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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Sydney ruht der Börsenhandel wegen des Geburtstags des Königs (King's Birthday).

TAGESTHEMA

Israel hat eigenen Angaben zufolge als Vergeltung für Raketenangriffe auf nördliche Gebiete Luftangriffe auf den Iran gestartet. Israel setzte die neuen Angriffe trotz der Warnungen von US-Präsident Donald Trump um, von neuen Maßnahmen abzusehen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu stand unter dem Druck seiner politischen Verbündeten und der Opposition, auf einen vorangegangenen iranischen Raketenbeschuss zu reagieren. Der Iran feuerte am Sonntag in vier Angriffswellen mindestens 10 Raketen ab, als Reaktion auf einen tödlichen israelischen Luftangriff auf Beirut Stunden zuvor, der auf die von Teheran unterstützte Hisbollah-Miliz abzielte. Der Angriff und der Gegenangriff sind das erste Mal, dass der Iran und Israel sich gegenseitig ins Visier genommen haben, seit ein von den USA vermittelter Waffenstillstand Anfang April in Kraft getreten ist. "Das iranische Regime hat einen schweren Fehler gemacht", sagte ein israelischer Militärsprecher und fügte hinzu, dass Israel seine Operationen gegen die Hisbollah im Libanon fortsetzen werde.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

14:30 US/Honeywell International Inc, Strategieupdate 2026

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine relevanten Daten angekündigt.

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.400,75  0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.081,50  +0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)      Feiertag 
Topix-500 (Tokio)      3.836,37  -2,9 
Kospi (Seoul)        7.612,19  -6,7 
Shanghai-Composite      3.974,31  -1,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.633,51  -1,3 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Die Aktienmärkte werden von mehreren Faktoren belastet und geben auf breiter Front teils massiv nach. Händler nennen Zinsängste, steigende Ölpreise und die Eskalation im Nahostkrieg. Die unerwartet starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag verstärken die Spekulationen in den USA auf Zinserhöhungen. Dazu flammt die militärische Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Israel wieder auf. Beide Seiten überzogen sich mit Angriffen aus der Luft. Das dämpft Hoffnungen auf ein Friedensabkommen, in der Folge ziehen die Ölpreise an. Verkauft werden mit den Zinserhöhungssorgen unter anderem Technologiewerte aus dem Halbleiterbereich, wozu aber auch Gewinnmitanhmen nach der fulminanten Rally beitragen. Besonders betroffen sind davon die Börsen in Südkorea, Japan und Taiwan. In Südkorea wurde der Handel wegen massiver Verluste teils unterbrochen. Samsung Electronics und SK Hynix büßen 5,6 bzw. 3,3 Prozent ein. Taiwan Semiconductor Manufacturing rutschen in Taipeh um 2,8 Prozent ab. In Tokio verlieren Tokyo Electron 5,1 Prozent und Softbank 7,2 Prozent. Die Revision der japanischen BIP-Daten spielt am Markt keine Rolle. In China halten sich die Märkte etwas besser. In Australien wird wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

WALL STREET

INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          50.866,78  -1,4  -695,15    51.561,93 
S&P-500         7.383,74  -2,6  -200,57    7.584,31 
NASDAQ Comp      25.709,43  -4,2  -1121,53    26.830,96 
NASDAQ 100       28.957,60  -4,8  -1450,21    30.407,81 
 
Umsatzdaten 
           Freitag  Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,31 Mrd   1,26 Mrd 
Gewinner         825    1.922 
Verlierer        1.938     823 
Unverändert        70      98 
 

Baisse - Mit heftigen Kursverlusten reagierten die Börsen auf einen überraschend stark ausgefallenen Arbeitsmarktbericht. Im Mai wurden mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen wie von Volkswirten im Konsens erwartet. Zudem wurden die Daten für die beiden Vormonate nach oben revidiert. Das schürte Zinserhöhungsspekulationen. Dazu kamen fortgesetzte Gewinnmitnahmen im Technologiesektor, besonders bei solchen mit KI-Fantasie. Technologiewerte führten mit Kursverlusten von durchschnittlich gut 5 Prozent die Liste der Verlierer mit weitem Abstand an. Unter Anlegern verstärkte sich die Neigung zu Gewinnmitnahmen, nachdem Broadcom zuletzt mit dem Ausblick enttäuscht hatte. Zum anderen werden der anstehende Börsengang von SpaceX und die Kapitalerhöhung von Meta in naher Zukunft in Summe wohl bis zu 160 Milliarden Dollar aufsaugen. Das Geld dürfte zum Teil auch durch den Verkauf anderer Technologieaktien aufgebracht werden. Und nicht zuletzt sorgten die gestiegenen Marktzinsen aus Bewertungsgründen für Druck auf Technologietitel. Broadcom gaben um 7,9 Prozent nach, Lumentum, Nvidia, Intel, Marvell, Micron, Sandisk oder AMD verzeichneten Einbußen von bis zu 16,7 Prozent. Die Senkung der Jahresprognose drückte Lululemon um 8,6 Prozent.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,16 +0,11    4,18      4,03 
5 Jahre           4,28 +0,10    4,30      4,16 
10 Jahre          4,54 +0,07    4,55      4,46 
 

Die Renditen zogen mit den gestiegenen Zinserhöhungserwartungen als Reaktion auf den unerwartet stark ausgefallenen Arbeitsmarktbericht deutlich an.

DEVISENMARKT

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Fr, 09:16 % YTD 
EUR/USD          1,1536  +0,2   1,1519     1,1627  -1,8 
EUR/JPY          184,92  +0,1   184,70     185,96  +0,5 
EUR/GBP          0,8643  +0,1   0,8637     0,8651  -0,8 
USD/JPY          160,29  0,0   160,29     159,91  +2,3 
USD/KRW         1.538,59  -1,3  1.559,08    1.541,40  +6,8 
USD/CNY          6,7830  +0,3   6,7655     6,7741  -3,0 
USD/CNH          6,7858  -0,1   6,7910     6,7740  -2,7 
USD/HKD          7,8348  +0,0   7,8332     7,8336  +0,7 
AUD/USD          0,7050  +0,1   0,7045     0,7128  +5,7 
NZD/USD          0,5805  +0,2   0,5796     0,5868  +0,9 
BTC/USD        62.688,30  +1,3 61.869,42    61.547,71 -28,5 
 

Der Dollar wertete im US-Handel im Windschatten gestiegener US-Marktzinsen auf. Der Dollarindex legte um 0,6 Prozent zu.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.312,28  -0,4   -16,52    4.328,80 
Silber           67,57  -0,4   -0,24      67,81 
Platin         1.756,01  -1,2   -20,79    1.776,80 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Gold wurde vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Zinsen und des festeren Dollar verkauft. Der Preis für die Feinunze ermäßigte sich um etwa 3,5 Prozent.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         94,18  +4,0    3,64      90,54 
Brent/ICE         97,27  +4,5    4,18      93,09 
 

Während der Iran-Krieg an den meisten Märkten am Freitag etwas in den Hintergrund trat, setzten die Akteure am Ölmarkt weiter auf ein baldiges Ende der Kämpfe. Der Preis für das Barrel Brentöl reduzierte sich um 2 Prozent auf rund 93 Dollar.

Im asiatisch dominierten Geschäft am Montag geht es deutlich nach oben in Reaktion darauf, dass sich Israel und der Iran am Wochenenede wieder gegenseitig unter Beschuss genommen haben. Mit unter 97 Dollar bleibt der Preis aber weiter deutlich unter der psychologisch wichtigen 100er-Marke.

MELDUNGEN SEIT FREITAG 20.00 UHR

ÖLMARKT

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Verbündeten haben sich darauf geeinigt, die Ölförderung erneut zu erhöhen. Sieben Opec-Mitglieder und die erweiterte Gruppe namens Opec+ haben vereinbart, die Produktion im Juli um etwa 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Dies ist der vierte monatliche Anstieg in Folge. Zu den Opec+-Mitgliedern, die der Erhöhung zugestimmt haben, gehört Saudi-Arabien - der De-facto-Anführer des Kartells - sowie Russland, der Irak, Kuwait, Algerien, Kasachstan und Oman. Der Schritt wird weithin als symbolisch angesehen. Der Krieg im Nahen Osten hat eine wichtige Wasserstraße blockiert, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls fließt. Die Produktionssteigerung wird von Analysten weitgehend als Absichtserklärung gewertet.

KONJUNKTUR USA

Der Anstieg der US-Verbraucherkredite für März wurde auf 22,3 von vorläufig 24,8 Milliarden Dollar revidiert. Im April legten sie um 20,7 Milliarden Dollar zu.

KONJUNKTUR JAPAN

BIP Jan-März real rev +0,5% (vorl: +0,5%) gg Vq

BIP Jan-März annual. rev +1,8% (vorl: +2,1%)

BIP-Deflator Jan-März rev +3,2% (vorl: +3,4%)

ALPHABET / SPACEX

Google mietet von SpaceX Rechenzentrumskapazitäten und zahlt dafür von Oktober 2026 bis Juni 2029 monatlich 920 Millionen US-Dollar. Der Deal umfasst die Rechenkapazität von mindestens 110.000 Nvidia-Chips. Mit der Transaktion wird das Geschäft des Raketenunternehmens mit KI vor dessen Börsengang erweitert.

SPACEX

Im Rahmen des SpaceX-IPO erhalten erstmals auch deutsche Privatanleger über Trade Republic und Flatexdegiro direkten Zugang zur Zeichnung von Anteilsscheinen zum Ausgabepreis. SpaceX soll nur der Anfang sein in der neuen Kategorie "IPO Access", erklärte Trade-Republic-Mitgründer Christian Hecker in einem Social-Media-Video. (Börsen-Zeitung)

BIONTECH

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June 08, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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