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MÄRKTE EUROPA/DAX nimmt Allzeithoch ins Visier - Tech-Werte gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX nimmt Allzeithoch ins Visier - Tech-Werte gesucht

DOW JONES--Europas Börsen sind mit kräftigen Aufschlägen in den Handel am Dienstag gestartet. US-Präsident Donald Trump versucht, in dem sich ausweitenden Konflikt zwischen Israel und dem Libanon zu vermitteln, der zu einem Stolperstein für die Gespräche zwischen dem Iran und den USA zu werden droht. Trump erklärte, beide Seiten hätten vereinbart, die Kämpfe einzustellen, und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu habe die Angriffe im Libanon abgesagt. Angeblich hatte der Iran die Gespräche mit den USA wegen der israelischen Angriffe im Libanon ausgesetzt, was die Börsen am Vortag belastete.

Der DAX gewinnt 1,2 Prozent auf 25.306 Punkte, damit rückt das Allzeithoch bei 25.508 Punkten in greifbare Nähe. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,1 Prozent auf 6.103 Punkte nach oben. Der Ölpreis kommt nach dem Anstieg zu Wochenbeginn zurück, auch fallen die Renditen an den Anleihemärkten. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 1,3 Prozent auf 93,73 Dollar. Der Euro zeigt sich mit 1,1648 Dollar gut behauptet.

Stützend für das Marktsentiment ist auch die anhaltende KI-Rally. Hewlett Packard (HPE) haussierten nachbörslich, nachdem der Konzern seine langfristigen Finanzziele um zwei Jahre vorgezogen hatte. Das Unternehmen hatte Ergebnisse für das zweite Quartal gemeldet, die die Erwartungen der Wall Street bei weitem übertrafen. Als Grund nannte das Unternehmen die rasant steigende Nachfrage nach Rechenleistung von Kunden, die auf Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz umsteigen. Technologiewerte gewinnen europaweit 2,4 Prozent. Infineon steigen um 5,1 Prozent oder STMicroelectronics um 7,7 Prozent.

Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang zu Software-Aktien vom Vortag stützen weiter. Huang sieht die Branche nicht als Verlierer der KI-Revolution. "Das ist eigentlich eine fantastische Zeit, um ein Softwareunternehmen zu sein - aber die Software muss dem Agenten so zur Verfügung gestellt werden, dass er sie auch nutzen kann", so Huang. SAP gewinnen 2,8 Prozent, Atoss Software 2,2 Prozent, Temenos 1,2 Prozent und Nemetschek 2,2 Prozent.

Rüstungswerte kommen dagegen auch weiterhin nicht auf die Beine. Für das Rheinmetall-Papier geht es um 2,3 Prozent nach unten, Renk verlieren 2 Prozent oder Leonardo 0,6 Prozent.

Höhepunkt des Tages ist die Veröffentlichung der europäischen Verbraucherpreise für Mai. Erwartet wird ein Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat bzw. 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Kern sollen die Preise um 2,4 Prozent zum Vorjahr gestiegen sein. Damit würde das Preisniveau aufgrund der Folgen des Iran-Kriegs weiter über dem EZB-Ziel von 2 Prozent liegen. Analysten gehen fest davon aus, dass die Währungshüter in der kommenden Woche die Zinsen anheben werden. In den USA werden am Nachmittag die JOLTS-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.102,95  +1,1   68,00    6.034,95    5,4 
Stoxx-50        5.190,17  +0,6   32,57    5.157,60    5,5 
DAX          25.305,51  +1,2   302,47    25.003,04    3,3 
MDAX          33.232,73  +1,0   333,18    27.039,42    8,5 
TecDAX         4.264,01  +2,0   83,45    3.091,28    17,7 
SDAX          19.151,68  +1,0   192,74    13.062,07    11,5 
FTSE          10.386,92  +0,5   47,97    10.338,95    4,6 
CAC           8.235,08  +1,1   88,49    8.146,59    1,1 
SMI          13.376,89  +0,5   71,49    13.305,40    0,8 
ATX           6.127,01  +0,9   51,69    6.075,32    15,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:48 
EUR/USD          1,1648  +0,2   0,0018     1,1630   1,1622 
EUR/JPY          186,03  +0,2   0,3300      185,7  185,5600 
EUR/CHF          0,9145  -0,0  -0,0002     0,9147   0,9143 
EUR/GBP          0,8646  +0,0   0,0003     0,8643   0,8643 
USD/JPY          159,7  +0,0   0,0500     159,65  159,6400 
GBP/USD          1,3472  +0,2   0,0021     1,3451   1,3444 
USD/CNY          6,7623  -0,0  -0,0027     6,7650   6,7650 
USD/CNH          6,7609  -0,1  -0,0034     6,7643   6,7665 
AUS/USD          0,7181  +0,4   0,0026     0,7155   0,7152 
Bitcoin/USD      70.106,11  -1,8 -1.262,25    71.368,36 71.118,09 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,64  -1,7   -1,52      92,16 
Brent/ICE         93,73  -1,3   -1,25      94,98 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.532,63  +1,1   49,34    4.483,29 
Silber           76,86  +2,7    2,05      74,81 
Platin         1.969,75  +2,4   46,00    1.923,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 02, 2026 04:04 ET (08:04 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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