Meran (ots) -
Die Apothekerschaft fordert eine zentrale Rolle bei gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen zur Arzneimittelversorgung. Das ist ein Ergebnis der gestrigen berufspolitischen Diskussion beim pharmacon Meran. "Nur mit den Apotheken ist die Versorgungskette vollständig", sagte der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Dr. Armin Hoffmann. "Die Zukunft der Apotheke liegt in der Integration, nicht in der Abgrenzung. Wenn über Strukturen der Versorgung entschieden wird, darf die Apotheke nicht am Rand stehen. Wir werden unsere zentrale Rolle selbstbewusst einfordern."
Der BAK-Vorstand diskutierte mit Kongressteilnehmenden über neue Dienstleistungen in den Apotheken. Hoffmann betonte die besondere Rolle der Apotheken als Schnittstelle im Versorgungssystem, auch in der Primärversorgung. "Wir bringen die Versorgungsrealität ein - jeden Tag, flächendeckend und nah an den Patientinnen und Patienten. Bei uns laufen viele Informationen zusammen, von den Ärzten und auch aus der Pflege. Unsere Kompetenzen können deshalb viel stärker in patientenrelevante Entscheidungen einfließen."
Die BAK sieht Handlungsbedarf bei klaren Verantwortlichkeiten in der Arzneimittelversorgung und der Arzneimitteltherapiesicherheit, bei der Weiterentwicklung interprofessioneller Zusammenarbeit sowie bei der Festlegung von Qualitätsstandards. Als Beispiel nannte BAK-Vizepräsidentin Franziska Scharpf die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in Verantwortung des Apothekers oder der Apothekerin. Scharpf: "Das ist ein guter Schritt für die Apothekerschaft - sie entlastet auch die notärztliche Versorgung und vor allem die Patientinnen und Patienten. Wir machen die Pharmazie modern und patientennah. Unsere Kompetenzen in der Versorgung der Patientinnen und Patienten werden in Zukunft noch stärker gefragt sein als bisher, zusätzlich zur Logistik." Die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in apothekerlicher Verantwortung soll durch das ApoVWG (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz) in Zukunft möglich sein; für die Umsetzung besteht noch interprofessioneller Abstimmungsbedarf.
Weitere Informationen unter www.abda.de
Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de
Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/7002/6288001
Die Apothekerschaft fordert eine zentrale Rolle bei gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen zur Arzneimittelversorgung. Das ist ein Ergebnis der gestrigen berufspolitischen Diskussion beim pharmacon Meran. "Nur mit den Apotheken ist die Versorgungskette vollständig", sagte der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Dr. Armin Hoffmann. "Die Zukunft der Apotheke liegt in der Integration, nicht in der Abgrenzung. Wenn über Strukturen der Versorgung entschieden wird, darf die Apotheke nicht am Rand stehen. Wir werden unsere zentrale Rolle selbstbewusst einfordern."
Der BAK-Vorstand diskutierte mit Kongressteilnehmenden über neue Dienstleistungen in den Apotheken. Hoffmann betonte die besondere Rolle der Apotheken als Schnittstelle im Versorgungssystem, auch in der Primärversorgung. "Wir bringen die Versorgungsrealität ein - jeden Tag, flächendeckend und nah an den Patientinnen und Patienten. Bei uns laufen viele Informationen zusammen, von den Ärzten und auch aus der Pflege. Unsere Kompetenzen können deshalb viel stärker in patientenrelevante Entscheidungen einfließen."
Die BAK sieht Handlungsbedarf bei klaren Verantwortlichkeiten in der Arzneimittelversorgung und der Arzneimitteltherapiesicherheit, bei der Weiterentwicklung interprofessioneller Zusammenarbeit sowie bei der Festlegung von Qualitätsstandards. Als Beispiel nannte BAK-Vizepräsidentin Franziska Scharpf die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in Verantwortung des Apothekers oder der Apothekerin. Scharpf: "Das ist ein guter Schritt für die Apothekerschaft - sie entlastet auch die notärztliche Versorgung und vor allem die Patientinnen und Patienten. Wir machen die Pharmazie modern und patientennah. Unsere Kompetenzen in der Versorgung der Patientinnen und Patienten werden in Zukunft noch stärker gefragt sein als bisher, zusätzlich zur Logistik." Die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in apothekerlicher Verantwortung soll durch das ApoVWG (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz) in Zukunft möglich sein; für die Umsetzung besteht noch interprofessioneller Abstimmungsbedarf.
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