DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Fed-Gouverneur Schmid - Inflation immer noch zu hoch
Der Präsident der Federal Reserve von Kansas City, Jeff Schmid, hat seine Ansicht bekräftigt, dass die Inflation zu hoch sei und die Fed die Wahl habe, die Zinsen anzuheben oder sie stabil zu halten. "Sagen wir, okay, jetzt ist es an der Zeit, die Zinsen um einen oder zwei Viertelpunkte anzuheben und zu sehen, ob wir das nicht eindämmen können," sagte er bei einem Kamingespräch in Oklahoma.
Indiens Zentralbank hält Zinsen wegen hoher Risiken durch Iran-Krise stabil
Indiens Zentralbank hat die Zinsen stabil gehalten und damit ihre Zinspause fortgesetzt. Sie will zunächst die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Währung und die Wirtschaft des Landes abwarten. Die Sitzung der Reserve Bank of India fand vor dem Hintergrund einer starken Abwertung der Rupie und akuter wirtschaftlicher Risiken statt. Denn die Iran-Krise treibt die Energiepreise in die Höhe, was die Inflation anzuheizen droht. Der geldpolitische Ausschuss der RBI stimmte einstimmig dafür, den Leitzins bei 5,25 Prozent zu belassen. Damit pausiert die Zentralbank zum dritten Mal in Folge, nachdem sie im Dezember den Zins noch gesenkt hatte.
Chinas Exportwachstum dürfte solides Momentum beibehalten
Das chinesische Exportwachstum dürfte sein solides Momentum beibehalten, wie BofA Securities in einem Kommentar schreibt. Angetrieben werde es voraussichtlich von weiteren Anstiegen der Halbleiterpreise, die weiterhin die Exportwerte für elektronische integrierte Schaltungen und andere Ausrüstung in die Höhe trieben, heißt es. Nennenswerte politische Konjunkturimpulse seien weiterhin unwahrscheinlich, sofern sich die heimischen Indikatoren nicht weiter abschwächten, meint BofA.
Chinas Verbraucherinflation dürfte im Mai leicht steigen
Die Verbraucherinflation in China dürfte im Mai von 1,2 Prozent im April leicht auf 1,5 Prozent im Jahresvergleich steigen, wie die Ökonomen der BofA Securities in einem Kommentar schreiben. Die Inflation bei Nahrungsmitteln dürfte gedämpft bleiben, da die Preise für Schweinefleisch und Gemüse weiter sinken, so die Bank. Allerdings könnte die Inflation bei Nicht-Nahrungsmitteln durch höhere Ölpreise etwas gestützt werden, da die Spannungen im Nahen Osten anhalten, fügt die Bank hinzu. Die Inflationsdaten werden am 10. Juni veröffentlicht.
Japans Lohnwachstum untermauert Argumente für BoJ-Zinserhöhung
Die anhaltende Stärke des Lohnwachstums gibt der Bank of Japan grünes Licht, die Straffung in diesem Monat wieder aufzunehmen, meint Capital Economics. Vorläufige Schätzungen haben gezeigt, dass sich das Wachstum der Arbeitnehmerentgelte im April beschleunigt hat. Dies sei auf Boni und Überstundenvergütungen zurückzuführen, aber das Wachstum der regulären Einkommen habe sich auf dem stärksten Niveau seit über drei Jahrzehnten gehalten, meint der Ökonom Abhijit Surya. Zwar lege die BoJ den Schwerpunkt auf einen alternativen Indikator, der eine leichte Verlangsamung bei den Grundgehältern gezeigt habe, aber das Wachstum sei deutlich stärker gewesen als der Durchschnitt des Vorjahres.
Inflation auf den Philippinen kühlt ab, bleibt aber wegen Energieschock hoch
Die Inflation auf den Philippinen hat im Mai unerwartet nachgelassen, bleibt aber unangenehm hoch, da die Iran-Krise die Energiepreise hochhält. Die Gesamtinflation lag im vergangenen Monat bei 6,8 Prozent. Sie kühlte sich damit von dem über dreijährigen Höchststand von 7,2 Prozent im April ab und unterschritt die Prognose der Zentralbank von 7,1 bis 7,9 Prozent. Eine Umfrage des Wall Street Journal hatte für Mai einen stärkeren Anstieg von 7,60 Prozent prognostiziert.
Thailands Inflation schwächt sich trotz Nahostkonflikt leicht ab
Die Inflation in Thailand hat sich im Mai abgeschwächt, obwohl die globalen Energiekosten angesichts des Nahostkonflikts hoch geblieben sind. Der Verbraucherpreisindex stieg im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr um 2,79 Prozent, wie aus am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Der Wert liegt unter dem Anstieg von 2,89 Prozent im April und unter der von Ökonomen im Rahmen einer Umfrage des Wall Street Journal erwarteten Zunahme von 3,23 Prozent.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Industrieproduktion Apr +0,1% gg Vm
Frankreich/Industrieproduktion März rev +1,4% (vorl: +1,0%) gg Vm
Japan/Ausgaben privater Haushalte Apr -0,5% (PROGNOSE: -1,5%) gg Vorjahr
Japan/Ausgaben Arbeitnehmer-Haushalte Apr -1,1% gg Vorjahr
Japan/Konsumneigung Apr 73,9%
Japan/Konsumneigung Apr -2,5 Pkt gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
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June 05, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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