Berlin (ots) -
- Ein Drittel der Beschäftigten im Gesundheitswesen verbringt mehr als 40 % ihrer Arbeitszeit mit Verwaltung
- 76 % der Ärzt:innen geben an, dass administrative Aufgaben ihre medizinische Tätigkeit einschränken
- Trotz hohem bürokratischen Druck sehen knapp zwei Drittel der Ärzt:innen KI als Risiko oder bleiben beim Einsatz unentschieden
Civey-Studie im Auftrag von Heidi (https://www.heidihealth.com/de-de) zeigt strukturelles Scheitern bei der KI-Adoption: hoher Druck, geringe Akzeptanz und das trotz klarer Nachfrage und bestehendem politischen Rahmen
Die gesundheitspolitische Strategie der Bundesregierung ist eindeutig: KI-gestützte Dokumentation soll bis 2028 zum Standard in der Gesundheitsversorgung werden. Der politische Wille ist formuliert, die Technologie ist vorhanden. Und dennoch zeigt eine neue repräsentative Studie, die das KI-Health-Tech-Unternehmen Heidi beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben hat: Knapp zwei Drittel der Ärzt:innen in Deutschland sehen KI entweder als Risiko oder sind sich unsicher. Zwischen politischem Anspruch und klinischer Realität klafft eine erhebliche Lücke.
Das Adoptionsparadox: hoher Arbeitsdruck, aber Unsicherheit bei KI
Die Studie zeigt einen zentralen Widerspruch: Obwohl viele Ärzt:innen unter erheblicher administrativer Belastung leiden, stehen sie der naheliegenden Lösung teilweise skeptisch gegenüber.
27 % der Ärzt:innen bewerten KI als Risiko, 36 % sind neutral. Gleichzeitig bestätigen 76 %, dass administrative Aufgaben ihre klinische Tätigkeit einschränken. Druck und Lösungsbereitschaft sind damit nicht im Einklang.
Gleichzeitig ist klar definiert, wo Unterstützung gewünscht ist: bei Dokumentation und Arztbriefen (67 %), administrativen Aufgaben (63 %) sowie der Strukturierung medizinischer Informationen (55 %). Akzeptanz entsteht dort, wo KI entlastet und nicht dort, wo sie in medizinische Entscheidungen eingreift.
Auswirkungen auf Vertrauen und Versorgung
Die Folgen zeigen sich auch bei Patient:innen: Mehr als 60 % der Bevölkerung haben den Eindruck, dass Ärzt:innen nicht ausreichend Zeit für persönliche Gespräche haben. 58 % bringen diesen Zeitmangel mit einem sinkenden Vertrauen in das Gesundheitssystem in Verbindung. Über drei Viertel der Ärzt:innen bestätigen, dass z.B. Dokumentationspflichten die Patientenversorgung deutlich einschränken.
Bürokratie führt damit nicht nur zu einer Kapazitätslücke, sondern auch zu einer Vertrauenslücke.
Praxisbeispiel: Entlastung durch klare Anwendung
Stefan Spieren, Hausarzt aus Olpe in Nordrhein-Westfalen, zeigt, was möglich ist. Durch den Einsatz des KI-Care-Partners "Heidi", der Gespräche dokumentiert und medizinische Dokumente erstellt, gewinnt er täglich rund zwei Stunden. Zeit, die direkt der Patientenversorgung zugute kommt.
"Ich wollte kein Tool, das mir sagt, wie ich entscheiden soll. Stattdessen habe ich eines gefunden, das mir die Arbeit abnimmt, die mich am Entscheiden hindert", sagt Spieren.
Akzeptanz im medizinischen Bereich entsteht, wenn die Rolle von KI klar definiert ist.
Implikation: Klarheit statt Technologieproblem
Die Studie zeigt, dass die Herausforderung nicht im Mangel an Technologie liegt, sondern in ihrer Anwendung. Entscheidend ist eine klare Abgrenzung: administrative Entlastung durch KI und das bei gleichzeitig vollständiger ärztlicher Entscheidungshoheit.
Gründer und CEO von Heidi, Dr. Thomas Kelly kommentiert die Ergebnisse wie folgt: "Die Studie belegt ein Paradox, das wir täglich in der Praxis beobachten: Zum einen verstehen Ärztinnen und Ärzte die Hürden, mit denen sie konfrontiert sind. Zum anderen bleibt die Einführung von künstlicher Intelligenz im medizinischen Alltag verständlicherweise ein vorsichtiger und wohlüberlegter Prozess. Bei Heidi haben wir von Anfang an einen einzigen Grundsatz verfolgt: KI übernimmt die Verwaltung, die Entscheidung bleibt beim Arzt. Wo diese Grenze klar ist, entsteht Vertrauen und genau das zeigen die Zahlen im Report."
Über die Studie
Civey befragte im Auftrag von Heidi zwischen dem 12. Februar und dem 12. März 2026 rund 2.500 Bundesbürger:innen sowie 1.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Ergebnisse sind jeweils repräsentativ.
Über Heidi
Heidi entwickelt einen KI-Pflegepartner, um die klinischen Kapazitäten durch die Unterstützung in jeder Phase der Patientenversorgung zu erweitern. Neben dem KI-Protokollführer hat Heidi "Evidence" eingeführt, das Ärzten und Pflegekräften am Behandlungsort Zugang zu vertrauenswürdiger medizinischer Forschung bietet, sowie "Comms", das es Teams im Gesundheitswesen ermöglicht, die Kommunikation mit Patienten zu koordinieren. Heidi unterstützt wöchentlich mehr als 2,7 Millionen Patientenkontakte in 110 Sprachen aus 190 Ländern.
Heidi wurde in Melbourne, Australien, gegründet und hat 96,6 Millionen US-Dollar von globalen Investoren wie Point72 Private Investments, Blackbird, Headline, dem Wachstumsfonds Latitude von Phoenix Court, Possible Ventures und Archangel eingesammelt. Heidi orientiert sich an führenden internationalen Rahmenwerken für das Gesundheitswesen und den Datenschutz, darunter die Anforderungen des NHS, die DSGVO, HIPAA und die Australian Privacy Principles, und verfügt über Sicherheitszertifizierungen auf Unternehmensniveau, darunter ISO 27001, SOC 2 Typ II, Cyber Essentials Plus und ISO 42001.
Erfahren Sie mehr unter heidihealth.com.
Pressekontakt:
Jakob Richter
01590 1601090
jakob.richter@redgertcomms.com
Original-Content von: Heidi, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/182672/6287206
- Ein Drittel der Beschäftigten im Gesundheitswesen verbringt mehr als 40 % ihrer Arbeitszeit mit Verwaltung
- 76 % der Ärzt:innen geben an, dass administrative Aufgaben ihre medizinische Tätigkeit einschränken
- Trotz hohem bürokratischen Druck sehen knapp zwei Drittel der Ärzt:innen KI als Risiko oder bleiben beim Einsatz unentschieden
Civey-Studie im Auftrag von Heidi (https://www.heidihealth.com/de-de) zeigt strukturelles Scheitern bei der KI-Adoption: hoher Druck, geringe Akzeptanz und das trotz klarer Nachfrage und bestehendem politischen Rahmen
Die gesundheitspolitische Strategie der Bundesregierung ist eindeutig: KI-gestützte Dokumentation soll bis 2028 zum Standard in der Gesundheitsversorgung werden. Der politische Wille ist formuliert, die Technologie ist vorhanden. Und dennoch zeigt eine neue repräsentative Studie, die das KI-Health-Tech-Unternehmen Heidi beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben hat: Knapp zwei Drittel der Ärzt:innen in Deutschland sehen KI entweder als Risiko oder sind sich unsicher. Zwischen politischem Anspruch und klinischer Realität klafft eine erhebliche Lücke.
Das Adoptionsparadox: hoher Arbeitsdruck, aber Unsicherheit bei KI
Die Studie zeigt einen zentralen Widerspruch: Obwohl viele Ärzt:innen unter erheblicher administrativer Belastung leiden, stehen sie der naheliegenden Lösung teilweise skeptisch gegenüber.
27 % der Ärzt:innen bewerten KI als Risiko, 36 % sind neutral. Gleichzeitig bestätigen 76 %, dass administrative Aufgaben ihre klinische Tätigkeit einschränken. Druck und Lösungsbereitschaft sind damit nicht im Einklang.
Gleichzeitig ist klar definiert, wo Unterstützung gewünscht ist: bei Dokumentation und Arztbriefen (67 %), administrativen Aufgaben (63 %) sowie der Strukturierung medizinischer Informationen (55 %). Akzeptanz entsteht dort, wo KI entlastet und nicht dort, wo sie in medizinische Entscheidungen eingreift.
Auswirkungen auf Vertrauen und Versorgung
Die Folgen zeigen sich auch bei Patient:innen: Mehr als 60 % der Bevölkerung haben den Eindruck, dass Ärzt:innen nicht ausreichend Zeit für persönliche Gespräche haben. 58 % bringen diesen Zeitmangel mit einem sinkenden Vertrauen in das Gesundheitssystem in Verbindung. Über drei Viertel der Ärzt:innen bestätigen, dass z.B. Dokumentationspflichten die Patientenversorgung deutlich einschränken.
Bürokratie führt damit nicht nur zu einer Kapazitätslücke, sondern auch zu einer Vertrauenslücke.
Praxisbeispiel: Entlastung durch klare Anwendung
Stefan Spieren, Hausarzt aus Olpe in Nordrhein-Westfalen, zeigt, was möglich ist. Durch den Einsatz des KI-Care-Partners "Heidi", der Gespräche dokumentiert und medizinische Dokumente erstellt, gewinnt er täglich rund zwei Stunden. Zeit, die direkt der Patientenversorgung zugute kommt.
"Ich wollte kein Tool, das mir sagt, wie ich entscheiden soll. Stattdessen habe ich eines gefunden, das mir die Arbeit abnimmt, die mich am Entscheiden hindert", sagt Spieren.
Akzeptanz im medizinischen Bereich entsteht, wenn die Rolle von KI klar definiert ist.
Implikation: Klarheit statt Technologieproblem
Die Studie zeigt, dass die Herausforderung nicht im Mangel an Technologie liegt, sondern in ihrer Anwendung. Entscheidend ist eine klare Abgrenzung: administrative Entlastung durch KI und das bei gleichzeitig vollständiger ärztlicher Entscheidungshoheit.
Gründer und CEO von Heidi, Dr. Thomas Kelly kommentiert die Ergebnisse wie folgt: "Die Studie belegt ein Paradox, das wir täglich in der Praxis beobachten: Zum einen verstehen Ärztinnen und Ärzte die Hürden, mit denen sie konfrontiert sind. Zum anderen bleibt die Einführung von künstlicher Intelligenz im medizinischen Alltag verständlicherweise ein vorsichtiger und wohlüberlegter Prozess. Bei Heidi haben wir von Anfang an einen einzigen Grundsatz verfolgt: KI übernimmt die Verwaltung, die Entscheidung bleibt beim Arzt. Wo diese Grenze klar ist, entsteht Vertrauen und genau das zeigen die Zahlen im Report."
Über die Studie
Civey befragte im Auftrag von Heidi zwischen dem 12. Februar und dem 12. März 2026 rund 2.500 Bundesbürger:innen sowie 1.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Ergebnisse sind jeweils repräsentativ.
Über Heidi
Heidi entwickelt einen KI-Pflegepartner, um die klinischen Kapazitäten durch die Unterstützung in jeder Phase der Patientenversorgung zu erweitern. Neben dem KI-Protokollführer hat Heidi "Evidence" eingeführt, das Ärzten und Pflegekräften am Behandlungsort Zugang zu vertrauenswürdiger medizinischer Forschung bietet, sowie "Comms", das es Teams im Gesundheitswesen ermöglicht, die Kommunikation mit Patienten zu koordinieren. Heidi unterstützt wöchentlich mehr als 2,7 Millionen Patientenkontakte in 110 Sprachen aus 190 Ländern.
Heidi wurde in Melbourne, Australien, gegründet und hat 96,6 Millionen US-Dollar von globalen Investoren wie Point72 Private Investments, Blackbird, Headline, dem Wachstumsfonds Latitude von Phoenix Court, Possible Ventures und Archangel eingesammelt. Heidi orientiert sich an führenden internationalen Rahmenwerken für das Gesundheitswesen und den Datenschutz, darunter die Anforderungen des NHS, die DSGVO, HIPAA und die Australian Privacy Principles, und verfügt über Sicherheitszertifizierungen auf Unternehmensniveau, darunter ISO 27001, SOC 2 Typ II, Cyber Essentials Plus und ISO 42001.
Erfahren Sie mehr unter heidihealth.com.
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Jakob Richter
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/182672/6287206
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