Berlin (ots) -
Jede fünfte Person weiß nicht, dass das Meer mehr Fläche als das Land bedeckt. Zum Welttag des Meeres am 8. Juni offenbart eine repräsentative MSC-Umfrage Wissenslücken über die Ozeane und ihre Bedeutung.
Wie viel wissen wir über das Meer? Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Marine Stewardship Council (MSC) zeigt: Vielen Menschen in Deutschland fehlt grundlegendes Wissen über das Meer.
So weiß jede fünfte Person (20%) nicht, dass das Meer einen größeren Teil der Erdoberfläche bedeckt als das Land. Mehr als ein Drittel der Befragten (38%) weiß nicht, dass das Meer tiefer sein kann, als der höchste Berg der Erde hoch ist. Und gut jede vierte Person (26%) weiß nicht, dass Überfischung heute stärker verbreitet ist als noch vor 50 Jahren.
Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut GlobeScan im Auftrag des MSC knapp 1.700 Menschen in Deutschland. Die Ergebnisse werden anlässlich des Welttags des Meeres am 8. Juni veröffentlicht.
"Das Meer bedeckt rund 70 Prozent der Erdoberfläche und erreicht Tiefen von bis zu 11.000 Metern. In seiner Größe wirkt es oft unerschöpflich - tatsächlich sind viele Meeresökosysteme jedoch durch menschliche Einflüsse belastet. Mehr als ein Drittel der weltweiten Fischbestände gilt derzeit als überfischt", sagt Andrea Harmsenvom MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei.
Sorge um den Zustand der Meere ist groß
Die große Mehrheit der in Deutschland Befragten (89 %) zeigt sich besorgt über den Zustand der Meere. Als größte Herausforderungen nennen sie die Folgen des Klimawandels, die zunehmende Verschmutzung sowie die Überfischung.
Zwar wissen 73 Prozent der Befragten, dass Überfischung heute weiter verbreitet ist als vor 50 Jahren. Gleichzeitig glaubt fast jede dritte Person (30 %) fälschlicherweise, dass sich überfischte Bestände grundsätzlich nicht mehr erholen können. Weitere 24 Prozent sind sich in dieser Frage unsicher.
Überfischte Bestände können sich erholen
"Unsere Arbeit mit Fischereien auf der ganzen Welt zeigt: Die Herausforderungen sind groß, aber die Erholung überfischter Bestände und belasteter Ökosysteme ist möglich, wenn wirksame Managementmaßnahmen umgesetzt werden", so Harmsen.
Ein aktuelles Beispiel ist die Sardine vor der Iberischen Halbinsel. Nach Jahren intensiver Befischung befand sich der Bestand in einem kritischen Zustand. Ein umfassender Bewirtschaftungsplan mit saisonalen Fangverboten, Fangbegrenzungen und kontinuierlichem Bestandsmanagement ermöglichte jedoch die Erholung. Heute ist der Bestand nach wissenschaftlichen Schätzungen rund viermal so groß wie im Krisenjahr 2015.
Auch andere Fischbestände konnten sich dank wirksamer Schutz- und Managementmaßnahmen erholen. So hat der legendäre Rote Thunfisch im Mittelmeer nach einem strengen Wiederaufbauplan mittlerweile das höchste Niveau seit den 1960er-Jahren erreicht. Der Seehecht im Süden Englands erholte sich nach starken Bestandsrückgängen in den 1990er-Jahren ebenfalls - unter anderem dank solch vergleichsweise kleiner Anpassungen wie einer Vergrößerung der Maschenweiten der Fangnetze.
"Diese Beispiele zeigen, dass nachhaltiger Fischfang und die Erholung von Fischbeständen möglich sind. Das sollte uns heute Mut machen und zeigen, dass sich entschlossenes Handeln lohnt", so Harmsen. "Verbraucherinnen und Verbraucher können ihren Beitrag leisten, indem sie beim Fischkauf auf eine nachhaltige Herkunft achten."
Pressekontakt:
Andrea Harmsen
Marine Stewardship Council
andrea.harmsen@msc.org
Tel: +49 (0)30 609 8552 10
Original-Content von: Marine Stewardship Council (MSC), übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/102624/6289311
Jede fünfte Person weiß nicht, dass das Meer mehr Fläche als das Land bedeckt. Zum Welttag des Meeres am 8. Juni offenbart eine repräsentative MSC-Umfrage Wissenslücken über die Ozeane und ihre Bedeutung.
Wie viel wissen wir über das Meer? Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Marine Stewardship Council (MSC) zeigt: Vielen Menschen in Deutschland fehlt grundlegendes Wissen über das Meer.
So weiß jede fünfte Person (20%) nicht, dass das Meer einen größeren Teil der Erdoberfläche bedeckt als das Land. Mehr als ein Drittel der Befragten (38%) weiß nicht, dass das Meer tiefer sein kann, als der höchste Berg der Erde hoch ist. Und gut jede vierte Person (26%) weiß nicht, dass Überfischung heute stärker verbreitet ist als noch vor 50 Jahren.
Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut GlobeScan im Auftrag des MSC knapp 1.700 Menschen in Deutschland. Die Ergebnisse werden anlässlich des Welttags des Meeres am 8. Juni veröffentlicht.
"Das Meer bedeckt rund 70 Prozent der Erdoberfläche und erreicht Tiefen von bis zu 11.000 Metern. In seiner Größe wirkt es oft unerschöpflich - tatsächlich sind viele Meeresökosysteme jedoch durch menschliche Einflüsse belastet. Mehr als ein Drittel der weltweiten Fischbestände gilt derzeit als überfischt", sagt Andrea Harmsenvom MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei.
Sorge um den Zustand der Meere ist groß
Die große Mehrheit der in Deutschland Befragten (89 %) zeigt sich besorgt über den Zustand der Meere. Als größte Herausforderungen nennen sie die Folgen des Klimawandels, die zunehmende Verschmutzung sowie die Überfischung.
Zwar wissen 73 Prozent der Befragten, dass Überfischung heute weiter verbreitet ist als vor 50 Jahren. Gleichzeitig glaubt fast jede dritte Person (30 %) fälschlicherweise, dass sich überfischte Bestände grundsätzlich nicht mehr erholen können. Weitere 24 Prozent sind sich in dieser Frage unsicher.
Überfischte Bestände können sich erholen
"Unsere Arbeit mit Fischereien auf der ganzen Welt zeigt: Die Herausforderungen sind groß, aber die Erholung überfischter Bestände und belasteter Ökosysteme ist möglich, wenn wirksame Managementmaßnahmen umgesetzt werden", so Harmsen.
Ein aktuelles Beispiel ist die Sardine vor der Iberischen Halbinsel. Nach Jahren intensiver Befischung befand sich der Bestand in einem kritischen Zustand. Ein umfassender Bewirtschaftungsplan mit saisonalen Fangverboten, Fangbegrenzungen und kontinuierlichem Bestandsmanagement ermöglichte jedoch die Erholung. Heute ist der Bestand nach wissenschaftlichen Schätzungen rund viermal so groß wie im Krisenjahr 2015.
Auch andere Fischbestände konnten sich dank wirksamer Schutz- und Managementmaßnahmen erholen. So hat der legendäre Rote Thunfisch im Mittelmeer nach einem strengen Wiederaufbauplan mittlerweile das höchste Niveau seit den 1960er-Jahren erreicht. Der Seehecht im Süden Englands erholte sich nach starken Bestandsrückgängen in den 1990er-Jahren ebenfalls - unter anderem dank solch vergleichsweise kleiner Anpassungen wie einer Vergrößerung der Maschenweiten der Fangnetze.
"Diese Beispiele zeigen, dass nachhaltiger Fischfang und die Erholung von Fischbeständen möglich sind. Das sollte uns heute Mut machen und zeigen, dass sich entschlossenes Handeln lohnt", so Harmsen. "Verbraucherinnen und Verbraucher können ihren Beitrag leisten, indem sie beim Fischkauf auf eine nachhaltige Herkunft achten."
Pressekontakt:
Andrea Harmsen
Marine Stewardship Council
andrea.harmsen@msc.org
Tel: +49 (0)30 609 8552 10
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