DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Dienstleister verlangsamen Talfahrt im Mai
Die Talfahrt der deutschen Dienstleister hat sich im Mai abgeschwächt. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 48,1 von 46,9 Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Vorläufig war für Mai ein Wert von 47,8 ermittelt worden. Auch insgesamt hat der Abschwung in Deutschlands Wirtschaft verlangsamt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 48,8 von 48,4 Punkten im Vormonat.
S&P Global: Wirtschaft der Eurozone schrumpft im Mai
Die Wirtschaft der Eurozone hat im Mai den zweiten Monat in Folge eine Schrumpfung verzeichnet. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, fiel auf 48,5 Zähler von 48,8 im Vormonat, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Beim ersten Ausweis war ein Rückgang auf 48,6 Punkte gemeldet worden. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen.
Eurozone-Erzeugerpreise steigen im April spürbar
Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im April spürbar gestiegen. Die Preise auf der Erzeugerstufe kletterten im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 4,9 Prozent höher. Für die gesamte EU nannte Eurostat im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg der Erzeugerpreise um 0,7 Prozent, binnen Jahresfrist haben sich die Preise um 4,9 Prozent erhöht.
OECD warnt vor starker globaler Abkühlung bei längerem Nahost-Konflikt
Die Weltwirtschaft steht in diesem Jahr vor einer deutlichen Verlangsamung, da höhere Energiekosten die Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen schwächen. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) könnte die Lage jedoch weitaus ernster werden, sollte sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Jahr 2027 hinziehen. In einem Bericht teilte das Forschungsinstitut mit, dass die weltweite Produktion im Jahr 2026 voraussichtlich um 2,8 Prozent wachsen werde, falls sich die Energieproduktion im Persischen Golf noch in diesem Monat zu erholen beginne und der Transport durch die Straße von Hormus wieder normal verlaufe. Dies wäre eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem im Vorjahr verzeichneten Wachstum von 3,4 Prozent.
BoE könnte Zinsen im Juli anheben - Das stützt das Pfund
Die Bank of England könnte die Zinsen im Juli anheben und damit das Pfund stützen, schreibt Derek Halpenny von der MUFG Bank in einer Research Note. Die BoE-Geldpolitikerin Megan Greene hatte am Dienstag gesagt, dass die Argumente für eine Zinserhöhung zunähmen, da der Krieg im Iran andauere. Eine Zinserhöhung am 18. Juni sei zwar unwahrscheinlich, nachdem BoE-Gouverneur Andrew Bailey kürzlich gesagt habe, dass straffere Finanzbedingungen Zeit für eine Bewertung böten. Ein Schritt im nächsten Monat sei jedoch möglich, wenn die Unsicherheit anhalte, so Halpenny. "Das ist derzeit nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 zu 50 eingepreist, so dass es Spielraum für einen Anstieg der Marktrenditen gibt, insbesondere am kurzen Ende", sagt er.
BoJ könnte Zinsen laut Gouverneur auch bei Unsicherheit im Nahen Osten anheben
Die Bank of Japan könnte die Unsicherheit im Nahen Osten außer Acht lassen und die Zinssätze anheben, falls die Inflation zu einer größeren Bedrohung für die Wirtschaft wird als das Risiko eines sich verlangsamenden Wachstums. Dies sagte Gouverneur Kazuo Ueda. "Selbst wenn die Lage unklar bleibt, wird es notwendig sein, die Vor- und Nachteile einer Anhebung des Leitzinses gründlich zu erörtern, sollte geurteilt werden, dass die Aufwärtsrisiken für die Preise die Abwärtsrisiken für die Wirtschaftstätigkeit überwiegen", sagte er am Mittwoch in einer Rede.
+++ Konjunkturdaten +++
US/MBA Market Index Woche per 29. Mai -2,5% auf 252,8 (Vorwoche: 259,4)
US/MBA Purchase Index Woche per 29. Mai -2,9% auf 164,8 (Vorwoche: 169,7)
US/MBA Refinance Index Woche per 29. Mai -2,3% auf 736,2 (Vorwoche: 753,7)
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June 03, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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