DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
FREITAG: In Kopenhagen bleiben die Börsen wegen des Verfassungstags geschlossen.
TAGESTHEMA
Wie von Indexexperten erwaretet, steigt die Hochtief-Aktie in den DAX auf. Sie ersetzt dort das Papier der Porsche Holding SE. Wie der Indexbetreiber Stoxx am Mittwochabend weiter mitteilte, kommt es ab dem 22. Juni auch zu folgenden Änderungen in den Indizes MDAX, SDAX und TecDAX:
DAX + - AUFNAHME Hochtief - HERAUSNAHME Porsche Automobil Holding SE MDAX + - AUFNAHME Elmos Semiconductor Porsche Automobil Holding SE Siltronic Suss Microtec - HERAUSNAHME Hochtief Jungheinrich Redcare Pharmacy Ströer SDAX + - AUFNAHME Asta Energy Solution Basler AG Jungheinrich LPKF Laser & Electronics Redcare Pharmacy Ströer Vincorion - HERAUSNAHME Adesso Borussia Dortmund Elmos Semiconductor ProSiebenSat.1 Media Siltronic Suss Microtec Verve Group TecDAX - AUFNAHME PVA TePla Verbio - HERAUSNAHME 1&1 AG Nagarro SE
AUSBLICK UNTERNEHMEN
10:00 DE/Auto1 Group SE, HV
14:15 DE/Commerzbank AG, CEO Orlopp bei Goldman-Sachs-Veranstaltung
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende Adesso 0,78 EUR Cewe Color 3,00 EUR DWS 3,00 EUR Evonik 1,00 EUR Hamborner REIT 0,38 EUR Indus 1,30 EUR Instone Real Estate 0,43 EUR Leifheit 0,50 EUR MBB Industries 1,21 EUR Procredit Holding 0,47 EUR Salzgitter 0,20 EUR Ströer 1,85 EUR Suss Microtec 0,04 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
- EU
11:00 Einzelhandelsumsatz April
Eurozone
PROGNOSE: -0,3% gg Vm
zuvor: -0,1% gg Vm
- US
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 215.000
zuvor: 215.000
Produktivität ex Agrar (2. Veröffentlichung) 1Q
annualisiert
PROGNOSE: 1. Quartal: +0,5% gg Vq
1. Veröff.: 1. Quartal: +0,8% gg Vq
zuvor: 4. Quartal: +1,6% gg Vq
Lohnstückkosten
PROGNOSE: 1. Quartal: +2,4% gg Vq
1. Veröff.: 1. Quartal: +2,3% gg Vq
zuvor: 4. Quartal: +4,6% gg Vq
durchschnittliche Stundenlöhne
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,4% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+3,6% gg Vj
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell:
zuletzt +/- %
DAX Futures 24.775,00 -0,3
E-Mini-Future S&P-500 7.542,25 -0,4
E-Mini-Future Nasdaq-100 30.477,50 -0,5
Topix (Tokio) 3.955,18 -1,0
Hang-Seng (Hongk.) 25.281,92 -1,4
Shanghai-Comp. 4.054,55 -0,7
Mittwoch:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.795,94 -1,3
DAX-Future 24.737,00 -1,7
XDAX 24.710,19 -0,3
MDAX 32.736,35 -0,6
TecDAX 4.185,73 -1,2
SDAX 18.769,86 -1,4
Euro-Stoxx-50 6.053,57 -0,9
Stoxx-50 5.152,04 -0,7
Dow-Jones 50.687,07 -1,2
S&P-500 7.553,68 -0,7
Nasdaq Composite 26.853,98 -0,9
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Mit leichten Kursverlusten werden Europas Börsen am Donnerstag erwartet. Der Feiertag in Deutschland dürfte für einen insgesamt ruhigen Handel sorgen. Angesichts einer dünnen Nachrichtenlage dürften Schlagzeilen vom Persischen Golf die Kursrichtung vorgeben. Hier gibt es weiter kaum Verlässliches zum Stand der US-iranischen Gespräche. Für Gesprächsstoff sorgt das wieder von der US-Regierung aufgemachte Zoll-Thema. Sie warnt vor neuen Zöllen von mindestens 10 Prozent gegen viele Handelspartner, weil diese angeblich das Problem der Zwangsarbeit nicht ausreichend angingen.
Rückblick: Schwächer - Die sich ausweitenden Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA und neue Zolldrohungen von US-Präsident Trump belasteten die Stimmung. Akzo Nobel brachen um 17,2 Prozent ein, nachdem Sherwin-Williams und Nippon Paint Holdings ihre Bemühungen um eine gemeinsame Übernahme des Lackherstellers aufgegeben hatten. In Zürich sackten Partners Group um 16,3 Prozent auf ein Sechsjahrestief ab, nachdem der Vermögensverwalter Rückzahlungen aus einem seiner Fonds gedeckelt hatte. Wie Bloomberg berichtete, begründete Partners Group das Rücknahmelimit mit einem sprunghaften Anstieg von Investoren, die ihr Geld aus dem Fonds abziehen wollen. Das schürte Sorgen über die Kreditqualität in den Portfolios. Der Ausverkauf weitete sich auch auf andere europäische und US-Investmentgesellschaften aus. EQT verloren 6,9 Prozent. Softwareaktien, die zuletzt ein Lebenszeichen von sich gegeben hatten, wurden wieder verkauft, weil wieder Sorgen vor disruptiven KI-Wirkungen dominierten. SAP verloren 4,3, Nemetschek 5,2 und Atoss Software 4,7 Prozent. In London verloren Sage 2,0 Prozent, in Paris Dassault Systemes 2,1 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Schwach - Die zuletzt gemiedenen Versorgeraktien wurden gekauft: RWE stiegen um 3,7 Prozent und Eon um 1,7 Prozent. Der Verkauf des Automotive-Sparte stützte die Rheinmetall-Aktie etwas, sie verteuerte sich um 0,9 Prozent. Über eine Trennung von der Sparte wurde seit langem spekuliert. Rheinmetall wird damit zum reinen Rüstungsplayer. Ströer fielenn nach einer Abstufung auf "Sell" durch Goldman Sachs um 5 Prozent. Bei Douglas ging es um 2,6 Prozent aufwärts, nachdem Berenberg die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hatte.
XETRA-NACHBÖRSE
Commerzbank zeigten sich unauffällig nach der Mitteilung, die Angaben der übernahmewilligen Unicredit über angediente Aktien und Finanzinstrumente von der Finanzaufsicht prüfen lassen zu wollen.
USA - AKTIEN
Leichter - Die Rekordserie der Vortage endete. Bremsend wirkte, dass ein Ende des Iran-Kriegs in weitere Ferne gerückt zu sein scheint, nachdem sich erneut die Streitkräfte von USA und Iran Gefechte geliefert hatten. Unter Druck standen Aktien von Fondsbetreibern, nachdem der schweizerische Vermögensverwalter Partners Group Rückzahlungen aus einem seiner Fonds gedeckelt hatte, um den Kapitalabzug zu bremsen. Blackstone verloren 4,0, , KKR 4,1, Ares 4,0 und Blue Owl 3,8 Prozent. Marvell verteuerten sich um weitere 3,7 Prozent, nachdem sie am Vortag einen Sprung von über 30 Prozent gemacht hatten. Die Chipaktie profitierten weiter von Aussagen des Nvidia-Chefs, der Marvell einen Börsenwert von 1 Billion Dollar zutraut. Nach Vorlage überzeugender Geschäftszahlen gewannen Gamestop 6,1 Prozent. Für Palo Alto Networks ging es um 5,6 Prozent abwärts, obwohl das Cyber-Sicherheitsunternehmen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Hier dürften auch Gewinne mitgenommen worden sein, nachdem sich die Aktie seit Mitte April fast verdoppelt hat. Applied Aerospace & Defense absolvierten ihr Börsendebüt, der Kurs fiel um 5 Prozent.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,08 +0,03 4,10 4,05 5 Jahre 4,21 +0,03 4,23 4,18 10 Jahre 4,49 +0,03 4,50 4,45
Mit den Ölpreisen stiegen die Inflationssorgen, was am Anleihemarkt die Renditen nach oben trieb. Für den Anstieg sorgten daneben stark ausgefallene Konjunkturdaten.
DEVISENMARKT
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:10 EUR/USD 1,1604 +0,1 0,0009 1,1595 1,1602 EUR/JPY 185,59 -0,0 -0,0400 185,6300 185,6400 EUR/CHF 0,9178 -0,1 -0,0008 0,9186 0,9173 EUR/GBP 0,8645 +0,0 0,0003 0,8642 0,8640 USD/JPY 159,9 -0,1 -0,1300 160,0300 159,9900 GBP/USD 1,3419 +0,0 0,0003 1,3416 1,3426 USD/CNY 6,7765 +0,1 0,0073 6,7692 6,7692 USD/CNH 6,7777 -0,0 -0,0025 6,7802 6,7765 AUS/USD 0,7123 -0,1 -0,0005 0,7128 0,7139 Bitcoin/USD 63.989,73 -1,4 -916,62 64.906,35 66.504,92
Der Dollar zog mit den Marktzinsen etwas an. Der Dollarindex stieg um 0,3 Prozent.
ROHSTOFFE
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.474,33 +1,0 42,55 4.431,78 Silber 73,34 +0,9 0,64 72,70 Platin 1.878,35 +1,0 19,20 1.859,15
Der Goldpreis gab im US-Handel angesichts des festeren Dollar und gestiegener Marktzinsen um 0,9 Prozent nach.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,38 -0,7 -0,64 96,02 Brent/ICE 97,19 -0,6 -0,62 97,81
Mit der Eskalation im Nahen Osten zogen die Ölpreise an. Das Barrel Brentöl verteuerte sich um 2,1 Prozent. Zudem hatten sich die Rohöllagerbestände in den USA auf Wochensicht deutlicher verringert als gedacht.
MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR
USA - Konjunktur
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
June 04, 2026 01:35 ET (05:35 GMT)
DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
US-Unternehmen hatten laut dem Konjunkturberticht Beige Book der US-Notenbank auch im dritten Monat des Iran-Konflikts mit energiebedingten Preissteigerungen und wirtschaftlicher Unsicherheit zu kämpfen. Sie seien zu Beginn dieses Jahres zwar stabil, aber vorsichtig gestartet. Die höheren Energiepreise hätten die Inflationserwartung der Verbraucher verschlechtert und die Verbraucherstimmung seit Beginn des Konflikts Ende Februar auf Rekordtiefs gedrückt. Die meisten Distrikte meldeten im Mai eine höhere Inflation als im vorangegangenen Bericht. Während Ökonomen beobachten, ob die Unternehmen ihre Kosten an die Verbraucher weitergeben werden, stiegen die Kosten für Vorleistungen ohne Arbeitskosten schneller als die Verkaufspreise. Dies trug zu größeren Sorgen über eine Margenkompression bei.
COMMERZBANK
will die Angaben der übernahmewilligen Unicredit über angediente Aktien und Finanzinstrumente prüfen lassen und stellt dazu der Finanzaufsicht Bafin die relevanten öffentlich verfügbaren Informationen sowie ihre eigene Analyse und Erkenntnisse zur Verfügung. Die Bank warnt vor möglicherweise irreführenden Unicredit-Angaben und "spricht sich für eine umfassende Prüfung des Sachverhalts aus, um dem Markt ein vollständiges Bild zu geben."
OMV
begibt neue unbefristete, nachrangige Hybridschuldverschreibungen mit einem Volumen von 750 Millionen Euro. Die Papiere haben keinen Endfälligkeitstag und werden bis zum 10. Dezember 2032 mit einem festen Zinssatz von 4,375 Prozent pro Jahr verzinst.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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June 04, 2026 01:35 ET (05:35 GMT)
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