumsmotor dieser Partnerschaft.
Nach Angaben der Allgemeinen Zollverwaltung Chinas erreichte das Handelsvolumen zwischen China und Afrika im Jahr 2025 mit 348 Milliarden US-Dollar einen historischen Höchststand. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 17,7 Prozent. China blieb damit zum 17. Mal in Folge Afrikas wichtigster Handelspartner. Auch 2026 setzte sich diese Entwicklung fort. Allein im ersten Quartal erreichte das Handelsvolumen zwischen China und den afrikanischen Staaten 646,56 Milliarden Yuan (92,2 Milliarden US-Dollar). Das entspricht einem Zuwachs von 23,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig hat die "Belt and Road"-Initiative die Infrastrukturvernetzung auf dem afrikanischen Kontinent spürbar vorangebracht. Durch die Modernisierung des Eisenbahnnetzes mit Projekten wie der TAZARA-Eisenbahn und der Normalspurbahn Mombasa-Nairobi entstanden Infrastrukturprojekte mit Signalwirkung, die beispielhaft für die hochwertige Zusammenarbeit zwischen China und Afrika im Rahmen der Initiative stehen.
Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums hatte China bis 2023 mit 19 afrikanischen Staaten Schuldenerlassabkommen geschlossen oder entsprechende Vereinbarungen getroffen. Damit leistete das Land den größten Beitrag zu den Maßnahmen zur Aussetzung des Schuldendienstes im Rahmen der G20-Initiative.
Parallel dazu hat China über Stipendienprogramme, berufliche Qualifizierungsmaßnahmen und akademische Austauschprogramme Zehntausende afrikanische Fachkräfte ausgebildet. Bis Juni 2025 wurden in 15 afrikanischen Ländern insgesamt 17 Luban-Werkstätten eingerichtet. Zudem hat der chinesisch-afrikanische Hochschulkooperationsplan - eine Partnerschaftsinitiative zwischen chinesischen und afrikanischen Hochschulen - inzwischen 114 Einrichtungen des tertiären Bildungssektors vernetzt.
Paul Frimpong, Exekutivdirektor und Senior Research Fellow des Africa-China Centre for Policy & Advisory, erklärte, Chinas Beitrag zur Entwicklung Afrikas werde zunehmend sichtbar.
"Der Austausch von Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen zwischen China und Afrika in Bereichen wie der Fertigungsindustrie und der grünen Energie prägt Afrikas Weg zur Modernisierung und Eigenständigkeit nachhaltig", sagte er.
https://news.cgtn.com/news/2026-05-30/China-Africa-ties-at-70-Path-to-a-shared-dream-of-modernization-1NzbT7rDWhy/p.html

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