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MÄRKTE EUROPA/DAX testet 25.000 - Chipwerte werden verkauft

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX testet 25.000 - Chipwerte werden verkauft

DOW JONES--Europas Börsen arbeiten sich bis Freitagmittag leicht ins Plus vor. Angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten, ist den Aufschlägen jedoch keine große Bedeutung beizumessen. Auch sind die Umsätze dünn, viele Anleger nutzen den Brückentag für ein verlängertes Wochenende. Weiter zeichnet sich keine Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran ab, zumal die vom Iran unterstützte Hisbollah den von den USA vermittelten Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon ablehnt. Immer wieder kommt es zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär zu Schlagabtauschen im Libanon.

Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 24.990 Punkte, gestützt durch die Gewinne bei den Index-Schwergewichten SAP und Rheinmetall. Der Euro-Stoxx-50 notiert bei 6.104 Punkten praktisch unverändert. Der Preis der Nordseesorte Brent zeigt sich 0,2 Prozent niedriger bei unverändert bei 94,82 Dollar das Fass. Zur ruhigen Lage bei den Ölpreisen könnte beitragen, dass das staatliche Ölunternehmen Kuwaits davon ausgeht, von sechs bis acht Wochen fast 70 Prozent seiner Ölproduktion wiederherstellen zu können, wenn die Blockade der Straße von Hormus beendet wird.

Mit Abgaben von 0,8 Prozent führen Technologieaktien die Verliererliste in Europa an. Es belasten negative Vorgaben aus Asien. Dort ist der KI-lastige Kospi mit Gewinnmitnahmen um 5,5 Prozent eingebrochen. Auslöser dürfte der Kurseinbruch von Broadcom gewesen sein. Der Ausblick des Chipherstellers überzeugte nicht und sorgte für Unsicherheiten über die Nachhaltigkeit des KI-Booms. Infineon verlieren 5,9 Prozent, Suss Microtec 5,6 Prozent, Aixtron 4,1 Prozent oder ASML 3 Prozent.

Software-Aktien liegen dagegen gut im Markt. Im Handel sieht man Anzeichen für eine Bodenbildung. Die Stimmung für die Branche hat sich seit den jüngsten Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang gebessert: Er sieht Software-Anbieter nicht als Verlierer der KI-Revolution. SAP steigen um 1,3 Prozent, Atoss Software um 1,1 Prozent oder Temenos um 0,4 Prozent.

Scout24 gewinnen 4,2 Prozent auf 77,60 Euro. Auch hier ist von einem besseren Sentiment die Rede. Am Vortag hatte Goldman Sachs die Aktie mit einem Kursziel von 105 Euro zum Kauf empfohlen. Die Anleger setzen auf eine Wachstumsbeschleunigung. Für Zalando geht es sogar 4,5 Prozent nach oben.

Derweil kommt möglicherweise Bewegung in den Krieg in der Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich in einem offenen Brief direkt an sein russisches Pendant Wladimir Putin gewandt und ein persönliches Treffen vorgeschlagen. US-Präsident Donald Trump reagierte erfreut auf den Vorstoß, ein Treffen wäre großartig, sagte er und: "Sie sollten es hinbekommen".

Die stark abverkauften Rüstungswerte zeigen sich hiervon nicht mehr belastet. Rheinmetall gewinnen 1,1 Prozent oder Leonardo 0,9 Prozent.

Unternehmensnachrichten sind dünn gesät. Viscom hat seine Prognose für den Auftragseingang für das laufende Geschäftsjahr erhöht angesichts eines Großauftrags für Anwendungen in der Batteriezelleninspektion. Für den Kurs geht es 10,4 Prozent nach oben.

Der Mehrheitserwerb von Eurofragnance kommt bei den Givaudan-Aktionären gut an. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben, Vontobel schätzt den Kaufpreis aber auf 600 bis 700 Millionen Franken auf Basis einer 100-prozentigen Übernahme. Die Analysten stufen den Kauf als positiv ein; Givaudan zementiere damit seine Vormachtstellung im Bereich Duftstoffe. Givaudan steigen um 1,1 Prozent.

Einen möglicherweise frischen Impuls könnte am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für Mai liefern. Gerechnet wird mit einem Jobwachstum von lediglich 80.000 Stellen. Dies würde eine deutliche Abkühlung signalisieren, nachdem das Beschäftigungswachstum im März und April überraschend stark ausgefallen war.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.103,93  +0,0    0,60    6.103,33    5,4 
Stoxx-50        5.204,52  +0,2   11,20    5.193,32    5,8 
DAX          24.990,01  +0,2   45,06    24.944,95    2,0 
MDAX          32.759,01  -0,1   -42,60    27.039,42    7,0 
TecDAX         4.156,05  -1,3   -52,54    3.091,28    14,7 
SDAX          18.670,31  -0,5   -89,28    13.062,07    8,7 
FTSE          10.397,26  +0,4   36,94    10.360,32    4,7 
CAC           8.288,83  +0,5   44,54    8.244,29    1,7 
SMI          13.399,41  +0,4   58,14    13.341,27    1,0 
ATX           6.154,33  +0,6   37,80    6.116,53    15,5 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:10 
EUR/USD          1,1636  +0,2   0,0027     1,1609   1,1602 
EUR/JPY          186,07  +0,2   0,2900     185,78  185,6400 
EUR/CHF          0,9164  -0,0  -0,0003     0,9167   0,9173 
EUR/GBP          0,8637  -0,1  -0,0009     0,8646   0,8640 
USD/JPY          159,9  -0,1  -0,1100     160,01  159,9900 
GBP/USD          1,3468  +0,4   0,0048      1,342   1,3426 
USD/CNY          6,7655  -0,1  -0,0080     6,7735   6,7692 
USD/CNH          6,7675  -0,1  -0,0091     6,7766   6,7765 
AUS/USD          0,7137  +0,1   0,0004     0,7133   0,7139 
Bitcoin/USD      62.403,88  -1,9 -1.184,69    63.588,57 66.504,92 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         93,25  +0,2    0,21      93,04 
Brent/ICE         94,82  -0,2   -0,21      95,03 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.461,07  -0,3   -12,82    4.473,89 
Silber           72,55  -1,8   -1,32      73,87 
Platin         1.885,45  -0,8   -14,80    1.900,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 05, 2026 07:29 ET (11:29 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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