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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Gewinnmitnahmen im Technologiesektor

DJ MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Gewinnmitnahmen im Technologiesektor

DOW JONES--Die US-Börsen machen am Donnerstag im Handelsverlauf ihre anfänglichen Verluste weg oder drehen sogar ins Plus. Der Dow-Jones-Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 1,9 Prozent auf 51.625 Punkte, gestützt von Aktien des Gesundheits- und Finanzsektors. An der Spitze liegen die Aktien des Krankenversicherers Unitedhealth mit plus 5,1 Prozent nach einer Hochstufung durch die Bank of America. Der S&P-500 rückt in positives Terrain vor und gewinnt 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Composite verringert sein Minus auf 0,2 Prozent. Unter den Anlegern keimt wieder Hoffnung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges auf, wie Händler sagen. Im Technologiesektor dämpft allerdings Broadcom die Kauflaune. Die Umsatzprognose des Chipherstellers für das dritte Quartal kann mit den Erwartungen nicht Schritt halten, während zugleich die Quartalszahlen aber gut ausgefallen sind. Laut Händlern wirft der Ausblick die Frage wieder auf, in welchem Tempo die Nachfrage nach KI tatsächlich anziehen wird. Der Broadcom-Kurs bricht um 14,7 Prozent ein. Im Sog verbilligen sich AMD um 4,1, Intel um 2,1, Micron um 6,6 und Sandisk um 0,9 Prozent. Nvidia legen unterdessen um 1,7 Prozent zu.

"Das ist ein klassischer Fall von sehr hohen Erwartungen, die auf einen Markt treffen, der auf Perfektion setzt (...). Anleger bestrafen derzeit alles, was nicht exakt ihren Vorstellungen entspricht", erläutert Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown.

Etwas Unterstützung erhalten die Börsen immerhin von sinkenden Ölpreisen. Hintergrund ist die Einigung zwischen Israel und Libanon auf eine Verlängerung der Waffenruhe - allerdings vorausgesetzt, die vom Iran unterstützte Miliz Hisbollah stellt ihre Angriffe ein. Diese aber lehnt eine Waffenruhe ab. Derweil hat US-Präsident Donald Trump jedoch versichert, die US-Streitkräfte würden ihre Angriffe auf den Iran nicht wieder aufnehmen, sofern keine US-Soldaten getötet würden. Unterdessen steigt auch in den USA der Druck auf den Präsidenten, den Krieg zu beenden. Das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus hat mehrheitlich für eine Resolution gestimmt, mit der Trump die Fortsetzung des Kriegs untersagt werden soll. Die Zustimmung des Senats steht indessen noch aus. Überdies bedarf es einer Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern des Kongresses, um ein Veto von Trump auszuhebeln. Die Rohölsorte Brent verbilligt sich um fast 3 Prozent je Barrel. "Ohne eine Normalisierung der regionalen Ölströme ist der Markt zunehmend starken Aufwärtsschwankungen ausgesetzt, da die Lagerbestände weiter abnehmen", warnen jedoch die ING-Analysten Warren Patterson und Ewa Manthey.

Am Anleihemarkt sinken die Renditen angesichts nachgebender Ölpreise leicht, die Inflationssorgen werden dadurch gedämpft. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen reduziert sich um 3 Basispunkte auf 4,47 Prozent. Fallende Marktzinsen setzen dem Dollar zu, der Dollar-Index sinkt um 0,2 Prozent. Die Feinunze Gold verteuert sich dagegen um 1,2 Prozent - gestützt von Dollar-Schwäche und niedrigeren Marktzinsen.

Unter den Konjunkturdaten des Tages ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker gestiegen als angenommen, blieb aber auf niedrigem Niveau. Der am Mittwoch veröffentlichte ADP-Arbeitsmarktbericht hatte für Mai einen etwas stärkeren Beschäftigungsaufbau ausgewiesen als erwartet. Anleger warten nun gespannt auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stieg derweil in zweiter Lesung weniger stark als vorläufig gemeldet und verfehlte auch die Erwartungen von Ökonomen. Die Lohnstückkosten stiegen weniger stark als in der ersten Lesung, während Volkswirte eine Aufwärtsrevision erwartet hatten.

Am Aktienmarkt stürzen CrowdStrike um 5,7 Prozent ab, nachdem die Quartalszahlen des Cybersicherheitsunternehmens die Erwartungen nur knapp übertroffen hatten. Anleger ergreifen die Gelegenheit, nach einer beeindruckenden Kursrally Gewinne einzustreichen. PVH brechen um 21,6 Prozent ein, die Eigentümerin von Tommy Hilfiger und Calvin Klein hat ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Das Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum hat den Ausgabepreis auf 60 Dollar pro Stück festgelegt. Die Aktien werden voraussichtlich im Laufe des Tages ihr Handelsdebüt feiern.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      51.624,52  +1,9  +937,45    50.687,07 
S&P-500     7.579,52  +0,3   +25,84    7.553,68 
NASDAQ Comp  26.806,23  -0,2   -47,75    26.853,98 
NASDAQ 100   30.413,14  -0,5  -158,09    30.571,24 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,05 -0,04    4,08      4,02 
5 Jahre       4,18 -0,04    4,21      4,16 
10 Jahre      4,47 -0,03    4,50      4,45 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:10 
EUR/USD      1,1628  +0,3   0,0033     1,1595   1,1602 
EUR/JPY      186,01  +0,2   0,3800     185,63  185,6400 
EUR/CHF      0,9167  -0,2  -0,0019     0,9186   0,9173 
EUR/GBP      0,8651  +0,1   0,0009     0,8642   0,8640 
USD/JPY      159,96  -0,0  -0,0700     160,03  159,9900 
GBP/USD      1,3439  +0,2   0,0023     1,3416   1,3426 
USD/CNY      6,7735  +0,1   0,0043     6,7692   6,7692 
USD/CNH      6,7739  -0,1  -0,0063     6,7802   6,7765 
AUS/USD      0,7141  +0,2   0,0013     0,7128   0,7139 
Bitcoin/USD  63.616,77  -2,0 -1.289,58    64.906,35 66.504,92 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     92,92  -3,2   -3,10      96,02 
Brent/ICE     95,02  -2,9   -2,79      97,81 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.482,75  +1,2   50,97    4.431,78 
Silber       73,91  +1,7    1,21      72,70 
Platin     1.894,80  +1,9   35,65    1.859,15 
 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 04, 2026 12:29 ET (16:29 GMT)

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