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MÄRKTE USA/Nahost-Eskalation blastet Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Nahost-Eskalation blastet Wall Street

DOW JONES--Die Rekordserie an der Wall Street lief am Mittwoch aus. Ein Ende des Iran-Kriegs schien wieder in weite Ferne gerückt zu sein, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran neue heftige Gefechte geliefert hatten. Kuwait meldete, dass der internationale Flughafen von einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff getroffen worden sei, bei dem ein Zivilist getötet und Dutzende weitere verletzt worden seien. Die vereinbarte Waffenruhe zeigte sich als brüchig, auch wenn die USA vom Halten des Waffenstillstands sprachen. "Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu. Anleger werden der Versprechungen des Weißen Hauses über ein baldiges Abkommen mit dem Iran zunehmend überdrüssig", erläuterte der leitende FxPro-Marktanalyst Alex Kuptsikevich.

Der Dow-Jones-Index sank um 1,2 Prozent auf 50.687 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gaben um 0,7 bzw. 0,9 Prozent nach. Nach ersten Zählungen gab es an der Nyse 707 (Dienstag: 1.502) Kursgewinner und 2.062 (1.239) Kursverlierer. Unverändert schlossen 44 (73) Titel. Mit der Eskalation im Nahen Osten zog der Ölpreis an, das Barrel Brentöl verteuerte sich um 2,1 Prozent. Zudem hatten sich die Rohöllagerbestände in den USA auf Wochensicht deutlicher verringert als gedacht.

Mit dem Ölpreis stiegen die Inflationssorgen, was wiederum am Anleihemarkt die Renditen nach oben trieb. Die Zehnjahresrendite kletterte um 3 Basispunkte auf 4,49 Prozent. "Wir haben die Aufgabe, die Inflation wieder auf 2 Prozent zu bringen, und das werden wir auch tun", machte Fed-Gouverneur Michael Barr klar. Untermauert wurden die gestiegenen Renditen durch starke Konjunkturdaten: Laut Arbeitsmarktdienstleister ADP wurden mehr Stellen als erwartet geschaffen. Auch der Auftragseingang der Industrie im April sowie der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe im Mai fielen stärker als veranschlagt aus. Der Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank spielte keine Rolle.

Der Dollar verzeichnete mit höheren Marktzinsen Zulauf; der Dollarindex zog um 0,3 Prozent an. Gold gab angesichts des festeren Dollar und der gestiegenen Marktzinsen nach. Der Preis für die Feinunze sank um 0,9 Prozent.

Am Aktienmarkt standen Fondsbetreiber unter Druck. Der schweizerische Vermögensverwalter Partners Group hatte Rückzahlungen aus einem seiner Fonds gedeckelt, um den Kapitalabzug zu bremsen. Blackstone verloren 4 Prozent, KKR 4,1 Prozent, Ares 4 Prozent und Blue Owl 3,8 Prozent. Marvell Technology verteuerten sich um weitere 3,7 Prozent, nachdem sie am Vortag einen Sprung von über 30 Prozent gemacht hatten. Die Titel profitierten weiter von Aussagen des Nvidia-CEO Jensen Huang. Er traut dem Unternehmen einen Börsenwert von 1 Billion Dollar zu.

Nach Vorlage überzeugender Geschäftszahlen gewannen Gamestop 6,1 Prozent. Für Palo Alto Networks ging es hingegen um 5,6 Prozent abwärts, obwohl das Cyber-Sicherheitsunternehmen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Allerdings hatte sich der Kurs der Aktie seit Mitte April in etwa verdoppelt. Nach Quartalsausweis büßten Ulta Beauty 4,7 Prozent ein. Die Aktien von Applied Aerospace & Defense feierten ihr Börsendebüt, der Kurs fiel um 5 Prozent.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     50.687,07  -1,2  -620,72    51.307,79 
S&P-500    7.553,68  -0,7  -56,10    7.609,78 
NASDAQ Comp 26.853,98  -0,9  -239,93    27.093,90 
NASDAQ 100  30.571,24  -0,3  -89,36    30.660,60 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,08 +0,03    4,10      4,05 
5 Jahre           4,21 +0,03    4,23      4,18 
10 Jahre          4,49 +0,03    4,50      4,45 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 21:17 
EUR/USD          1,1597  -0,3  -0,0034     1,1631   1,1631 
EUR/JPY          185,63  -0,2  -0,3600     185,99  185,9800 
EUR/CHF          0,9185  +0,3   0,0029     0,9156   0,9155 
EUR/GBP          0,8641  +0,1   0,0004     0,8637   0,8633 
USD/JPY          160,04  +0,1   0,1500     159,89  159,9000 
GBP/USD          1,3415  -0,4  -0,0050     1,3465   1,3470 
USD/CNY          6,7692  +0,1   0,0070     6,7622   6,7622 
USD/CNH          6,7801  +0,3   0,0187     6,7614   6,7627 
AUS/USD          0,7129  -0,7  -0,0049     0,7178   0,7180 
Bitcoin/USD      65.700,45  -2,7 -1.792,19    67.492,64 67.131,64 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         96,03  +2,4    2,27      93,76 
Brent/ICE         98,02  +2,1    2,02      96,00 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.445,07  -0,9   -39,52    4.484,59 
Silber           73,27  -2,5   -1,84      75,11 
Platin         1.859,10  -4,0   -77,65    1.936,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

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June 03, 2026 16:09 ET (20:09 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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