Die Techs gingen am Freitag in die Knie mit dem stärksten Einbruch seit den Zollschock-Ankündigungen im April 2025. KI-Titel und besonders die Halbleiterwerte wurden vielfach prozentual zweistellig in den Keller geschickt. Die Hintergründe:
1. Die US-Wirtschaft schuf im vergangenen Monat 172.000 (erwartet 85.000) neue Arbeitsplätze. Zudem wurden die Beschäftigungszahlen für März und April deutlich nach oben korrigiert. Die Daten fielen wesentlich stärker aus als von Ökonomen erwartet. Folge:
Die Märkte preisen inzwischen eine vollständige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember ein.Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg um 0,12 Prozentpunkte auf 4,17 %, den höchsten Stand seit 15 Monaten.
2. Broadcom als Billionär hat mit seinen Quartalszahlen die optimistischsen Erwartungen verfehlt.
3. Google hat gerade eine Kapitalerhöhung über 85 Milliarden Dollar angekündigt. Meta prüft ebenfalls eine große Aktienplatzierung. Der Börsengang von SpaxeX zudem vor der Tür. Das entzieht Liquidität.
4. Anthropic hat laut aktuellen Berichten vor Risiken durch "recursive self-improvement" gewarnt, also vor dem Punkt, an dem KI-Systeme zunehmend selbst an ihrer Weiterentwicklung mitwirken oder sogar bessere Nachfolger entwickeln könnten. Berichtet wird auch, dass Anthropic eine mögliche Verlangsamung oder Pause bei Frontier-KI-Entwicklung ins Spiel bringt, allerdings wohl nur unter der Voraussetzung, dass führende Labore koordiniert mitziehen.
In Summe war das zu viel für die Fahnenstangen im Chipsektor, die nun korrigiert werden. Ich sehe darin weiterhin keine Trendwende. Warum?
- Nvidia, Broadcom, AMD oder andere Speicherwerte senken nicht die Ausblicke sondern erhöhen sie vielfach.
- Hyperscaler kürzen nicht ihre Capex-Pläne, sondern erhöhen sie
- Margen steigen weiter
- Rechenzentrumsprojekte werden nicht verschoben
- Regulatorische Eingriffe bleiben niedrig und bremsen bislang nicht Frontier-KI
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.
1. Die US-Wirtschaft schuf im vergangenen Monat 172.000 (erwartet 85.000) neue Arbeitsplätze. Zudem wurden die Beschäftigungszahlen für März und April deutlich nach oben korrigiert. Die Daten fielen wesentlich stärker aus als von Ökonomen erwartet. Folge:
Die Märkte preisen inzwischen eine vollständige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember ein.Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg um 0,12 Prozentpunkte auf 4,17 %, den höchsten Stand seit 15 Monaten.
2. Broadcom als Billionär hat mit seinen Quartalszahlen die optimistischsen Erwartungen verfehlt.
3. Google hat gerade eine Kapitalerhöhung über 85 Milliarden Dollar angekündigt. Meta prüft ebenfalls eine große Aktienplatzierung. Der Börsengang von SpaxeX zudem vor der Tür. Das entzieht Liquidität.
4. Anthropic hat laut aktuellen Berichten vor Risiken durch "recursive self-improvement" gewarnt, also vor dem Punkt, an dem KI-Systeme zunehmend selbst an ihrer Weiterentwicklung mitwirken oder sogar bessere Nachfolger entwickeln könnten. Berichtet wird auch, dass Anthropic eine mögliche Verlangsamung oder Pause bei Frontier-KI-Entwicklung ins Spiel bringt, allerdings wohl nur unter der Voraussetzung, dass führende Labore koordiniert mitziehen.
In Summe war das zu viel für die Fahnenstangen im Chipsektor, die nun korrigiert werden. Ich sehe darin weiterhin keine Trendwende. Warum?
- Nvidia, Broadcom, AMD oder andere Speicherwerte senken nicht die Ausblicke sondern erhöhen sie vielfach.
- Hyperscaler kürzen nicht ihre Capex-Pläne, sondern erhöhen sie
- Margen steigen weiter
- Rechenzentrumsprojekte werden nicht verschoben
- Regulatorische Eingriffe bleiben niedrig und bremsen bislang nicht Frontier-KI
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.
© 2026 Bernecker Börsenbriefe
