Trotz der Krise in der Straße von Hormus haben sich die Ölpreise zuletzt entspannt. Freigaben aus den strategischen Reserven bremsen bislang den Preisschock. Doch Exxon warnt: Dieser Puffer ist nahezu aufgebraucht. Danach könnte Brent binnen Wochen auf 150 bis 160 US-Dollar je Barrel steigen. Was sich derzeit in den globalen Öllagern abspielt, übertrifft jede frühere Versorgungskrise. Seit dem 28. Februar fehlen dem Weltmarkt täglich 12,8 Mio. Barrel - etwa zwei- bis dreimal so viel wie bei den schwersten Unterbrechungen der Vergangenheit. Das Ölembargo 1973 nahm 4,5 Mio. Barrel pro Tag aus der Versorgung, die iranische Revolution 1979 maximal 5,6 Mio., der Saudi-Angriff 2019 mit 5,7 Mio. galt bisher als größte absolute Unterbrechung. Die International Energy Agency stuft die Schließung der Straße von Hormus deshalb als größte Ölunterbrechung der Geschichte ein. Allein im März und April sanken die globalen Bestände um 246 Mio. Barrel. Auch die USA greifen massiv auf ihre strategischen Reserven zurück: In der Woche zum 15. Mai wurden 9,92 Mio. Barrel freigegeben, so viel wie nie zuvor seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1982. Es war bereits die sechste Abzugswoche in Folge. Exxon warnt vor dem Boden der Lagerbestände Auf der Bernstein-Konferenz warnte Exxon-Senior-Vizepräsident ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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