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MÄRKTE ASIEN/Auf breiter Front abwärts

DJ MÄRKTE ASIEN/Auf breiter Front abwärts

DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte geben am Donnerstag auf breiter Front nach und folgen damit der negativen Vorlage der US-Börsen. Verkauft werden unter anderem auch Technologieaktien. Marktteilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally. Dazu komme ein gut 13-prozentiger Einbruch von Broadcom im nachbörslichen US-Handel. Der Halbleiterkonzern hatte zwar solide Geschäftszahlen vorgelegt, sie erfüllten aber zusammen mit der Prognose die hohen Erwartungen nicht.

Hauptbelastungsgrund an den lokalen Märkten ist die um sich greifende Sorge, dass ein Ende des Iran-Kriegs wieder in weitere Ferne gerückt sein könnte, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran erneut Gefechte geliefert hatten. Die Risikostimmung habe sich angesichts mangelnder Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts und weiterer Militäraktionen abgeschwächt, urteilt NAB-Analyst Gavin Friend. "Auf die Frage nach dem Zeitpunkt eines Abkommens und der Öffnung der Straße von Hormus hat US-Präsident Trump den überraschenden Vorschlag gemacht, dass die Meerenge bis zum US-"Labor Day Holiday" am 7. September geschlossen bleiben könnte. Der Vorschlag einer Verlängerung der Schließung um dann sechs Monate ist nicht stimmungsfördernd", fügt der Stratege hinzu. Die Ölpreise zeigen sich davon allerdings kaum beeindruckt, sie geben sogar leicht nach.

In Japan gibt der Nikkei-225 um 1,5 Prozent auf 67.386 Punkte nach, der breitere Topix büßt nach der Rally am Vortag 1,0 Prozent ein. Bei der japanischen Notenbank denkt man weiter über Zinserhöhungen nach. Notenbankgouverneur Kazuo Ueda sagte, dass die Zentralbank angesichts steigender Inflationsrisiken die Vor- und Nachteile von Zinserhöhungen diskutieren müsse. Er warnte, dass die Inflation aufgrund des Energieschocks durch den Iran-Krieg die Zielwerte überschreiten könnte. Am Geldmarkt ist die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan auf ihrer Sitzung vom 15. bis 16. Juni von 84 Prozent auf nun 89 Prozent gestiegen. Im Technologiesektor brechen Softbank um über 11 Prozent ein und ziehen den Nikkei damit nach unten.

Auch in Südkorea sorgen schwache Technologiewerte für Abwärtsdruck auf den technologielastigen Kospi, der nach dem handelsfreien Mittwoch 1,0 Prozent einbüßt. Bei den Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix nehmen Anleger nach einer Serie von Rekordhochs Gewinne mit, die Kurse fallen um 1,1 bzw. 2,8 Prozent. In Shanghai gibt der Composite um 0,4 und in Hongkong der HSI um 1,4 Prozent nach.

Der australische S&P/ASX-200 in Sydney gibt 1,3 Prozent ab. Treasury Wine Estates will Kosten senken und kalifornische Niederlassungen veräußern. Der Kurs schießt um 11,3 Prozent nach oben.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.673,20  -1,3    -0,5      08:00 
Nikkei-225        67.385,73  -1,5     -      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.097,43  -1,0    0,0      08:00 
Kospi (Seoul)       8.710,42  -1,0   +106,8      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.276,02  -1,4    0,0      10:00 
Shanghai-Composite     4.066,56  -0,4    +2,5      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.066,69  -1,4    +9,0      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   5.752,71  -3,2   -33,5      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.687,70  +0,9    +0,5      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Mi, 10:22 % YTD 
EUR/USD           1,1609  +0,1   1,1595     1,1611  -1,2 
EUR/JPY           185,54  -0,1   185,63     185,46  +0,8 
EUR/GBP           0,8644  +0,0   0,8642     0,8632  -0,8 
USD/JPY           159,80  -0,1   160,03     159,71  +2,0 
USD/KRW          1.527,87  -0,4  1.534,62    1.526,34  +6,1 
USD/CNY           6,7765  +0,1   6,7692     6,7732  -3,1 
USD/CNH           6,7764  -0,1   6,7802     6,7741  -2,9 
USD/HKD           7,8351  -0,0   7,8370     7,8354  +0,7 
AUD/USD           0,7130  +0,0   0,7128     0,7161  +6,9 
NZD/USD           0,5872  +0,2   0,5860     0,5898  +2,0 
BTC/USD          64.279,37  -1,0 64.906,35    66.986,21 -26,7 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           95,28  -0,8   -0,74      96,02 
Brent/ICE           96,97  -0,9   -0,84      97,81 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.481,99  +1,1   50,21    4.431,78 
Silber            73,84  +1,6    1,14      72,70 
Platin           1.885,70  +1,4   26,55    1.859,15 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 04, 2026 01:03 ET (05:03 GMT)

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