DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
AIRLINES - Die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Kerosinpreise dürften die Fluggesellschaften nach Ansicht der International Air Transport Association vor existentielle Herausforderungen stellen. "Für einige Airlines wird dieses Jahr sehr, sehr hart werden", sagte IATA-Chef Willie Walsh auf der Hauptversammlung des Branchenverbandes in Rio de Janeiro. Die stark verteuerten Treibstoffkosten dürften die ohnehin niedrigen Nettogewinnmargen der mehr als 370 Fluggesellschaften, die die IATA repräsentiert, von 4,2 Prozent im letzten Jahr auf 2 Prozent im laufenden Jahr einbrechen lassen. All das könnte weitere Airlines in die Pleite treiben, fürchtet Walsh. (Börsen-Zeitung)
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ - Der britische Informatiker Stuart Russell warnt im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vor den existenziellen Gefahren der Künstlichen Intelligenz. Die Menschheit sei dabei, die Kontrolle über die Technologie zu verlieren, so Russell, der seit 50 Jahren an KI-Systemen forscht und zu den Geburtshelfern der Technologie zählt. "Die Menschheit ist in einer schlechten Lage. Alle Tests schlagen Alarm, die Sirenen heulen. Und wir ignorieren das einfach. Das ist Wahnsinn." (Der Spiegel)
LANDTAGSWAHLEN - Die Ministerpräsidenten mehrerer Länder haben sich strikt gegen den Vorschlag gewandt, die Landtagswahlen in Zukunft an einem Tag stattfinden zu lassen. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sagte dazu: "Wer alle Landtagswahlen zu einer Art bundesweitem Zwischenzeugnis für die Bundesregierung macht, schwächt den Föderalismus." Die Wähler sollten über Bildung, Wirtschaft, Sicherheit und die Zukunft ihrer Heimat entscheiden können. Dafür brauche es eigenständige Landtagswahlen und keine bundespolitische Großabstimmung. Ähnlich argumentiert auch die Regierung des Saarlands, wo die SPD-Politikerin Anke Rehlinger Ministerpräsidentin ist. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
RENTE - Die SPD hält an der geplanten Rentenerhöhung fest und weist einen anderslautenden Vorstoß aus der Jungen Union (JU) zurück. "Besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sind auf die gesetzliche Rente angewiesen, um im Ruhestand über die Runden zu kommen. Insofern sind wir strikt dagegen, die geplanten Rentenerhöhungen zu streichen", sagte Annika Klose, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, der Welt. "Hier die Generationen gegeneinander auszuspielen, ist nicht zielführend. Gerecht wäre, wenn wir die Superreichen stärker besteuern würden." (Welt)
WOHNUNGSBAU - Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) fordert angesichts steigender Baukosten und der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt vereinfachte Baustandards und Einschnitte bei DIN-genormten Verfahren. "Ein Ansatz zur Kostensenkung ist das Abweichen von den gegenwärtig sehr hohen technischen Anforderungen an Wohngebäude", heißt es in einem NKR-Positionspapier. Darin empfiehlt das unabhängige Kontroll- und Beratungsgremium der Bundesregierung, die Vertragsfreiheit zwischen den Bauherren und den ausführenden Unternehmen zu stärken. (Handelsblatt)
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June 08, 2026 01:05 ET (05:05 GMT)
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