DJ MÄRKTE ASIEN/Börsen mit deutlichen Abschlägen - Kräftige Gewinnmitnahmen bei Softbank
DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag auf breiter Front nachgegeben und sind damit der negativen Vorlage der US-Börsen gefolgt. Verkauft wurden unter anderem Technologieaktien. Marktteilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally - ausgelöst auch durch den gut 13-prozentigen Einbruch von Broadcom im nachbörslichen US-Handel. Der Halbleiterkonzern hatte zwar solide Geschäftszahlen vorgelegt, sie erfüllten aber zusammen mit der Prognose die hohen Erwartungen nicht.
Neben Gewinnmitnahmen bremste die Gemengelage im Nahost-Konflikt. Die Hoffnung auf einen baldigen Frieden haben wieder einen Dämpfer erhalten, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran erneut Gefechte geliefert hatten. Auf der anderen Seite sollen aber Israel und der Libanon eine Waffenruhe verabredet haben, was vom Iran als Vorbedingung für weitere Friedensverhandlungen mit den USA gemacht wurde. Dazu passen geben die Ölpreise am Donnerstag wieder nach.
In Japan gab der Nikkei-225 um 1,4 Prozent auf 67.471 Punkte nach, der breitere Topix büßte nach der Rally am Vortag 1,2 Prozent ein. Hier könnte auch für Zurückhaltung gesorgt haben, dass die japanische Notenbank weiter Zinserhöhungen plant. Notenbankgouverneur Kazuo Ueda sagte, dass die Zentralbank angesichts steigender Inflationsrisiken die Vor- und Nachteile von Zinserhöhungen diskutieren müsse. Er warnte, dass die Inflation aufgrund des Energieschocks durch den Iran-Krieg die Zielwerte überschreiten könnte. Am Geldmarkt stieg die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei dem Treffen am 15. und 16. Juni von 84 auf 89 Prozent.
Im Technologiesektor brachen Softbank um über 11 Prozent ein. Der Aktienkurs hatte sich in den vergangenen zwei Monaten aber auch mehr als verdoppelt, angetrieben von der Begeisterung über die wachsende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und den Erwartungen rund um einen möglichen Börsengang von OpenAI, einer der wichtigsten Investitionen von SoftBank. Die Chipaktien Advantest oder Tokyo Electron legten dagegen deutlich zu, Renesas tendierten gut behauptet.
Auch in Südkorea sorgten schwache Technologiewerte für Abwärtsdruck auf den technologielastigen Kospi, der nach dem handelsfreien Mittwoch 1,8 Prozent einbüßte und damit eine dreitägige Gewinnserie beendete. Seit Jahresbeginn bringt es der Index aber immer noch auf ein Plus von 105 Prozent.
Bei den Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix nahmen Anleger nach einer Serie von Rekordhochs Gewinne mit, die Kurse fielen um 2,5 bzw. 2,6 Prozent. In Schanghai gab der Composite um 0,6 nach, der HSI in Hongkong im späten Geschäft 1,5 Prozent. Auch dort tendierten Chipaktien uneinheitlich. Während Hua Hong deutlich zulegten, gaben SMIC etwas nach.
Der australische S&P/ASX-200 in Sydney schloss 1,1 Prozent tiefer. Treasury Wine Estates will Kosten senken und kalifornische Niederlassungen veräußern. Der Kurs schoss um 13,1 Prozent nach oben. Ampol stiegen um 4,1 Prozent, nachdem die australische Wettbewerbsbehörde die Übernahme von EG Australia durch den Kraftstoffhändler genehmigt hatte.
Nach dem rund 5-prozentigen Absturz am Vortag sackte der Index der Börse in Indonesien um weitere 3 Prozent ab auf ein Fünfjahrestief. Marktbeobachter machen für die Talfahrt massive Kapitalabflüsse ausländischer Investoren verantwortlich, hinter der unter anderem Währungsschwäche und restriktive Geldpolitik stünden. Dazu komm t, dass der Indexanbieter MSCI zu Jahresbeginn die Investierbarkeit indonesischer Aktien in Frage gestellt hatte.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.686,10 -1,1 -0,3 08:00 Nikkei-225 67.470,69 -1,4 - 08:00 Topix 500 (Tokio) 3.093,18 -1,2 0,0 08:00 Kospi (Seoul) 8.639,41 -1,8 +105,0 08:30 Hang-Seng (Hongkong) 25.242,09 -1,5 0,0 10:00 Shanghai-Composite 4.057,78 -0,6 +2,3 09:00 Straits-Times (Singapur) 5.090,48 -0,9 +9,6 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 5.737,77 -3,4 -33,6 10:00 KLCI (Malaysia) 1.687,51 +0,9 +0,4 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 10:22 % YTD EUR/USD 1,1610 +0,1 1,1595 1,1611 -1,2 EUR/JPY 185,63 0,0 185,63 185,46 +0,9 EUR/GBP 0,8646 +0,1 0,8642 0,8632 -0,8 USD/JPY 159,88 -0,1 160,03 159,71 +2,1 USD/KRW 1.532,39 -0,2 1.534,62 1.526,34 +6,4 USD/CNY 6,7740 +0,1 6,7692 6,7732 -3,1 USD/CNH 6,7745 -0,1 6,7802 6,7741 -2,9 USD/HKD 7,8358 -0,0 7,8370 7,8354 +0,7 AUD/USD 0,7137 +0,1 0,7128 0,7161 +7,0 NZD/USD 0,5870 +0,2 0,5860 0,5898 +2,0 BTC/USD 63.497,26 -2,2 64.906,35 66.986,21 -27,6 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 94,97 -1,1 -1,05 96,02 Brent/ICE 96,96 -0,9 -0,85 97,81 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.468,05 +0,8 36,27 4.431,78 Silber 73,20 +0,7 0,49 72,70 Platin 1.879,65 +1,1 20,50 1.859,15 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/gos
(END) Dow Jones Newswires
June 04, 2026 03:51 ET (07:51 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.



