DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Wirtschaft der Eurozone im ersten Quartal geschrumpft - Krieg im Iran trübt Ausblick ein
Die Wirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal geschrumpft, was auf Produktionsrückgänge in Irland und Frankreich zurückzuführen ist. Dies erschwert die Aufgabe der Europäischen Zentralbank, die die steigende Inflation dämpfen will, ohne die Wirtschaftsaktivität übermäßig zu schädigen. Das Bruttoinlandsprodukt in dem Währungsraum der 21 Nationen sei in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 um 0,2 Prozent gefallen, wie die Statistikbehörde der Europäischen Union, Eurostat, am Freitag mitteilte. Dies ist schwächer als das Mitte Mai für diesen Zeitraum gemeldete Wachstum von 0,1 Prozent.
EIB-Chefin - EU-Technologieoffensive zeigt Ernsthaftigkeit bei wirtschaftlicher Sicherheit
Der Vorstoß der EU zur technologischen Souveränität zeigt, dass Europa es mit der wirtschaftlichen Sicherheit ernst meint, sagt Nadia Calvino, Präsidentin der Europäischen Investitionsbank, am Freitag auf einem Gipfel in Brüssel. Die EU hat in dieser Woche Pläne vorgestellt, um ihre heimische Technologiebranche zu stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen zu verringern. "Ich denke, dies spiegelt wider, dass Europa sich tatsächlich von Prinzipien und Plänen hin zur Umsetzung, Durchführung und Durchsetzung bewegt", sagt sie.
Laut BoE-Umfrage erwarten Unternehmen schnellere Preisanhebungen
Britische Unternehmen erwarteten bei einer Umfrage im Mai, ihre Preise schneller anzuheben, während sich die Lohnsteigerungen verlangsamen dürften. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Bank of England hervor. Rund 2.086 Finanzvorstände wurden zwischen dem 8. und 22. Mai befragt. Die Energiepreise waren nach den Angriffen auf den Iran Ende Februar stark gestiegen und sind seitdem hoch geblieben.
Britische Hausbauer stehen weiter vor schwierigen Marktbedingungen
Der britische Immobiliensektor sei mit echter Hoffnung in das Jahr 2026 gestartet, aber der Iran-Konflikt habe diese Einschätzung beeinträchtigt, sagen die Analysten von RBC Capital Markets, Anthony Codling und Oliver Dyson. Der Halifax-Preisindex zeigt, dass die britischen Hauspreise im Mai um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 298.806 Pfund gefallen sind, was den zweiten monatlichen Rückgang in Folge darstellt. Obwohl sich die Hauspreise nur mit Mühe hielten, sei das jährliche Wachstum von 0,4 Prozent im April leicht auf 0,5 Prozent gestiegen, was ermutigend aussehe, so die Analysten.
Indiens Wirtschaft wächst trotz Energieschocks im Nahen Osten weiterhin robust
Indiens Wirtschaftswachstum blieb im ersten Quartal robust, obwohl der Konflikt im Nahen Osten die Aussichten eintrübt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs in den drei Monaten bis Ende März um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Regierungsdaten am Freitag zeigten. Dies steht im Vergleich zu dem revidierten Wachstum von 8,0 Prozent im Vorquartal und übertraf die Median-Prognose von 7,2 Prozent in einer Umfrage des Wall Street Journal unter Ökonomen.
Inflation in Taiwan steigt wegen höherer Energiekosten über 2 Prozent
Die Inflation in Taiwan ist im Mai auf über 2 Prozent gestiegen. Damit wurde die viel beachtete Schwelle zum ersten Mal seit einem Jahr überschritten, da die Spannungen im Nahen Osten die Kraftstoffpreise hochhalten. Der Verbraucherpreisindex kletterte im vergangenen Monat gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent, wie aus den am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Damit wurde der in einer Umfrage des Wall Street Journal erwartete Anstieg von 2,1 Prozent übertroffen.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweiz/SNB: Währungsreserven Mai 710,818 Mrd CHF
Schweiz/SNB: Währungsreserven betrugen im Apr 715,812 Mrd CHF
DJG/DJN/apo
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June 05, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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