Frankfurt (ots) -
Die Allianz Freie Wärme begrüßt ausdrücklich die am 20. Mai vom Bundeskabinett verabschiedete Stellungnahme der Bundesregierung zum zehnten Sektorgutachten Energie der Monopolkommission. Die Bundesregierung teilt darin die Einschätzung der Monopolkommission, dass eine wettbewerbliche Ausgestaltung des Fernwärmemarktes wichtig ist - und kündigt an, den Markt- und Rechtsrahmen der Fernwärmeversorgung so weiterzuentwickeln, dass Preise für Kundinnen und Kunden bezahlbar bleiben.
"Diese Positionierung der Bundesregierung ist in Richtung Bürger überfällig und richtig", sagt Andreas Müller, Mitglied im Lenkungskreis der Allianz Freie Wärme und Geschäftsführer Technik beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). "Fernwärmeanbieter haben vor Ort oft eine marktbeherrschende Stellung. Fehlen wirksame Preisaufsicht, transparente Preisformeln und echte Kündigungsrechte, geht das zulasten der Verbraucher. Hinzu kommen sehr oft einseitige technische Vorgaben, die Kosten erhöhen, den Wettbewerb einschränken und die Technologiefreiheit begrenzen können. Die Novellierung der AVBFernwärmeV muss deshalb dringend für mehr Fairness und Transparenz sorgen."
Freie Wahl der Heiztechnik schützt Verbraucher - und das Klima
Die Allianz Freie Wärme steht für einen technologieoffenen Wärmemarkt, in dem dezentrale Lösungen - Wärmepumpen, Holzwärmesysteme mit Holzzentralheizungen, Kamin- und Kachelöfen, Hybridsysteme, KWK-Anlagen und Solartechnik - gleichberechtigt mit zentralen Wärmenetzen konkurrieren. Diese Wahlfreiheit ist kein Hindernis für die Wärmewende, sondern ihre Voraussetzung für gebäudeoptimierte Lösungen.
"Wärmenetze können einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung leisten, wenn sie wirtschaftlich und frei wählbar sind - aber sie sind keine Lösung für jedes Quartier, Gebäude und jeden Haushalt", betont Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH). "Wer dezentrale Optionen methodisch ausblendet und Anschluss- und Benutzungszwänge durchsetzt, schadet am Ende dem Klimaschutz, weil er private Investitionen bremst und Akzeptanz verspielt."
Hintergrund ist, dass Kommunen, Stadtwerke und Umweltverbände stabile Rahmenbedingungen für Investitionen in Wärmenetze fordern. Doch das Argument darf nicht dazu führen, dezentrale Heizungs- und Ofentechnik ohne marktwirtschaftlichen Wettbewerb zu verdrängen, etwa dann, wenn Anschluss- und Benutzungszwänge ausgesprochen werden und die freie Wahl der Heizungstechnik unterbunden wird. Der Neu- und Ausbau von Fernwärmenetzen erfordert nach einer Prognos-Studie Investitionen von rund 106 Milliarden Euro bis 2045. Diese Kosten werden letztlich auch über Anschlussgebühren und Wärmepreise von den Verbrauchern getragen - ohne dass ihnen ein Anbieterwechsel oder eine Kündigung möglich wäre. Ein Geschäftsmodell, das auf langfristiger Kundenbindung ohne Wettbewerb aufbaut, ist weder verbraucherfreundlich noch dauerhaft stabil.
GModG jetzt zügig verabschieden - mit klarem Förderrahmen
Die Allianz Freie Wärme fordert, das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) jetzt mit den notwendigen Anpassungen zügig und ohne weitere Verzögerungen zu verabschieden. Das Gesetz muss gemeinsam mit einem verbraucherfreundlichen Förderpaket dafür sorgen, dass Heizungsmodernisierungen im Gebäudebestand endlich in der Breite vorangebracht werden - und damit die CO2-Emissionen im Sektor Gebäude nachhaltig gesenkt werden.
"Niemand muss auf die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung warten, um heute modern und klimafreundlich zu heizen", erklärt Andreas Müller. "Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt eine Vielzahl effizienter Lösungen. Was jetzt gebraucht wird, sind nachhaltig politisch verlässliche Rahmenbedingungen, attraktive Förderung und das klare Signal: Die freie Wahl der Heiztechnik bleibt."
Pressekontakt:
Pressestelle Allianz Freie Wärme
Jürgen Bähr
Telefon: +49 2247 9001 811
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/111056/6286970
Die Allianz Freie Wärme begrüßt ausdrücklich die am 20. Mai vom Bundeskabinett verabschiedete Stellungnahme der Bundesregierung zum zehnten Sektorgutachten Energie der Monopolkommission. Die Bundesregierung teilt darin die Einschätzung der Monopolkommission, dass eine wettbewerbliche Ausgestaltung des Fernwärmemarktes wichtig ist - und kündigt an, den Markt- und Rechtsrahmen der Fernwärmeversorgung so weiterzuentwickeln, dass Preise für Kundinnen und Kunden bezahlbar bleiben.
"Diese Positionierung der Bundesregierung ist in Richtung Bürger überfällig und richtig", sagt Andreas Müller, Mitglied im Lenkungskreis der Allianz Freie Wärme und Geschäftsführer Technik beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). "Fernwärmeanbieter haben vor Ort oft eine marktbeherrschende Stellung. Fehlen wirksame Preisaufsicht, transparente Preisformeln und echte Kündigungsrechte, geht das zulasten der Verbraucher. Hinzu kommen sehr oft einseitige technische Vorgaben, die Kosten erhöhen, den Wettbewerb einschränken und die Technologiefreiheit begrenzen können. Die Novellierung der AVBFernwärmeV muss deshalb dringend für mehr Fairness und Transparenz sorgen."
Freie Wahl der Heiztechnik schützt Verbraucher - und das Klima
Die Allianz Freie Wärme steht für einen technologieoffenen Wärmemarkt, in dem dezentrale Lösungen - Wärmepumpen, Holzwärmesysteme mit Holzzentralheizungen, Kamin- und Kachelöfen, Hybridsysteme, KWK-Anlagen und Solartechnik - gleichberechtigt mit zentralen Wärmenetzen konkurrieren. Diese Wahlfreiheit ist kein Hindernis für die Wärmewende, sondern ihre Voraussetzung für gebäudeoptimierte Lösungen.
"Wärmenetze können einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung leisten, wenn sie wirtschaftlich und frei wählbar sind - aber sie sind keine Lösung für jedes Quartier, Gebäude und jeden Haushalt", betont Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH). "Wer dezentrale Optionen methodisch ausblendet und Anschluss- und Benutzungszwänge durchsetzt, schadet am Ende dem Klimaschutz, weil er private Investitionen bremst und Akzeptanz verspielt."
Hintergrund ist, dass Kommunen, Stadtwerke und Umweltverbände stabile Rahmenbedingungen für Investitionen in Wärmenetze fordern. Doch das Argument darf nicht dazu führen, dezentrale Heizungs- und Ofentechnik ohne marktwirtschaftlichen Wettbewerb zu verdrängen, etwa dann, wenn Anschluss- und Benutzungszwänge ausgesprochen werden und die freie Wahl der Heizungstechnik unterbunden wird. Der Neu- und Ausbau von Fernwärmenetzen erfordert nach einer Prognos-Studie Investitionen von rund 106 Milliarden Euro bis 2045. Diese Kosten werden letztlich auch über Anschlussgebühren und Wärmepreise von den Verbrauchern getragen - ohne dass ihnen ein Anbieterwechsel oder eine Kündigung möglich wäre. Ein Geschäftsmodell, das auf langfristiger Kundenbindung ohne Wettbewerb aufbaut, ist weder verbraucherfreundlich noch dauerhaft stabil.
GModG jetzt zügig verabschieden - mit klarem Förderrahmen
Die Allianz Freie Wärme fordert, das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) jetzt mit den notwendigen Anpassungen zügig und ohne weitere Verzögerungen zu verabschieden. Das Gesetz muss gemeinsam mit einem verbraucherfreundlichen Förderpaket dafür sorgen, dass Heizungsmodernisierungen im Gebäudebestand endlich in der Breite vorangebracht werden - und damit die CO2-Emissionen im Sektor Gebäude nachhaltig gesenkt werden.
"Niemand muss auf die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung warten, um heute modern und klimafreundlich zu heizen", erklärt Andreas Müller. "Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt eine Vielzahl effizienter Lösungen. Was jetzt gebraucht wird, sind nachhaltig politisch verlässliche Rahmenbedingungen, attraktive Förderung und das klare Signal: Die freie Wahl der Heiztechnik bleibt."
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