DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In Sydney ruht der Börsenhandel wegen des Geburtstags des Königs (King's Birthday).
TAGESTHEMA
Israel hat als Vergeltung für Raketenangriffe auf nördliche Gebiete Luftangriffe auf den Iran gestartet. Israel setzte die neuen Angriffe trotz der Warnungen von US-Präsident Donald Trump um, von neuen Maßnahmen abzusehen. Der Iran hatte am Sonntag in vier Angriffswellen mindestens 10 Raketen abgefeuert, als Reaktion auf einen tödlichen israelischen Luftangriff auf Beirut Stunden zuvor, der auf die von Teheran unterstützte Hisbollah-Miliz abzielte. Der Angriff und der Gegenangriff sind das erste Mal, dass der Iran und Israel sich gegenseitig ins Visier genommen haben, seit ein von den USA vermittelter Waffenstillstand Anfang April in Kraft getreten ist. "Das iranische Regime hat einen schweren Fehler gemacht", sagte ein israelischer Militärsprecher und fügte hinzu, dass Israel seine Operationen gegen die Hisbollah im Libanon fortsetzen werde.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
10:00 DE/Secunet Security Networks AG, HV
12:00 DE/BASF SE, Investorenpräsentation zum Zhanjiang-Verbund
14:30 US/Honeywell International Inc, Strategieupdate 2026
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Berliner Effektengesellschaft 0,60 EUR Saint Gobain 2,30 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
- DE
08:00 Auftragseingang April
saisonbereinigt
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +5,0% gg Vm
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell:
zuletzt +/- %
DAX Futures 24.432,00 -1,5
E-Mini-Future S&P-500 7.393,75 -0,1
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.039,00 +0,0
Topix (Tokio) 3.833,50 -2,9
Hang-Seng (Hongk.) 24.624,24 -1,4
Shanghai-Comp. 3.948,48 -2,0
Freitag:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.759,05 -0,8
DAX-Future 24.517,00 -1,7
XDAX 24.491,67 -1,1
MDAX 32.466,60 -1,0
TecDAX 4.074,14 -3,2
SDAX 18.433,82 -1,7
Euro-Stoxx-50 6.062,07 -0,7
Stoxx-50 5.189,29 -0,1
Dow-Jones 50.866,78 -1,4
S&P-500 7.383,74 -2,6
Nasdaq Composite 25.709,43 -4,2
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Leichter - Ein deutlich besser als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht nährte Zinserhöhungserwartungen, mithin stiegen die Anleiherenditen, was die Aktienmärkte belastete. Etwas Unterstützung kam von weiter nachgebenden Ölpreisen und neuer Bewegung im Krieg in der Ukraine, wo sich der ukrainische Präsident Selenski in einem offenen Brief direkt an sein russisches Pendant Putin wandte und ein persönliches Treffen vorschlug. Die zuletzt stark abverkauften Rüstungswerte zeigten sich hiervon nicht mehr belastet. Rheinmetall gewannen 1,7 oder Leonardo 1,2 Prozent. Erneut verkauft wurden dagegen Chipaktien, nachdem der Ausblick des US-Chipherstellers Broadcom Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms geschürt hatte und vor allem auch, weil sich nach der fulminanten Rally die Gewinnmitnahmen ausweiten. Infineon verloren 9,1, Suss Microtec und Aixtron je 4,8 Prozent oder ASML 3,3 Prozent. Der Mehrheitserwerb von Eurofragance kam bei den Givaudan-Aktionären gut an. Givaudan stiegen um 1,1 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Leichter - Scout24 gewannen 1,9 Prozent auf 75,90 Euro. Stützend wirkte laut Händlern, dass am Vortag Goldman Sachs die Aktie mit einem Kursziel von 105 Euro zum Kauf empfohlen hatte. Für Zalando ging es nachrichtenlos um 3,7 Prozent nach oben. Viscom verteuerten sich um 8,9 Prozent. Das Unternehmen hatte seine Prognose für den Auftragseingang für das laufende Geschäftsjahr erhöht angesichts eines Großauftrags für Anwendungen in der Batteriezelleninspektion.
XETRA-NACHBÖRSE
Im Sog der sehr schwachen Wall Street ging es auf breiter Front abwärts - gemessen am XDAX. Patrizia wurden gut 1 Prozent höher getaxt. Das Unternehmen hatte am Abend eine Mitteilung über eine "interessewahrende Order" zum Kauf von 3,5 Millionen Patrizia-Aktien "zu marktschonenden Konditionen" im Zeitraum 3. Juni 2026 bis 30. Juni 2027 durch die First Capital Partner GmbH (FCP) veröffentlicht. FCP ist die Investmentgesellschaft des Patrizia Gründers und -CEO Wolfgang Egger.
USA - AKTIEN
Baisse - Mit heftigen Kursverlusten reagierten die US-Börsen auf einen überraschend stark ausgefallenen Arbeitsmarktbericht. Im Mai wurden mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen wie von Volkswirten im Konsens erwartet. Zudem wurden die Daten für die beiden Vormonate nach oben revidiert. Das schürte Zinserhöhungsspekulationen, weshalb am Anleihemarkt die Renditen stark stiegen. Dazu kamen fortgesetzte Gewinnmitnahmen im Technologiesektor, besonders bei solchen mit KI-Fantasie. Technologiewerte führten mit Kursverlusten von durchschnittlich gut 5 Prozent die Liste der Verlierer mit weitem Abstand an. Unter den Anlegern verstärkte sich die Neigung zu Gewinnmitnahmen, auch., nachdem Broadcom zuletzt mit dem Ausblick enttäuscht hatte. Zum anderen werden der anstehende Börsengang von SpaceX und die Kapitalerhöhung von Meta in naher Zukunft in Summe wohl bis zu 160 Milliarden Dollar aufsaugen. Das Geld dürfte zum Teil auch durch den Verkauf anderer Technologieaktien aus den Portfolios aufgebracht werden müssen. Und nicht zuletzt sorgten die steigenden Marktzinsen aus Bewertungsgründen für Druck auf Technologietitel. Broadcom gaben um 7,9 Prozent nach, Lumentum, Nvidia, Intel, Marvell Technology, Micron Technology, Sandisk oder AMD verzeichneten Einbußen von bis zu 16,7 Prozent. Die Senkung der Jahresprognose drückte Lululemon um 8,6 Prozent.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,16 +0,11 4,18 4,03 5 Jahre 4,28 +0,10 4,30 4,16 10 Jahre 4,54 +0,07 4,55 4,46
Die Renditen zogen mit den gestiegenen Zinserhöhungserwartungen als Reaktion auf den unerwartet stark ausgefallenen Arbeitsmarktbericht deutlich an. Für die Zehnjahresrendite ging es um 7 Basispunkte auf 4,54 Prozent aufwärts.
DEVISENMARKT
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:10 EUR/USD 1,1531 +0,1 0,0012 1,1519 1,1549 EUR/JPY 184,88 +0,1 0,1800 184,7000 185,1300 EUR/CHF 0,9186 +0,1 0,0013 0,9173 0,9176 EUR/GBP 0,8643 +0,1 0,0006 0,8637 0,8631 USD/JPY 160,3 +0,0 0,0100 160,2900 160,2800 GBP/USD 1,3339 0,0 0,0000 1,3339 1,3379 USD/CNY 6,7833 +0,3 0,0178 6,7655 6,7655 USD/CNH 6,785 -0,1 -0,0060 6,7910 6,7848 AUS/USD 0,7044 -0,0 -0,0001 0,7045 0,7074 Bitcoin/USD 62.647,76 +1,3 778,34 61.869,42 60.733,07
Der Dollar wertete im US-Handel im Windschatten der steigenden US-Marktzinsen auf. Der Dollarindex legte um 0,6 Prozent zu.
ROHSTOFFE
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.302,39 -0,6 -26,41 4.328,80 Silber 66,98 -1,2 -0,83 67,81 Platin 1.746,53 -1,7 -30,27 1.776,80
Gold wurde vor dem Hintergrund deutlicher steigenden Zinsen und des festeren Dollar verkauft. Der Preis für die Feinunze ermäßigte sich um etwa 3,5 Prozent.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 94,49 +4,4 3,95 90,54 Brent/ICE 97,02 +4,2 3,93 93,09
Während der Iran-Krieg an den meisten Märkten am Freitag etwas in den Hintergrund trat, setzten die Akteure am Ölmarkt weiter auf ein baldiges Ende der Kämpfe. Der Preis für das Barrel Brentöl reduzierte sich um 2 Prozent auf rund 93 Dollar. Im asiatisch dominierten Geschäft am Montag geht es deutlich nach oben in Reaktion darauf, dass sich Israel und der Iran am Wochenenede wieder gegenseitig unter Beschuss genommen hatten. Mit rund 97 Dollar bleibt der Preis aber weiter unter der psychologisch wichtigen 100er Marke.
MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR
JAPAN - Konjunktur
Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal etwas langsamer gewachsen als zunächst geschätzt, befand sich aber weiterhin auf Erholungskurs. Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs auf das Jahr hochgerechnet um 1,8 Prozent. Die vorläufige Schätzung hatte ein Wachstum von 2,1 Prozent ergeben.
USA - Zinspolitik
Goldman Sachs hat die Prognose für Zinssenkungen der US-Notenbank auf das Jahr 2027 verschoben. Als Grund nannte die Bank den unerwartet robusten US-Arbeitsmarkt.
ÖLFÖRDERUNG
Die Opec und ihre Verbündeten haben sich darauf geeinigt, die Ölförderung erneut zu erhöhen. Sieben Opec-Mitglieder und die erweiterte Gruppe namens Opec+ haben vereinbart, die Produktion im Juli um etwa 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Dies ist der vierte monatliche Anstieg in Folge. Der Schritt wird weithin als symbolisch angesehen, nachdem der Krieg im Nahen Osten die Straße von Hormus blockiert hat, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls fließt. Die Produktionssteigerung wird daher weitgehend als Absichtserklärung gewertet.
SFR
Ein Konsortium aus mehreren Telekomfirmen hat sich darauf geeinigt, die französischen Geschäfte von Patrick Drahi für 20,4 Milliarden Euro zu kaufen. Bouygues Telecom, Orange und die Free-iliad-Gruppe gaben am Wochenende bekannt, dass sie eine Absichtserklärung mit Drahis Altice France zum Erwerb von SFR unterzeichnet haben. SFR ist der zweitgrößte Telekommunikationsbetreiber des Landes. Drahis Deal zum Verkauf von SFR folgt auf monatelange Verhandlungen mit dem Konsortium, nachdem ein früheres Angebot von rund 20 Milliarden US-Dollar abgelehnt worden war.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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June 08, 2026 01:36 ET (05:36 GMT)
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