DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
OECD senkt Wachstumsprognose für 2026 leicht
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr wegen der Folgen des Nahost-Kriegs leicht gesenkt und die für das kommende leicht angehoben. Wie die Organisation mitteilte, rechnet sie in einem Basisszenario für 2026 nun mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,8 Prozent, nachdem sie im März 2,9 Prozent vorausgesagt hatte. Für 2027 werden 3,1 (zuvor: 3,0) Prozent Wachstum erwartet.
Ifo: Stimmung in der Autoindustrie leicht aufgehellt
Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im Mai etwas verbessert. Der Indikator stieg auf minus 20,8 Punkte von minus 23,5 im April. Die Unternehmen bewerteten dabei ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im Vormonat und sehen zudem weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. "Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheit bleibt die Stimmung in der Autoindustrie dennoch sehr gedrückt", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Wirtschaftswachstum in Australien verlangsamt sich im ersten Quartal
Das australische Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal des Jahres verlangsamt. In diesem Zeitraum begann die Zentralbank mit Zinserhöhungen und der Nahostkonflikt ließ die Kraftstoffpreise in die Höhe schnellen. Die Wirtschaft wuchs in den drei Monaten bis März um 0,3 Prozent, nach 0,9 Prozent im Dezemberquartal. Das jährliche Wachstum verlangsamte sich auf 2,5 Prozent, verglichen mit 2,6 Prozent im Vorquartal.
Fed dürfte Zinsen im Juni wohl unverändert lassen
Die Wahrscheinlichkeit einer Änderung des Zielbandes für die Federal Funds Rate, das derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent liegt, auf der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) am 16. und 17. Juni sei so gut wie null, meint Deborah Cunningham von Federated Hermes. Die steigende Inflation habe die Konsumausgaben zwar nicht vollständig gebremst, doch die Besorgnis nehme zu, schreibt die leitende Portfoliomanagerin in einem Kommentar. Die Inflation könne zwar weiter steigen, jedoch mit einem langsameren Tempo, sobald sich der Iran-Konflikt abkühle, meint sie. Die letzte Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen, die im März veröffentlicht wurde, hatte eine Zinssenkung um 25 Basispunkte in diesem Jahr angedeutet.
Chinas Dienstleistungsaktivität im Mai dank besserer Nachfrage beschleunigt
Ein privater Indikator für die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor ist im Mai schneller gewachsen. Gestützt wurde dies durch Verbesserungen im Neugeschäft und bei der Binnennachfrage. Der von S&P Global ermittelte RatingDog Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor stieg im vergangenen Monat auf 54,4. Im April hatte der Wert noch bei 52,6 gelegen. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorgeht, ist dies der stärkste Anstieg der Branchenaktivität seit drei Monaten.
Japans Interventionen zielen nicht auf Trendwende am Markt ab
Die Devisenmarktinterventionen Japans zielten darauf ab, volatile Bewegungen zu glätten, und nicht darauf, einen Markttrend zu verschieben, meint der Stratege Masahiro Ichikawa von Sumitomo Mitsui DS Asset Management. "Um den Trend des schwachen Yen umzukehren, benötigt Japan wahrscheinlich eine Politik, die das Wachstumspotenzial der Wirtschaft umfassend stärkt, wie zum Beispiel die Verbesserung seines Energieautarkiegrads", sagt er. "Von Währungsinterventionen sollte man sicherlich nicht erwarten, dass sie die führende Rolle spielen", fügt er hinzu.
Politischer Druck auf BOJ könnte vor Juni-Sitzung zunehmen
Der politische Druck auf die Bank of Japan könnte sich verstärken, falls die Spannungen im Nahen Osten vor ihrer Sitzung am 15. und 16. Juni nachlassen, meint Takahide Kiuchi, Ökonom beim Nomura Research Institute. Jede geopolitische Verbesserung, die dem Yen zu einer Erholung verhelfe, würde die Sorge beseitigen, dass ein Festhalten an den Zinssätzen eine weitere Währungsschwäche anheizen könnte, meint er. Dieses Szenario könnte Premierministerin Sanae Takaichi dazu veranlassen, den Druck hinter den Kulissen auf die BOJ zu erhöhen, auf eine Zinserhöhung im Juni zu verzichten, fügt er hinzu.
Japans Kabinett verabschiedet Nachtragshaushalt zur Bekämpfung steigender Lebenshaltungskosten
Das japanische Kabinett hat am Mittwoch einen Nachtragshaushalt in Höhe von rund 19,0 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung der steigenden Lebenshaltungskosten verabschiedet. Das Ausgabenpaket schürt an den Märkten die Sorgen über die Haushaltslage des Landes. Die Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi plant, 3,114 Billionen Yen, umgerechnet etwa 19,50 Milliarden Dollar, für Maßnahmen auszugeben, die die Belastung durch die Inflation abfedern sollen. Dies gilt insbesondere für die hohen Ölpreise, die durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurden.
USA und Kanada tauschen Vorschläge aus um Handelsgespräche zu beschleunigen
Kanadische Vertreter sagten, sie hätten am Dienstag in Washington ein langes und positives Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer gehabt, um die Gespräche zwischen Ottawa und D.C. auf einen fruchtbareren Weg zu bringen. Der für den US-Handel zuständige kanadische Minister, Dominic LeBlanc, sagte, er habe konkrete Vorschläge vorgelegt, um auf die von Greer und hochrangigen Vertretern der Trump-Regierung geäußerten Bedenken hinsichtlich kanadischer Praktiken einzugehen, die "den Amerikanern viel Sicherheit geben sollten."
Trump: Gespräche mit dem Iran laufen weiter
US-Präsident Donald Trump hat Berichte, nach denen die USA und der Iran vor ein paar Tagen die Gespräche eingestellt hätten, als "Fake News" bezeichnet. Sie seien "fehlerhaft", schrieb er in den Sozialen Medien. Die Gespräche liefen kontinuierlich. "Wohin sie führen, weiß man nie, aber wie ich dem Iran gesagt habe: 'Es ist an der Zeit für Euch, so oder so, einen Deal zu machen'."
USA und Iran liefern sich heftige Gefechte im Persischen Golf
Die USA und der Iran haben sich heftige Gefechte geliefert, nachdem die USA einen leeren Öltanker angegriffen hatten, der nach ihrer Aussage versucht hatte, ihre Blockade zu durchbrechen und auf der iranischen Insel Kharg Öl zu laden. Dies löste eine Reihe von Angriffen auf beiden Seiten aus, die darin gipfelten, dass der Iran ballistische Raketen auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait abfeuerte. Der Konflikt eskalierte zu einem Zeitpunkt, an dem die diplomatischen Bemühungen ins Stocken geraten sind. Trotz des heftigen Feuergefechts erklärte das Zentralkommando der US-Streitkräfte der brüchige Waffenstillstand sei weiterhin "in Kraft".
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June 03, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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