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MÄRKTE USA/Wall Street mit Rekorden - Alphabet erneuert KI-Sorgen

DJ MÄRKTE USA/Wall Street mit Rekorden - Alphabet erneuert KI-Sorgen

DOW JONES--Die US-Börsen haben am Dienstag ihre jüngste Rekordjagd fortgesetzt und zum fünfte Mal in Folge auf Rekordständen geschlossen. Groß war die Dynamik aber nicht. Händler sprachen von einer verworrenen und zum Teil widersprüchlichen Nachrichtenlage im Nahost-Konflikt. Einen Durchbruch schien es nicht gegeben zu haben. Allerdings bewiesen Arbeitsmarktdaten die Resilienz der US-Konjunktur. Die Zahl der offenen Stellen in den USA (Jolts) lag im April höher als erwartet.

Der Dow-Jones-Index legte nach einem Allzeithoch im Verlauf um 0,5 Prozent auf 51.308 Punkte zu - gestützt von Cisco (+5,5%) und Caterpillar (+5,2%). Der S&P-500 stieg um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite stagnierte. Nach ersten Zählungen gab es an der Nyse 1.502 (Montag: 1.328) Kursgewinner und 1.239 (1.451) Kursverlierer. Unverändert schlossen 73 (46) Titel.

Erneut stand der Technologiesektor im Mittelpunkt, wo Alphabet für Unruhe sorgte. Die Google-Mutter will Aktien im Wert von 80 Milliarden Dollar ausgeben, um den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur zu finanzieren. Dieser Schritt belebte einige Sorgen über die geplanten Ausgabenexzesse der sogenannten Hyperscaler. Die Maßnahme "ist ein klares Zeichen, dass das KI-Wettrüsten in eine kapitalintensivere Phase tritt", sagte Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown. "Die Zeiten, in denen die Technologiegiganten kapitalleichte Cashflow-Maschinen waren, sind längst vorbei." Alphabet verloren 3,8 Prozent - in der Folge ging es auch für andere Technologiegiganten mit Sorgen über deren KI-Ausgaben nach unten. Microsoft und Amazon büßten 4,2 bzw. 1,8 Prozent ein.

Marvell Technology haussierten um 32,6 Prozent nach einem positiven Kommentar von Nvidia-CEO Jensen Huang. Dieser hatte sich überzeugt gezeigt, dass Marvell dank der Nachfrage nach KI-Hardware das nächste Unternehmen mit einem Börsenwert von 1 Billion Dollar werden würde. Der Kurs von Broadcom, die ähnlich wie Marvell Datenzentren ausrüstet, legte um 4,7 Prozent zu.

Eine optimistische Prognose für das Geschäft mit Rechenzentren hievte Microchip Technology um 5,9 Prozent nach oben. Die Aktie von Hewlett Packard Enterprise (HPE) machte einen Freudensprung um 19,5 Prozent. Das Unternehmen hatte starke Geschäftszahlen zum zweiten Quartal vorgelegt und will seine langfristigen Finanzziele nun schon zwei Jahre früher erreichen als bislang geplant. Ihren Optimismus stützte HPE auf die solide Nachfrage nach KI-Datenzentren. Eine angehobene Jahresprognose und starke Geschäftszahlen befeuerten den Kurs des Dessousherstellers Victoria's Secret - der Aktie schoss um 47,1 Prozent nach oben.

Die Ölpreise stiegen erneut - der Preis für ein Barrel Brent um 1,1 Prozent. Grund waren Berichte, wonach Israel seine Attacken auf den Libanon fortgesetzt habe. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor noch von der Einstellung der Kampfhandlungen im Libanon gesprochen.

Am Anleihemarkt fielen die Renditen, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,45 Prozent. Damit kamen die Renditen aber von den Tageshochs zurück. Die Jolts-Daten seien "falkenhaft für den Zinsausblick der Fed", urteilte Abalyst Bill Adams von der Fifth Third Commercial Bank. Der Dollar-Index stagnierte. Der Greenback sei aktuell nicht als Fluchtwährung gefragt, nachdem der Libanon einen teilweisen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah vermeldet habe, so Devisenhändler. Der Goldpreis schloss in drei der vergangenen vier Sitzungen höher - stieg diesmal aber nur um 0,1 Prozent.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.307,79  +0,5  +228,91    51.078,88 
S&P-500    7.609,78  +0,1   +9,82    7.599,96 
NASDAQ Comp 27.093,90  +0,0   +7,09    27.086,81 
NASDAQ 100  30.660,60  +0,5  +146,74    30.513,86 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,05 -0,01    4,05      4,01 
5 Jahre           4,17 -0,01    4,18      4,13 
10 Jahre          4,45 -0,02    4,46      4,42 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:48 
EUR/USD          1,1631  +0,0   0,0001     1,1630   1,1622 
EUR/JPY          186,01  +0,2   0,3100      185,7  185,5600 
EUR/CHF          0,9156  +0,1   0,0009     0,9147   0,9143 
EUR/GBP          0,8634  -0,1  -0,0009     0,8643   0,8643 
USD/JPY          159,9  +0,2   0,2500     159,65  159,6400 
GBP/USD          1,3467  +0,1   0,0016     1,3451   1,3444 
USD/CNY          6,7622  -0,0  -0,0028     6,7650   6,7650 
USD/CNH          6,7629  -0,0  -0,0014     6,7643   6,7665 
AUS/USD          0,718  +0,4   0,0025     0,7155   0,7152 
Bitcoin/USD      66.827,33  -6,4 -4.541,03    71.368,36 71.118,09 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         93,62  +1,6    1,46      92,16 
Brent/ICE           96  +1,1    1,02      94,98 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.486,66  +0,1    3,37    4.483,29 
Silber           75,14  +0,4    0,33      74,81 
Platin         1.934,80  +0,6   11,05    1.923,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

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June 02, 2026 16:11 ET (20:11 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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