MÜNCHEN (dpa-AFX) - Am Flughafen München ist der Flugverkehr am Tag nach einem Brandalarm planmäßig gestartet. "Der Flugbetrieb ist normal angelaufen und es gibt aktuell keine Störungen", teilte ein Sprecher des Airports mit. Insgesamt waren am Montag knapp 1.000 Flugbewegungen - das meint alle Starts und Landungen zusammen - geplant.
Am Sonntagabend war der Flugbetrieb nach einem Feueralarm im Tower etwa zwei Stunden eingestellt worden. Nach Angaben des Sprechers wurden daraufhin 40 Flüge zu Ausweichflughäfen umgeleitet, etwa nach Frankfurt/Main, Linz, Nürnberg oder Prag. 24 davon seien noch im Laufe des Abends zurück nach München geflogen. Insgesamt hätten die Airlines nach dem Vorfall am Abend rund 40 Flüge annulliert.
Brandgeruch im Tower
Der Flughafen hatte zuvor mitgeteilt: "Der Tower am Flughafen München wurde um 20:33 Uhr aufgrund von Brandgeruch evakuiert." Die Flugsicherung stoppte daraufhin sofort den Flugbetrieb, außerdem wurde die Flughafenfeuerwehr alarmiert.
Rund zwei Stunden später gab es allerdings bereits wieder einzelne Starts am Airport. Als Ursache des Alarms wurde ein Defekt in einem Lüfter entdeckt, ein Bauteil wurde ausgewechselt. Ein offenes Feuer soll es nicht gegeben haben.
Nachtflugverbot zeitweise ausgesetzt
Wichtigste Fluggesellschaft in München ist die Lufthansa . Die bayerische Landeshauptstadt ist neben Frankfurt/Main eines der beiden Drehkreuze des Unternehmens für den weltweiten Flugverkehr.
Am Münchner Flughafen gilt ein Nachtflugverbot für den regulären Passagierverkehr zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr morgens. Der Flughafen wollte aber noch in der Nacht möglichst viele Flüge abfertigen. Das Flugverbot wurde dafür speziell bis 1.30 Uhr am Montagmorgen ausgesetzt.
"Die Notfallpläne haben gegriffen", sagte der Flughafensprecher. "Nach Feststellung des Brandgeruchs hat die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen den Tower evakuiert. Dies hat geordnet und zügig stattgefunden." Es seien in kürzester Zeit ausreichend Einsatzkräfte vor Ort gewesen. "Auch das Bodenpersonal am Airport war ausreichend vorhanden, damit die verspäteten Flüge entsprechend abgearbeitet werden konnten."/aro/DP/stw
