DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
FEIERTAGSHINWEIS
MITTWOCH: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Tags der Regionalwahlen geschlossen.
TAGESTHEMA
Die USA und der Iran haben sich erneut Gefechte geliefert, nachdem die USA einen leeren Öltanker angegriffen hatten, der nach ihrer Aussage versucht hatte, ihre Blockade zu durchbrechen. Dies löste eine Reihe von Angriffen auf beiden Seiten aus, die darin gipfelten, dass der Iran ballistische Raketen auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait abfeuerte. Trotz des heftigen Feuergefechts erklärte das Zentralkommando der US-Streitkräfte am Dienstagabend, der brüchige Waffenstillstand sei weiterhin "in Kraft". Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im April kam es wiederholt zu Scharmützeln zwischen den beiden Seiten, eine vollumfängliche Wiederaufnahme des Krieges wurde jedoch vermieden. US-Präsident Donald Trump hat Berichte, nach denen die USA und der Iran vor ein paar Tagen die Gespräche eingestellt hätten, als "Fake News" bezeichnet.
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Mai
Beschäftigung privater Sektor
PROGNOSE: 110.000 Stellen
zuvor: 109.000 Stellen
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Mai
PROGNOSE: 50,9
1. Veröff.: 50,9
zuvor: 51,0
16:00 Auftragseingang Industrie April
PROGNOSE: +4,4% gg Vm
zuvor: +1,5% gg Vm
ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai
PROGNOSE: 53,9 Punkte
zuvor: 53,6 Punkte
ÜBERSICHT INDIZES
zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.621,50 -0,0 E-Mini-Future Nasdaq-100 30.701,50 -0,0 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.805,70 +0,9 Topix-500 (Tokio) 4.009,37 +2,2 Kospi (Seoul) Feiertag Shanghai-Composite 4.098,43 +0,6 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.604,83 -1,7
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Überwiegend fester - Zur stimmungsmäßigen Gemengelage heißt es, die Stärke im Technologiesektor und die anhaltende KI-Fantasie drängten die Entwicklung im Nahost-Konflikt mit wieder neuen gegenseitigen Attacken und den wohl ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen in den Hintergrund. An anderer Stelle ist von einer Art Gewöhnungseffekt an die fragile Lage die Rede. In Tokio sorgt die Aussicht auf neue Maßnahmen der Regierung zur Stützung der Konjunktur für Kauflaune und ein erneutes Rekordhoch. Premierministerin Sanae Takaichi erwägt außerdem eine Senkung von Verbrauchssteuern. In Hongkong sprechen Teilnehmer nach der KI-getriebenen Rally vom Vortag von Gewinnmitnahmen. In Shanghai stützt, dass der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Mai deutlich gestiegen und damit noch weiter in den Expansion anzeigenden Bereich vorgedrungen ist. In geht es mit der Hoffnung auf zunächst ausbleibende weitere Zinserhöhungen nach oben. Auslöser ist, dass das Wirtschaftswachstum in Down Under im ersten Quartal unter der Erwartung ausgefallen ist. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte die Notenbank die Zinsen bereits um 0,75 Prozentpunkte, zuletzt drei Mal in Folge. Im südkoreanischen Seoul pausiert der Handel wegen den stattfindenden Kommunalwahlen.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 51.307,79 +0,5 +228,91 51.078,88
S&P-500 7.609,78 +0,1 +9,82 7.599,96
NASDAQ Comp 27.093,90 +0,0 +7,09 27.086,81
NASDAQ 100 30.660,60 +0,5 +146,74 30.513,86
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,34 Mrd 1,44 Mrd
Gewinner 1.481 1.319
Verlierer 1.256 1.449
Unverändert 99 76
Gut behauptet - Kleine Aufschläge reichten für neue Rekordhochs auf Schlusskursbasis - bereits zum fünften Mal in Folge. Händler sprachen von einer verworrenen und zum Teil widersprüchlichen Nachrichtenlage im Nahost-Konflikt, allerdings bewiesen Arbeitsmarktdaten die Resilienz der US-Konjunktur. Die Zahl der offenen Stellen (Jolts) fiel höher aus als erwartet. Alphabet verloren 3,8 Prozent mit der Nachricht, Aktien im Wert von 80 Milliarden Dollar ausgeben zu wollen, um den Ausbau der KI-Infrastruktur zu finanzieren. Im Sog ging es für die Aktien von Microsoft und Amazon - beide Unternehmen investieren ebenfalls massiv in KI - um 4,2 bzw. 1,8 Prozent nach unten. Marvell haussierten um 32,6 Prozent, nachdem Nvidia-Chef Jensen Huang Marvell auf einer Messe als "das nächste Billionen-Dollar-Unternehmen" bezeichnnet hatte. Der Kurs von Broadcom, das Unternehmen rüstet ähnlich wie Marvell Datenzentren aus - legte um 4,7 Prozent zu. Eine optimistische Prognose für das Geschäft mit Rechenzentren hievte Microchip um 5,9 Prozent nach oben. HPE machten einen Freudensprung um 19,5 Prozent. Das IT-Unternehmen hatte starke Geschäftszahlen vorgelegt und will seine langfristigen Finanzziele nun schon zwei Jahre früher erreichen als bislang geplant. Eine angehobene Jahresprognose und starke Geschäftszahlen ließen Victoria's Secret um 47,1 Prozent nach oben schießen.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,05 -0,01 4,05 4,01 5 Jahre 4,17 -0,01 4,18 4,13 10 Jahre 4,45 -0,02 4,46 4,42
Am Anleihemarkt tat sich wenig, die Renditen sanken leicht, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,45 Prozent. Die eher robust ausgefallenen "Jolts"-Daten hatten sie dabei von den Tagestiefs noch leicht nach oben gehievt.
DEVISEN
zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:45 Uhr % YTD EUR/USD 1,1623 -0,1 1,1631 1,1647 -1,0 EUR/JPY 185,86 -0,1 185,99 186,04 +1,0 EUR/GBP 0,8637 0,0 0,8637 0,8643 -0,9 USD/JPY 159,89 0,0 159,89 159,70 +2,1 USD/KRW 1.519,33 +0,2 1.516,93 1.517,80 +5,5 USD/CNY 6,7673 +0,1 6,7622 6,7620 -3,2 USD/CNH 6,7676 +0,1 6,7614 6,7600 -3,0 USD/HKD 7,8362 -0,0 7,8368 7,8380 +0,7 AUD/USD 0,7165 -0,2 0,7178 0,7181 +7,4 NZD/USD 0,5910 -0,3 0,5925 0,5936 +2,7 BTC/USD 66.831,56 -1,0 67.492,64 70.120,46 -23,8
Beim Dollar tat sich wenig, der Dollar-Index stagnierte.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.464,54 -0,4 -20,05 4.484,59 Silber 74,51 -0,8 -0,60 75,11 Platin 1.923,50 -0,7 -13,25 1.936,75
Nachdem der Goldpreis in den drei Handelstagen zuvor gestiegen war, tendierte er am Dienstag seitwärts.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,18 +1,5 1,42 93,76 Brent/ICE 97,12 +1,2 1,12 96,00
Die Ölpreise stiegen erneut - der Preis für ein Barrel Brent um 1,1 Prozent. Grund waren Berichte, wonach Israel seine Attacken auf den Libanon fortgesetzt habe. US-Präsident Trump hatte zuvor noch von der Einstellung der Kampfhandlungen im Libanon gesprochen. Im asiatischen Handel am Mittwoch steigen die Preise weiter, wenn auch eher moderat, nachdem es erneut zu Gefechten zwischen den USA und dem Iran kam.
MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR
AUSTRALIEN - Konjunktur
Das australische Wirtschaftswachstum betrug im ersten Quartal 0,3 Prozent, nach 0,9 Prozent im Dezemberquartal. Das jährliche Wachstum verlangsamte sich auf 2,5 Prozent, verglichen mit 2,6 Prozent im Vorquartal.
CHINA - Konjunktur
Der von S&P Global ermittelte RatingDog Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor ist im Mai auf 54,4 von 52,6 im April gestiegen. Laut RatingDog führten die befragten Unternehmen die Verbesserung auf eine gestiegene Kundennachfrage, Geschäftsinnovationen, die Gewinnung neuer Kunden, günstige Marktbedingungen und neue Projekte zurück. Unterdessen stieg die Beschäftigung im Dienstleistungssektor zum ersten Mal seit vier Monaten und übertraf den Anstieg vom Januar. Der positive Wert für Mai steht im Einklang mit dem offiziellen PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe. Dieser stieg auf 50,1, nachdem er im Vormonat in den kontraktiven Bereich gerutscht war.
LOCKHEED MARTIN
Kanada hat 26 Raketenwerfer bei Lockheed Martin bestellt. Im Gegenzug erklärte sich der US-Rüstungskonzern bereit, kanadische Firmen in seine globale Lieferkette aufzunehmen und Investitionen vor Ort zu tätigen. Der Auftrag hat einen Wert von umgerechnet rund 1,8 Milliarden Dollar. Der Deal wurde bereits im Januar ausgehandelt, aber erst jetzt bekannt gegeben.
PALO ALTO
hat im dritten Quartal einen höheren Umsatz gemeldet und seinen Ausblick angehoben. Cybersicherheitsunternehmen meldete einen Verlust von 177 Millionen Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 262 Millionen im Vorjahr. Der Verlust sei ein einmaliges Ereignis im Zusammenhang mit den Kosten aus der Übernahme von CyberArk, hieß es. Bereinigt und je Aktie meldete Palo Alto einen Gewinn von 85 Cent je Aktie. Analysten hatten mit 79 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg auf 3 (2,29) Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 2,94 Milliarden gerechnet. Palo Alto hob außerdem die Prognose an und rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 11,42 und 11,43 Milliarden Dollar, nach zuvor 11,28 bis 11,31 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn wird zwischen 3,77 und 3,79 statt 3,65 bis 3,70 Dollar gesehen. Analysten erwarteten bislang 11,3 Milliarden Dollar bzw. 3,68 Dollar.
ULTA BEAUTY
hat im jüngsten Quartal einen höheren Gewinn bei gestiegenen Umsätzen verzeichnet. Das Kosmetikunternehmen wies einen Gewinn von 340,5 (Vorjahr: 305,1) Millionen Dollar aus, je Aktie waren es 7,74 Dollar. Analysten hatten 6,89 Dollar erwartet. Der Umsatz lag bei 3,16, verglichen mit Analystenschätzungen von 3,12 Milliarden Dollar. Der flächenbereinigte Umsatz stieg um 5,3 Prozent, verglichen mit der Analystenprognose eines Wachstums von 4,7 Prozent. Für das Geschäftsjahr prognostiziert das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 28,36 bis 28,80 Dollar statt wie zuvor 28,05 bis 28,55 Dollar. Es erwartet ein Umsatzwachstum von 6 bis 7 Prozent und ein vergleichbares Umsatzwachstum von 2,5 bis 3,5 Prozent.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/ros/gos
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June 03, 2026 01:42 ET (05:42 GMT)
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